Politik

Russland: Mann wollte Geheimdokumente über Nordflotte an CIA übergeben - 13 Jahre Haft

In Russland wurde ein Mann zu einer 13-jährigen Haftstrafe verurteilt, weil er Verschlusssachen über die russische Nordflotte an die CIA übergeben wollte. Er gab seine Schuld zu und erkannte seine Straftat vor Gericht an.
20.11.2020 11:07
Aktualisiert: 20.11.2020 11:07
Lesezeit: 1 min
Russland: Mann wollte Geheimdokumente über Nordflotte an CIA übergeben - 13 Jahre Haft
Großes U-Boot-Abwehrschiff „Seweromorsk“ der russischen Nordflotte in der Barentssee. (Foto: dpa) Foto: Oleg Lastochkin

Der russische Staatsbürger Yury Yeshchenko wurde zu 13 Jahren Haft verurteilt, weil er versucht hatte, der CIA Verschlusssachen über die voraussichtliche Bewaffnung der Nordflotte zu übermitteln, teilte der Federal Security Service (FSB) der staatlichen russischen Nachrichtenagentur TASS am Freitag mit.

„Ein Bürger der Russischen Föderation, Yury Alexandrovich Yeshchenko, wurde vom Regionalgericht von Brjansk des Hochverrats (Artikel 275 des Strafgesetzbuchs der Russischen Föderation) für schuldig befunden. Nach dem Gerichtsurteil wurde YA Yeshchenko in einem Hochsicherheitsgefängnis 13 Jahren Haft verurteilt“, berichtete so der FSB. Der Angeklagte gab seine Schuld zu und erkannte seine Straftat vor Gericht an.

Der FSB stellte fest, dass der Angeklagte bei einer Organisation arbeitete, die für die Wartung der funkelektronischen Systeme der Schiffe der Nordflotte in Seweromorsk verantwortlich ist. Er beschloss, den USA Informationen über die voraussichtlichen Entwicklungen des russischen militärisch-industriellen Komplexes zukommen zu lassen.

„In den Jahren 2015-2017 kopierte er systematisch Verschlusssachen zu Waffensystemen der Nordflotte“, berichtete der FSB. Er stellte Anfang 2019 den Kontakt zur CIA her. Yeshchenko wurde vom FSB in der Region Brjansk festgenommen, als er im Juli 2019 versuchte, die Verschlusssachen an einen ausländischen Geheimdienst zu übergeben. Sein Urteil wurde am 17. November verkündet.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...

DWN
Technologie
Technologie In Lettland wurde ein neues Gerät zum Bitcoin-Mining für zu Hause entwickelt – Bitcube
21.10.2026

Das Technologieunternehmen Power Mining hat Bitcube auf den Markt gebracht, ein in Lettland entwickeltes Gerät zum Bitcoin-Mining für den...

DWN
Immobilien
Immobilien Blaupause oder teures Experiment? Berlins historischer Anlauf zur Vergesellschaftung
21.10.2026

Linke, Grüne und SPD in Berlin haben ihre Sondierungen beendet und wollen Koalitionsverhandlungen aufnehmen. Der entscheidende Knackpunkt...

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Handelskrieg mit China vermeiden: Merz fordert Fairness statt Eskalation
21.10.2026

Die EU will sich stärker gegen unfaire Handelspraktiken schützen. Bundeskanzler Friedrich Merz betont jedoch, dass es dabei nicht um...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Ukraine-Wirtschaft schwächelt: Experten senken Wachstumsprognose deutlich
21.10.2026

Die massiven russischen Angriffe verschlechtern die wirtschaftlichen Aussichten der Ukraine spürbar. Das Wiener Institut für...

DWN
Politik
Politik Tabaksteuer-Panne: Gesetz gilt plötzlich Monate zu früh
21.10.2026

Eigentlich sollten höhere Tabaksteuern erst 2027 greifen. Doch ein Fehler im Bundesfinanzministerium hat dafür gesorgt, dass die Regelung...