Deutschland

Lauterbach: Verlängerung der Corona-Beschränkungen zwingend

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verteidigt die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der staatlichen Corona-Beschränkungen im Alltagsleben, so die dpa.
26.11.2020 22:37
Aktualisiert: 26.11.2020 22:37
Lesezeit: 1 min
Lauterbach: Verlängerung der Corona-Beschränkungen zwingend
09.11.2020, Nordrhein-Westfalen, Köln: Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, steht im Garten. Lauterbach hat in der Corona-Krise die Rolle des Mahners und Warners übernommen. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach verteidigt die geplante Verlängerung und teilweise Verschärfung der staatlichen Corona-Beschränkungen im Alltagsleben. Anders könnten Fallzahlen vor Weihnachten nicht ausreichend gesenkt werden, „also sind Verlängerung und Verschärfung notwendig“, sagte er der „Augsburger Allgemeinen“ (Dienstag). Bei der Eindämmung der Pandemie müsse gerade in den Schulen und bei den privaten Treffen mehr erreicht werden. Durchschlagend erfolgreich sei der Teil-Lockdown bisher nicht gewesen. „Die Zahl der Kontakte sollte mit dem Wellenbrecher-Shutdown um 75 Prozent reduziert werden, erreicht wurden schätzungsweise 40 Prozent“, zitiert die dpa Lauterbach.

Zugleich zeigte sich der SPD-Politiker zuversichtlich, dass es im Januar und Februar nicht zu einer gleichzeitigen Welle aus Grippe- und Corona-Erkrankungen kommt. „Wenn die Hygieneregeln gegen das Coronavirus eingehalten werden, wird es auch viel weniger Grippeinfektionen geben“, sagte Lauterbach. Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery, wertet die bisherigen Lockdown-Maßnahmen durchaus als Erfolg: „Hätten wir nichts getan, dann hätten wir heute schon 50.000 Neuinfektionen pro Tag“, sagte er dem Blatt. „Auch das stabile Plateau ist ein Erfolg, denn davor hatten wir exponentielles Wachstum.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft IAB-Studie: Rüstungsindustrie kann Stellenabbau nicht auffangen
21.09.2026

Die Rüstungsindustrie wächst, doch als Auffangbecken für Beschäftigte aus kriselnden Industriezweigen taugt sie bislang kaum. Neue...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Škoda Peaq im Test: Wenn die Reichweite ihrem Namen alle Ehre macht
21.09.2026

Mit dem Škoda Peaq stellt die Marke ihr bislang größtes Elektroauto vor. Der SUV setzt auf hohe Reichweite, viel Innenraum, starke...

DWN
Finanzen
Finanzen Vonovia-Aktie unter Druck nach Berlin-Wahl – Diskussion um Enteignungen
21.09.2026

Die Berlin-Wahl setzt die Vonovia-Aktie unter Druck. Forderungen nach Enteignungen großer Wohnungskonzerne sorgen bei Anlegern für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftsprofessor Luis Garicano: So vermeiden Sie, Ihren Job an KI zu verlieren
21.09.2026

Viele Warnungen vor KI und Massenarbeitslosigkeit klingen dramatisch. Der Ökonom Luis Garicano hält sie für übertrieben. Sein Argument:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Novo Nordisk-Aktie: Warum der Ozempic-Riese plötzlich alles ändert
21.09.2026

Novo Nordisk macht aus sich selbst „Novo“ und dreht sogar den berühmten Stier im Logo um. Doch hinter der vermeintlichen kosmetischen...

DWN
Finanzen
Finanzen Neue Euro-Banknoten: Diese Motive stehen zur Wahl – Umfrage endet
21.09.2026

Europas Bargeld soll moderner, sicherer und langlebiger werden. In einer großen Online-Umfrage entscheiden Bürger über mögliche Motive...

DWN
Politik
Politik Wahlsieg für Putin: Kremlpartei sichert sich Zweidrittelmehrheit
21.09.2026

Die Kremlpartei Geeintes Russland sichert sich bei der russischen Parlamentswahl offenbar erneut eine Zweidrittelmehrheit. Oppositionelle...

DWN
Politik
Politik Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern: AfD knapp vor SPD – in Berlin siegt die Linke
21.09.2026

Zwei Wahlen, zwei politische Erdbeben: Im Nordosten scheitert die CDU an der Sperrklausel, in Berlin wird die Linke stärkste Kraft....