Deutschland

Bundestag stimmt Haushalt 2021 endgültig zu

Der Bundestag hat den Haushalt für 2021 gebilligt. 361 Abgeordnete votierten am Freitag in namentlicher Abstimmung dafür, 258 dagegen. Das Volumen des Budgets und die Neuverschuldung sind sehr interessant.
11.12.2020 14:44
Lesezeit: 1 min
Bundestag stimmt Haushalt 2021 endgültig zu
Ein Abgeordneter stimmt bei der namentlichen Schlussabstimmung über das Haushaltsgesetz 2021 im Bundestag ab. (Foto: dpa) Foto: Christoph Soeder

Der Bundestag hat den Haushalt für 2021 endgültig gebilligt. 361 Abgeordnete votierten am Freitag in namentlicher Abstimmung dafür, 258 dagegen. Enthaltungen gab es keine.

Am Dienstag hatte der Bundestag bereits mit Kanzlermehrheit erneut die eigentlich im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse außer Kraft gesetzt - mit Blick auf die Coronavirus-Pandemie, die als Notsituation eingestuft wurde. Der Etat ist stark von den Folgen der Corona-Krise geprägt, er umfasst Ausgaben von fast 500 Milliarden Euro. Die Neuverschuldung summiert sich auf knapp 180 Milliarden Euro, die zweithöchste in der Geschichte der Bundesrepublik.

Die bislang höchste Kreditaufnahme war für dieses Jahr mit 218 Milliarden Euro beschlossen worden. Dieser Rahmen wird aber voraussichtlich bei weitem nicht ausgeschöpft. Zuletzt wurde in der großen Koalition von etwa 160 Milliarden Euro ausgegangen. Insofern könnte 2021 am Ende auch die höchste Neuverschuldung der Nachkriegszeit bringen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Trump-Strategie zerlegt Amerikas Macht in Echtzeit
26.05.2026

Donald Trump sendet an China ein Signal, das kaum gefährlicher sein könnte. In der Taiwan-Frage rückt er von jener Abschreckung ab, auf...

DWN
Panorama
Panorama Kinderlose sollen höheren Pflegebeitrag zahlen
26.05.2026

Die Finanzlage der Pflegeversicherung spitzt sich dramatisch zu. Jetzt prüft die Bundesregierung höhere Beiträge für Kinderlose – und...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn der EURIBOR steigt, wird die Mathematik weniger freundlich
26.05.2026

Der EURIBOR steigt wieder und signalisiert, dass die Zeit des billigen Geldes nicht zurückkehrt. Für Immobilienkäufer, Unternehmen und...

DWN
Politik
Politik Baltische Luftraumüberwachung wird zum Testfall für Europas Ostflanke
26.05.2026

Eine Drohne dringt in estnischen Luftraum ein, kurz darauf kündigt Polen Kampfjets für Ämari an. Was wie ein regionales Signal wirkt,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Industrie steigert Umsatz und streicht Stellen
26.05.2026

Die deutsche Industrie meldet erstmals seit fast drei Jahren wieder steigende Umsätze – doch gleichzeitig beschleunigt sich der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft SpaceX-Börsengang könnte die gefährlichste Wette des Jahres werden
26.05.2026

SpaceX soll an die Börse, und die Zahlen wirken gigantisch. Doch hinter der möglichen Rekordbewertung stehen Milliardenverluste, enorme...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Inc.: Europas Tech-Traum droht an Amerika zu zerbrechen
26.05.2026

Europa gründet, forscht und erfindet. Doch wenn aus Ideen Konzerne werden sollen, wandern viele der besten Firmen in Richtung USA. Mit EU...

DWN
Politik
Politik Forschungsstandort Europa 2026: Zwischen Exzellenz und Sparzwang
25.05.2026

Europa forscht stark, doch Kürzungen bei Horizon Europe bedrohen den Anschluss an USA und China. Was das für Talente, Patente und...