Politik

Merkel: „Januar und Februar werden sehr harte Monate“

Bundeskanzlerin Angela Merkel zufolge werden Januar und Februar sehr harte Corona-Monate. Merkel hatte schon einmal mit Prognosen für Aufsehen gesorgt.
15.12.2020 17:12
Aktualisiert: 15.12.2020 17:12
Lesezeit: 1 min
Merkel: „Januar und Februar werden sehr harte Monate“
Bundeskanzlerin Angela Merkel. (Foto: dpa) Foto: Johanna Geron

Bundeskanzlerin Angela Merkel warnt davor, dass Januar und Februar sehr harte Corona-Monate werden. Deutschland gehe "stramm" auf eine Sieben-Tages-Inzidenz von 200 zu, sagt sie nach Informationen von Reuters in der CDU/CSU-Bundestagsfraktionssitzung. "Ich bin beunruhigt", fügt sie demnach hinzu und fordert die Bevölkerung auf, angesichts der am Mittwoch beginnenden Lockdowns nicht nach Ausnahmen von den Beschränkungen zu suchen.

Merkel hatte in der Vergangenheit schon einmal mit einer Prognose für Aufsehen gesorgt. So sagte sie im März der Bild-Zeitung zufolge:

„60 bis 70 Prozent der Menschen in Deutschland werden sich mit dem Coronavirus infizieren“, sagte Kanzlerin Merkel (65, CDU) kurz nach Beginn der Fraktionssitzung. Da herrschte Stille in der Fraktion, berichten Teilnehmer.

Und sie sagte ebenfalls: „Wir stehen bei Corona vor einer Herausforderung, wie wir sie so noch nicht hatten. Es kommt jetzt wirklich auf uns an. (...) Die Hauptlast trägt Jens Spahn. Er macht das ganz toll. Das ist auch Ansporn für die nächste Zeit. Denn die Krise ist natürlich noch nicht vorbei.“

(...)

Gesundheitsminister Jens Spahn bestätigte die Analyse der Kanzlerin. Mit 60 bis 70 Prozent Infizierten müsse gerechnet werden – wenn es nicht vorab gelinge, einen Impfstoff zu entwickeln und zum Einsatz zu bringen. Spahn, dessen Auftritt von Teilnehmern als „souverän, klar und sachlich“ beschrieben wird, habe allerdings darauf hingewiesen, dass 80 Prozent aller Infizierten nahezu ohne Symptome durch die Epidemie kommen würden.

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