Deutschland

Berliner Spitzenkoch: Insolvenzen werden rieseln wie Nadeln vom Weihnachtsbaum

Der Berliner Spitzenkoch Tim Raue rechnet mit schweren Folgen der verlängerten Corona-Zwangspause. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum“, so der Top-Koch.
07.12.2020 15:43
Aktualisiert: 07.12.2020 15:43
Lesezeit: 1 min
Berliner Spitzenkoch: Insolvenzen werden rieseln wie Nadeln vom Weihnachtsbaum
An der Gedächtniskirche wird ein 22 Meter hoher Weihnachtsbaum aufgestellt. (Foto: dpa) Foto: Kira Hofmann

Der Berliner Spitzenkoch Tim Raue (46) rechnet mit schweren Folgen der verlängerten Corona-Zwangspause. „Dass die Regierung uns Hilfsmaßnahmen ankündigt, klingt gut, aber was wir bekommen werden, wird dem Gewinn der Vorjahre nicht annähernd nahe kommen“, sagte Raue der Deutschen Presse-Agentur. „Verluste und Insolvenzen werden im Januar so reichlich rieseln wie die trockenen Nadeln vom Weihnachtsbaum.“

Als Unternehmer sei die Lage enorm belastend. „Täglich um die Existenz zu kämpfen, ist große Scheiße.“ Mit Blick auf eine mögliche Wiederöffnung sagte Raue: „Wir versuchen so flexibel wie möglich zu handeln, und wenn man es uns erlaubt, werden wir umgehend auf den Restaurantbetrieb zurückstellen.“

Der auch aus dem Fernsehen bekannte Koch betreibt in Kreuzberg mit seiner Geschäftspartnerin Marie-Anne Raue das nach ihm benannte Restaurant. Dieses wurde gerade vom Gastroführer „Gault&Millau“ mit 19,5 Punkten als beste Berliner Adresse gelistet. Als Berater betreut Tim Raue die „Brasserie Colette“ in Berlin, München und Konstanz, die „Villa Kellermann“ in Potsdam und die „Hanami by Tim Raue Restaurants“ auf einigen Schiffen der TUI-Flotte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Großbritannien: Britischer Premierminister Starmer kündigt Rücktritt an
22.06.2026

Der Einzug seines größten Rivalen ins Parlament kostet Premierminister Keir Starmer das Amt. Der Labour-Chef hatte sich schon in den...

DWN
Finanzen
Finanzen Kreditklemme 2026: Wird Finanzierung zum Problem?
22.06.2026

Nicht der abgelehnte Kredit ist das größte Risiko für Deutschlands Mittelstand – sondern der Antrag, der gar nicht mehr gestellt wird....

DWN
Politik
Politik Auf dem Weg zur Volkspartei? Wie es für die Linke weitergeht
22.06.2026

Neues Spitzenduo, alte Streitfragen und viel Wut auf Schwarz-Rot: Die Linke will mit Protesten Millionen bewegen. Kann sie wirklich zur...

DWN
Politik
Politik Russische Zentralbankchefin auf mysteriöse Weise verschwunden
22.06.2026

Die russische Zentralbankchefin Elvira Nabiullina ist seit fast drei Wochen nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten. Nun machen...

DWN
Politik
Politik Kliniksterben: Marienhospital insolvent - Jede zweite Klinik vorm Aus
22.06.2026

Marienhospital in Stuttgart vorm Aus: So könnte es jeder zweiten Klinik im Land ergehen. Was der Chef des Krankenhausverbands zur...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie kaufen? Der Superzyklus steht erst am Anfang
22.06.2026

Der Wert der Rheinmetall-Aktie hat sich seit 2022 bereits vervielfacht. Russlands Krieg gegen die Ukraine, Europas Aufrüstung und...

DWN
Politik
Politik Litauen-Brigade: Verteidigungsminister Pistorius hält Verpflichtungen für möglich
22.06.2026

Für die neue Brigade in Litauen setzt die Bundeswehr auf Freiwillige. Doch weil sich nicht genügend Freiwillige für die Litauen-Brigade...

DWN
Politik
Politik Politikerbeleidigung: Merz hat als Kanzler keine Strafanträge gestellt
22.06.2026

Wie reagiert der Bundeskanzler auf Beleidigungen im Netz? Früher als Oppositionsführer stellte Friedrich Merz diverse Strafanzeigen wegen...