Marktbericht

Dax beruhigt sich nach Kursfeuerwerk durch Corona-Studie

Das deutsche Leitbarometer hat heute morgen eher müde eröffnet. Gestern hatte noch die Nachricht über eine wichtige Studie zu einem Corona-Impfstoff die Märkte beflügelt.
10.11.2020 10:51
Lesezeit: 1 min
Dax beruhigt sich nach Kursfeuerwerk durch Corona-Studie
Die Börse blieb in der ersten Zeit nach der Eröffnung über 13.000 Punkten. (Foto: dpa)

Der Dax hat heute Morgen bis 10.30 Uhr leichte Verluste um 0,3 Prozent auf Niveaus unterhalb von 13.100 Zählern verzeichnet. Damit beruhigte sich das deutsche Leitbarometer nach dem Kursfeuerwerk vom Vortag. Hier hatte der Index seine Sitzung mit einem Sprung von 4,9 Prozent auf 13.096 Zähler beendet und damit wieder die psychologisch wichtige Marke von 13.000 Punkten überschritten.

Positive Daten bei der entscheidenden Studie zu einem Corona-Impfstoff hatten für Freudensprünge an den Finanzmärkten gesorgt. Die Nachricht, wonach das Mittel der Mainzer BioNTech und ihres US-Partners Pfizer das Risiko einer Corona-Infektion um 90 Prozent verringert, hatte am Montag die Aktienmärkte weltweit beflügelt.

Ganz besonders legte die Aktie von MTU zu, die 16,6 Prozent auf 191,50 Euro sprang. Der Hersteller von Flugzeugtriebwerken, der besonders von der Pandemie gebeutelt wurde, hat in der Vergangenheit starke Verluste hinnehmen müssen, die das Papier nun aufholen muss. Die Münchener Rück legte 12,6 Prozent auf 231,80 Euro zu, gefolgt von Fresenius, das 10,9 Prozent auf 37,42 Prozent gewann. BASF verzeichnete einen Gewinn von 10,7 Prozent auf 55,73 Euro zu, und die Allianz verbuchte ein Plus zehn Prozent auf 102,40 Euro.

Für die Autowerte gab es gestern Abend eine Nachricht, die möglicherweise von den Anlegern positiv aufgenommen wird. So hat Schaeffler doch für 2020 eine Prognose gegeben, da sich die Geschäfte zuletzt doch wieder etwas gebessert haben. Der Umsatzrückgang soll zwischen 11,5 und 13 Prozent liegen. Entsprechend haben sich auch die Autoaktien im Dax die erste Zeit nach der Eröffnung des Handels entwickelt: VW gewann bis 10.30 Uhr 1,3 Prozent auf 144,10 Euro, Daimler legte 0,8 Prozent auf 51,10 Euro zu, und BMW verbuchte ein Plus von 0,3 Prozent 67,83 Euro.

Darüber hinaus gibt heute einige Konjunkturdaten aus unterschiedlichen Ländern: Zu den wichtigsten gehört die Präsentation der Stellenangebote in den USA, die für 16 Uhr MEZ angekündigt ist.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Immobilien
Immobilien Immobilien-Prognose 2026: Bremst das Baukreditgeschäft alles aus?
15.03.2026

Nach einem hoffnungsvollen 2025 wird die Preisentwicklung für Immobilien laut Greis-Kaufpreisindex im laufenden Jahr 2026 wieder...

DWN
Finanzen
Finanzen Mazda 6e im Vergleich: Wie wettbewerbsfähig ist das Elektromodell?
15.03.2026

Die neue Mazda 6e entsteht auf chinesischer Plattform und markiert einen strategischen Neustart für die Baureihe Mazda6. Kann das...

DWN
Technologie
Technologie Immer mehr US-Forschende zieht es nach Deutschland
15.03.2026

Aus politischen Gründen geht das Weiße Haus gegen Elite-Unis vor. Für Wissenschaftler und Studierende aus den USA wird Deutschland daher...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI trifft auf SaaS: Steht die Softwarebranche vor einem Strukturwandel?
15.03.2026

Künstliche Intelligenz verändert die wirtschaftliche Logik der Softwarebranche und setzt das klassische SaaS-Modell unter Druck. Steht...

DWN
Finanzen
Finanzen Iran-Krieg heizt Energiepreise an: Investoren suchen Absicherung
15.03.2026

Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise nach oben und zwingt Investoren weltweit, ihre Strategien angesichts steigender Öl- und Gaspreise...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Milliardär warnt: Wir stehen vor einem totalen Umsturz unserer Gesellschaft
14.03.2026

Der dänische Investor und Milliardär Lars Seier Christensen warnt vor massiven Verwerfungen in der Gesellschaft und in der Wirtschaft....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft OSINT: Wie Satellitendaten Staaten und Konzerne kontrollierbar machen
14.03.2026

Satelliten blicken längst nicht mehr nur für Militärs und Geheimdienste auf die Erde. Mit frei zugänglichen Satellitendaten und OSINT...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Anspruch auf Bildungsurlaub: Mangelndes Wissen bremst Inanspruchnahme – was Sie beachten müssen
14.03.2026

Fortbildungen ermöglichen eine berufliche und private Weiterentwicklung. Doch viele Menschen in Deutschland sind trotz Interesse über...