Deutschland

Corona-Tipps: Spahn ist bekennender Gurgler, Merkel empfiehlt Kniebeugen und Klatschen

Lesezeit: 1 min
11.12.2020 12:38  Aktualisiert: 11.12.2020 12:38
Bahnbrechende Corona-Tipps der Bundesregierung: „Jens Spahn empfiehlt das Gurgeln mit in Alkohol gelösten Ölen oder Kochsalz, um die Erregerlast zu minimieren. Spahn ist selbst bekennender Gurgler“, so die „Volksstimme“. Kanzlerin Merkel schwört hingegen auf Klatschen und Kniebeugen, wenn es im Klassenzimmer zu kalt wird.
Corona-Tipps: Spahn ist bekennender Gurgler, Merkel empfiehlt Kniebeugen und Klatschen
Bundeskanzlerin Angela Merkel kommt neben Jens Spahn (CDU, M), Bundesminister für Gesundheit, und Lothar H. Wieler (l), Präsident des Robert Koch-Instituts, zu einer Pressekonferenz zur Entwicklung beim Coronavirus. (Foto: dpa)
Foto: Michael Kappeler

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die Zeitung „Volksstimme“ führt in Bezug auf die Corona-Tipps von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Kanzlerin Angela Merkel aus:

„Der Bundesgesundheitsminister ist im Kampf gegen die Seuche zu Alltagstipps übergegangen. Jens Spahn empfiehlt das Gurgeln mit in Alkohol gelösten Ölen oder Kochsalz, um die Erregerlast zu minimieren. Spahn ist selbst bekennender Gurgler. Auch die Kanzlerin bringt auf dieser Ebene etwas ein: Schüler sollen sich mit Kniebeugen warm halten. Oder in die Hände klatschen. Applaus, Applaus: Dass sich das Niveau der politischen Debatte auf Kniehöhe bewegt und weiter nach unten abgleitet, zeigt die ganze Konfusität innerhalb der Bundesregierung. Wo ist die notwendige Entschlossenheit, wie sie Bayern oder Sachsen zeigen? Bei der Vorbereitung der Massenimpfungen ist davon wenig zu spüren. Spahn appelliert lieber: Die Bürger sollen zu Weihnachten nicht quer durchs Land fahren. Ohne Kontrollen ist das überflüssiges Gerede. Während die einen brav zu Hause vereinsamen, marschieren andere querdenkend herum und brüllen was von Diktatur. Es droht ein unfrohes Fest.“

Merkel hatte Schülern Tipps gegeben, wie sie sich in der Corona-Krise auch in gut durchlüfteten Klassenzimmern warm halten können. „Vielleicht macht man auch mal eine kleine Kniebeuge oder klatscht in die Hände“, sagte Merkel im Interview mit dem Radiosender „Radyo Metropol FM“ (Online). Das solle zwar jeder für sich entscheiden. „Nur wenn einem kalt ist, hilft es ja manchmal.“ Außerdem müssten sich Schüler eventuell etwas Wärmeres zum Anziehen mitbringen.

Die Bundeskanzlerin betonte erneut, wie wichtig das Lüften in Klassenräumen sei, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Luftfilter seien zwar auch gut. Die meisten funktionierten aber auch nur richtig, wenn ausreichend gelüftet werde. „Sonst gibt es die Gefahr, dass man einfach nur die Luft herumwälzt. Davon wird die (Luft) aber noch nicht wieder frisch“, so Merkel weiter.


Mehr zum Thema:  

DWN
Unternehmen
Unternehmen Weniger Administration, mehr Innovation: Digitale bAV-Verwaltung schafft Raum für Neues

Was macht einen Arbeitsplatz attraktiver als andere. Sicherlich mehr als nur das monatliche Gehalt. Langfristiges Denken kann sich für...

DWN
Politik
Politik Nato in Alarmbereitschaft wegen russischer Truppen-Bewegungen in der Ukraine

Die Außenminister der 30 Nato-Staaten treffen sich in Riga, um über Russlands Militärpräsenz an der Grenze zur Ukraine zu beraten. Das...

DWN
Politik
Politik Griechenland verhängt monatliche Geldbußen gegen Ungeimpfte

In Griechenland erhält das Finanzamt die Daten von Menschen, die sich nicht impfen lassen, und treibt dann die fälligen Geldbußen ein.

DWN
Politik
Politik Verfassungsgericht gibt grünes Licht für knallharte Corona-Maßnahmen

Unter hohem Zeitdruck sollen zusätzliche Auflagen und Vorgaben her, um die Corona-Ausbreitung unter Kontrolle zu bringen. So planen es...

DWN
Finanzen
Finanzen Verzerrte Statistik: „Die Inflation könnte derzeit bei 8 bis 10 Prozent liegen“

Im November stieg die Inflationsrate auf ein 29-Jahres-Hoch von mehr als fünf Prozent. Kritische Ökonomen äußern indes Zweifel an den...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Strategiewechsel bei ALDI: Jetzt Schweinefleisch nur noch aus Deutschland

Der Lebensdiscounter ALDI hat bereits im Sommer einen wichtigen Strategiewechsel beim Verkauf von Fleisch gemacht. Jetzt gibt wieder...

DWN
Finanzen
Finanzen Crash-Panik belastet Börsianer, doch Biden meint sinngemäß: „Alles im Lot auf'm Boot!“

Unter Anlegern und Finanzexperten ist das Wort „Panik“ wegen der neuen Corona-Variante in aller Munde. Sie befürchten an den Börsen...

DWN
Politik
Politik Bereitet die Ampel-Koalition insgeheim einen Corona-Soli vor?

Die finanziellen Lasten werden aufgrund der Pandemie und der weltweit verfehlten Geldpolitik der Zentralbanken weiter zunehmen. Auf die...

DWN
Politik
Politik Neue Corona-Theorie: Omikron könnte in HIV-Patient entstanden sein

Experten halten es für möglich, dass sich Omikron bei einem HIV-Infizierten entwickelt hat. Bei schlecht therapierten HIV-Patienten ist...