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Deutsche Telekom setzt beim Glasfaser-Bau auf künstliche Intelligenz

Deutschland liegt im internationalen Vergleich beim Glasfaserbau sehr weit hinten. Die Deutsche Telekom versucht jetzt zumindest, die eigenen Projekte mit verbesserter Technik voranzutreiben.
23.11.2020 17:06
Lesezeit: 1 min
Deutsche Telekom setzt beim Glasfaser-Bau auf künstliche Intelligenz
Hier werden gerade Glasfasern für ein Projekt gelegt. (Foto: dpa) Foto: Jens B

Die Deutsche Telekom (DT) setzt beim Glasfaser-Bau auf künstliche Intelligenz. Wie der Konzern berichtet, geht es darum, Daten für die Planung der einzelnen Projekte zu sammeln. Dabei sollen Transporter der DT durch ganz Deutschland fahren und mit technologisch aufwändigen Kameras und Laserscannern Daten von Orten erheben, wo die Vorhaben umgesetzt werden sollen.

Eine künstliche Intelligenz soll selbstständig anhand von gesammelte Bilddaten die Straßen und deren Umgebung erkennen. Doch vertraut der Konzern hier nicht nur auf die eigene Kompetenz, sondern greift auch auf das wissenschaftliche Know-how des Fraunhofer-Instituts für Physikalische Messtechnik (IPM) in Freiburg zurück. Beide Partner haben die Technik entwickelt, damit der Glasfaserbau beschleunigt werden kann.

Die Messwagen erfassen die gesamte Umgebung mit Bildern und Daten, die wiederum in einem Planungstool für den Glasfaserausbau der DT verwendet werden. Dadurch kann das Unternehmen die Trassen für die Glasfaserleitungen genauer als bisher planen. Wie die Partner erklären, sei dadurch weniger Aufwand für die Vermessung und die Vorarbeiten erforderlich.

Das Besondere ist, dass die künstliche Intelligenz Oberflächendaten automatisch erkennt. Das Messfahrzeug fotografiert an bestimmten Orten den Asphalt, das Kopfsteinpflaster oder andere Oberflächen, die für den Konzern beim Glasfaserbau besonders wichtig sind.

Hintergrund: Deutschland versucht derzeit, den Glasfaserbau voranzutreiben, liegt im internationalen Ländervergleich aber weit hinten. Die größte europäische Volkswirtschaft rangiert in einer Tabelle der internationalen Fachvereinigung FTTH-Council für das Jahr 2019 nur auf dem 30. Platz. Damit hat sich Deutschland gegenüber 2016, als es die letzte Listung gab, sogar um drei Plätze verschlechtert.

Das Ranking zeigt, inwieweit die Glasfaser-Technik schon angewendet wird: Und hierzulande wird die Technik bislang nur sehr sporadisch eingesetzt: So beträgt die Penetrationsrate gerade einmal zwei bis drei Prozent. Dabei unterschreitet Deutschland deutlich dem EU-Durchschnitt von rund 14 Prozent.

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