Politik

Royal Navy meldet neun russische Kriegsschiffe vor Großbritannien

In den Gewässern vor Großbritannien hat die Royal Navy in den vergangenen zwei Wochen eigenen Angaben zufolge neun russische Kriegsschiffe geortet und überwacht. „Trotz der Zunahme der russischen Aktivitäten an der Oberfläche und unter Wasser sind wir immer bereit zu reagieren“, so Admiral Tony Radakin.
07.12.2020 14:46
Aktualisiert: 07.12.2020 14:46
Lesezeit: 2 min
Royal Navy meldet neun russische Kriegsschiffe vor Großbritannien
Die letzte bekannte Position des britischen Schiffs HMS Severn und der Hafen von Portsmouth. (Grafik: Marinetraffic.com/DWN)

Die britische Royal Navy (RN) hat in den vergangenen Wochen eogenen Angaben zufolge neun russische Schiffe in den Gewässern Großbritanniens geortet und überwacht. Dabei soll es sich um ein U-Boot, einen Zerstörer, eine Korvette, ein Patrouillenschiff und ihre unterstützenden Schlepper und Versorgungsschiffe gehandelt haben. Acht Schiffe der RN sollen die russischen Schiffe vom Ärmelkanal und der Keltischen See in den Gewässern nahe der Westküste Schottlands genau beobachtet haben.

„Deshalb ist die Royal Navy jeden Tag auf See und schützt Großbritannien und unsere Interessen. Trotz des Drucks von Covid bleiben wir hellwach, um auf Bedrohungen sowohl in den heimischen Gewässern als auch auf der ganzen Welt zu reagieren. Trotz der Zunahme der russischen Aktivitäten an der Oberfläche und unter Wasser sind wir immer bereit zu reagieren“, so Admiral Tony Radakin.

„Die Fregatte HMS Northumberland vom Typ 23 beobachtete die Bewegungen eines Zerstörers der Udaloy-Klasse, der Vizeadmiral Kulakow, als dieser nordwestlich der Äußeren Hebriden vor der Westküste Schottlands fuhr. Das Patrouillenschiff HMS Severn war im Ärmelkanal und in der Dover-Straße im Einsatz, wo sie ein aufgetauchtes U-Boot der Kilo-Klasse, die Stary Oskol, die Korvette Boikiy, das Patrouillenschiff Vasiliy Bykow und Hilfsschiffe beschattete. Die HMS Severn war auch auf Patrouille, als die Vizeadmiral Kulakow durch den Kanal fuhr. Während eines Teils der Operation schützten sich die russischen Schiffe vor schlechtem Wetter in der Baie de Seine, einer Bucht in Nordfrankreich, wo die HMS Severn von alliierten Schiffen und Flugzeugen der französischen Marine begleitet wurde“, heißt es in einer Mitteilung der RN.

Kommandant Philip Harper, Kommandierender Offizier der HMS Severn, sagte: „Unter sehr schwierigen Bedingungen bei rauem Wetter haben die HMS Severn und mehrere andere britische und alliierte Schiffe 20 Tage damit verbracht, sicherzustellen, dass russische Transitkriegsschiffe unter unseren wachsamen Augen bleiben.“

Die HMS Lancaster schloss sich der HMS Severn bei dieser Operation an, verfolgte die Korvette Boikiy der Steregushchiy-Klasse im Kanal und sammelte mit ihrem Wildcat-Hubschrauber mithilfe der leistungsstarken Sensoren des Flugzeugs Informationen. In der Zwischenzeit eskortierten drei Kriegsschiffe der Royal Navy - HMS Tyne, HMS Richmond und HMS Kent - dieselbe Gruppe russischer Schiffe, die in der Keltischen See operierten und sich der Südwestküste Großbritanniens näherten. Zu dieser Arbeitsgruppe gesellten sich Jets Typhoon-Flugzeuge und F-35 der Royal Air Force sowie die Tanker RFA Tideforce und RFA Tiderace, welche die alliierten Schiffe während des gesamten Einsatzes auffüllten und zu Überwachungsaufgaben in der Irischen See beitrugen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Technologie
Technologie Wasserstofffabrik auf Rädern: Kleine Anlage soll Generatoren und Drohnen versorgen
30.05.2026

In Nord-Tallinn, in der Laevastiku-Straße, steht ein Gebäude aus roten Ziegeln. Von außen wirkt der Ort verlassen, doch im Inneren wird...

DWN
Panorama
Panorama Entwarnung beim Klimawandel? Forscher korrigieren Worst-Case-Szenario
30.05.2026

Die schlimmsten Klima-Prognosen gelten inzwischen als weniger wahrscheinlich. US-Präsident Donald Trump sieht sich dadurch bestätigt.

DWN
Politik
Politik Der übergriffige Staat: Bremst Regulierung Europas Wohlstand?
30.05.2026

Europa verliert an wirtschaftlicher Dynamik. Während die USA Innovationen skalieren und China Märkte strategisch erobert, verstrickt sich...

DWN
Panorama
Panorama Toyota bZ4X Touring im Test: Wenn Reichweite ihren Namen wirklich verdient
30.05.2026

Toyotas elektrisch angetriebenes SUV bZ4X präsentiert sich auch in der Version Touring. Der Einstiegspreis liegt mit Förderung bei 35.990...

DWN
Panorama
Panorama Wie 3D-Drucker aus deutschen Garagen den Ukraine-Krieg beeinflussen
30.05.2026

Kleine Plastikteile aus Deutschland helfen der Ukraine im Krieg gegen Russland. Hinter der Initiative stehen Freiwillige mit 3D-Druckern,...

DWN
Panorama
Panorama Tanken, WM, Shopping: Das ändert sich im Juni
30.05.2026

Der neue Monat bringt gute Nachrichten für Sportfans und schlechte Aussichten für Autofahrer. Welche Änderungen stehen im Juni an?

DWN
Technologie
Technologie KI in der Produktion entscheidet über Deutschlands Industriekraft
30.05.2026

Eine Fabrik von 1961 wird zum Vorbild für die Industrie von morgen. Bei ams OSRAM zeigt sich, dass künstliche Intelligenz nicht nur neue...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Aktien schließen auf Rekordhoch, angeführt von Tech-Werten, während der Nasdaq im Mai 8 Prozent gewinnt
29.05.2026

Künstliche Intelligenz und überraschende diplomatische Wendepunkte beflügeln die Märkte – erfahren Sie, was die Börsen aktuell...