Finanzen

Dax startet mit Gewinnen in die Woche - Lufthansa will am Transport von Impfstoffen verdienen

Das deutsche Leitbarometer ist in die Woche mit leichten Gewinnen gestartet. Heute Nachmittag gibt es wichtige Konjunkturdaten aus Deutschland und den USA.
30.11.2020 11:01
Lesezeit: 2 min
Dax startet mit Gewinnen in die Woche - Lufthansa will am Transport von Impfstoffen verdienen
Der Dax hat heute Morgen mit leichten Gewinnen eröffnet. (Foto: dpa)

Der Dax hat am Montag bis 11 Uhr einen Gewinn von 0,1 Prozent auf 13.352 Punkte verzeichnet.

Dabei hat ein Papier, das nicht zum Dax gehört, mit einer wichtigen Nachricht auf sich aufmerksam gemacht: So will die Lufthansa am Geschäft mit der Verteilung der Impfstoffe verdienen. Der Chef der Frachtgut-Tochter, Peter Gerber, sagte im Gespräch mit der dpa, dass größere Mengen des Stoffes in Mitteleuropa hergestellt würden.

Die Entwicklung der Airlines ist für die gesamte Wirtschaft von Interesse, da die Flugindustrie besonders stark von der Pandemie in Mitleidenschaft gezogen wird. Erholt sie sich, dann könnte dies auch ein Fingerzeit dafür sein, dass sich auch die gesamte Ökonomie nachhaltig erholt. Und die Lufthansa ist dabei aufgrund ihrer geschäftlichen Größe und ihrer Geschichte von besonderen Interesse.

Wie sehr die deutsche Airline durch die Krise gelitten hat, wird auch an der Entwicklung der Aktie deutlich: So hat das Lufthansa-Papier heute Morgen 1,8 Prozent auf 9,89 Euro verloren. Das Papier hat in den vergangenen zwölf Monaten rund 40 Prozent eingebüßt. Zum Vergleich: Der Mdax, wo das Papier gehandelt wird, hat in den vergangenen zwölf Monaten rund neun Prozent zugelegt. Die Zuwächse gab es überwiegend seit März - der Aufhebung des ersten Lockdowns. Der Grund: Andere Aktien, einen hohen Anteil am Index haben, entwickelten sich überdurchschnittlich gut. Dazu gehört Sartorius - der Ausrüster für Labore. Das Unternehmen hat von der Pandemie profitiert.

Der Dax ist am Freitag mit einem Plus von 0,4 Prozent auf 13.336 Punkten aus dem Rennen gegangen. Der Gewinner des Tages war Infineon, das mit einem Plus von 3,5 Prozent auf 29,61 Euro die Sitzung beendete. Covestro legte 2,3 Prozent auf 47,45 Euro, während RWE 1,8 Prozent auf 34,87 Euro gewann.

Der Verlierer des Tages war hingegen VW, das 1,8 Prozent auf 145,92 Euro verlor. Auf dem zweiten Platz derjenigen Aktien, die am meisten eimbüßten, war BMW, das 1,4 Prozent auf 73,09 Euro nachgab. adidas verzeichnete ein Minus von 1,3 Prozent auf 271,20 Euro.

Die Vorgaben aus den USA vom Freitag fallen positiv aus: Der Dow Jones Composite verbuchte ein Plus von 0,1 Prozent auf 29.910 Punkte, und der Nasdaq Composite beendete den Tag mit einem Gewinn von 0,9 Prozent auf 12.206 Zähler.

Die Anleger warten heute Nachmittag wieder auf wichtige Zahlen aus Europa und den USA: Um 14 Uhr gibt es die Verbraucherpreise aus Deutschland. Danach wird um 15.45 Uhr MEZ der Einkaufsmanagerindex Chicago für den November präsentiert. Die Erwartungen liegen bei 58,5 Punkten, während sie im Vormonat bei 61,1 Einheiten gelegen hat.

Darüber hinaus werden um 16 Uhr MEZ die Statistiken zu den Hausverkäufen im Oktober vorgelegt. Die Prognosen für das Wachstum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum liegen bei ein Prozent. Im Vergleich zum Vormonat betragen die Erwartungen 20,5 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

Jede Anlage am Kapitalmarkt ist mit Chancen und Risiken behaftet. Der Wert der genannten Aktien, ETFs oder Investmentfonds unterliegt auf dem Markt Schwankungen. Der Kurs der Anlagen kann steigen oder fallen. Im äußersten Fall kann es zu einem vollständigen Verlust des angelegten Betrages kommen. Mehr Informationen finden Sie in den jeweiligen Unterlagen und insbesondere in den Prospekten der Kapitalverwaltungsgesellschaften.

DWN
Politik
Politik Heizkosten-Schock in Polen: Droht deutschen Haushalten ein ähnlich teurer Winter?
22.10.2026

In Polen warnen Wohnungsgenossenschaften ihre Bewohner bereits vor hohen Heizkosten. In einzelnen Fällen verschlingt die Wärmeversorgung...

DWN
Technologie
Technologie Fitness-Tracking im Alltag: Warum wir ständig unsere Daten kontrollieren und welche Risiken lauern
22.10.2026

Schritte, Schlaf, Kalorien oder Trinkmenge: Apps und Wearables machen den eigenen Alltag messbar wie nie zuvor. Für viele vermittelt das...

DWN
Politik
Politik Schufa-Score vor dem BGH: Wie transparent muss die Berechnung sein?
22.10.2026

Der Schufa-Score kann darüber entscheiden, ob Verbraucher einen Kredit bekommen oder auf Rechnung einkaufen dürfen. Doch wie der wichtige...

DWN
Technologie
Technologie Enthüllt: Diese US-Techkonzerne wollten den Stromverbrauch ihrer Rechenzentren geheim halten
22.10.2026

Google und Microsoft wollten zentrale Angaben zum Stromverbrauch ihrer irischen Rechenzentren unter Verschluss halten. Die Umweltbehörde...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: KI-Aktien erhalten Auftrieb nach positivem Auftakt der Berichtssaison
21.10.2026

Neue Rekordhochs und überraschende Bilanzen: Erfahren Sie, welche Entwicklungen die US-Märkte aktuell beflügeln.

DWN
Finanzen
Finanzen Die Schuldenbombe unter der Motorhaube der KI tickt immer lauter. Wo könnte es zuerst krachen?
21.10.2026

Investoren zahlen immer höhere Preise für Schutz vor Zahlungsausfällen. Entscheidend wird sein, wer die Verluste trägt, falls die...

DWN
Finanzen
Finanzen Analyse: Bei der Luxusaktie zeichnet sich eine Wende ab
21.10.2026

Nach mehreren Jahren schwacher Verkäufe und sinkender Gewinne sind die Erwartungen an den Luxuskonzern deutlich zurückgegangen. Die...

DWN
Politik
Politik Europa wird zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt von einem politischen Sturm erschüttert
21.10.2026

Europa müsste gleichzeitig seinen größten Haushalt beschließen, die Ukraine stützen und dem wachsenden Druck aus den USA, Russland und...