Finanzen

Schweizerische Nationalbank erzielt Gewinn von rund 21 Milliarden Franken

Die SNB - de facto der größte Hedgefonds der Welt - hat im Jahr 2020 erneut einen Milliardengewinn erzielt. Die große Mehrheit der Assets in der Bilanz der Notenbank haben sich gut entwickelt.
08.01.2021 10:31
Aktualisiert: 08.01.2021 10:31
Lesezeit: 1 min
Schweizerische Nationalbank erzielt Gewinn von rund 21 Milliarden Franken
Gebäude der SNB in Bern. (Foto: dpa) Foto: Peter Klaunzer

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat im Jahr 2020 erneut einen Milliardengewinn erzielt. Dazu trugen wohl nicht zuletzt hohe Gewinne auf den SNB-Anlagen dank boomender Aktienmärkte bei. Bund und Kantone erhalten nun wie bereits im Vorjahr eine Ausschüttung von insgesamt 4 Milliarden Franken.

Nach provisorischen Berechnungen belief sich der Jahresgewinn auf rund 21 Milliarden Franken, wie die SNB am Freitag mitteilte. 2019 hatte die SNB allerdings noch einen mehr als doppelt so hohen Reingewinn von knapp 49 Milliarden ausgewiesen.

Der Gewinn auf den Fremdwährungspositionen belief sich im vergangenen Jahr auf 13 Milliarden Franken, wie den SNB-Angaben weiter zu entnehmen ist. Zudem profitierte die Nationalbank auf ihrem Goldbestand von einem Bewertungsgewinn von rund 7 Milliarden Franken. Auf den Frankenpositionen resultierte ein Erfolg von "gut 1 Milliarde Franken".

Die SNB wird nun eine Zuweisung an die Rückstellungen für Währungsreserven von 6,3 Milliarden Franken tätigen. Nach Berücksichtigung der vorhandenen Ausschüttungsreserve von 84 Milliarden Franken resultiere ein Bilanzgewinn von rund 98 Milliarden Franken. Das ermögliche eine Dividendenzahlung von 15 Franken pro Aktie, was dem im Gesetz festgelegten maximalen Betrag entspricht, sowie eine Gewinnausschüttung an die öffentliche Hand.

Die Gewinnausschüttung an Bund und Kantone in Höhe von 4 Milliarden Franken setzt sich aus der Ausschüttung gemäß Vereinbarung zwischen Finanzdepartement und SNB aus dem Jahr 2016 sowie einer für die Jahre 2019 und 2020 vereinbarten Zusatzausschüttung zusammen.

Der Gewinn für 2020 kommt nicht überraschend. Für die ersten neun Monate des Jahres hatte die SNB bereits einen Gewinn von 15,1 Milliarden Franken ausgewiesen. Die Ökonomen der UBS hatten im Vorfeld den Jahresgewinn mit 25 Milliarden Franken noch etwas höher geschätzt. Sie verwiesen in ihrer Studie auf die starke Performance der Aktienmärkte gerade im vierten Quartal des vergangenen Jahres.

Der ausführliche Bericht zum Jahresabschluss mit den definitiven Zahlen wird am 1. März, der Geschäftsbericht dann am 22. März 2021 publiziert.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Neue deutsch emiratische Investitionen stärken Dubais Standortrolle

Die Zeiten, in denen eine Firma vor allem am eigenen Standort und nur begrenzt darüber hinaus florieren wollte, sind vorbei. Heute sind...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi-Krise: „In zehn Jahren muss es Volkswagen noch geben“
19.09.2026

China holt Europas Autobauer nicht mehr nur ein. In wichtigen Technologiebereichen ist die Konkurrenz bereits vorbeigezogen. Audi-Chef...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Krypto-Rally an der Wall Street
18.09.2026

Unerwartete Entwicklungen bewegen die US-Märkte und sorgen für Aufsehen unter Anlegern.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Suezkanal: Warum Maersk jetzt die riskante Abkürzung nimmt
18.09.2026

Die Sicherheitslage im Roten Meer verschärft sich, doch ausgerechnet jetzt kehren große Reedereien auf die Route durch den Suezkanal...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Aus einem Hobby wird ein Unternehmen: Sie hatte eine Idee, er musste seinen Job kündigen
18.09.2026

Aurelija Mališauskienė, Gründerin des Unternehmens „Minimali“, begann während ihres Elternurlaubs mit der Herstellung von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkttrend „Boomerang Hiring“ – erst gekündigt, dann zurückgeholt
18.09.2026

Die Wiedereinstellung ehemaliger Arbeitnehmer wird auch in Deutschland zum wachsenden Trend auf dem Arbeitsmarkt: Wie Arbeitgeber mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Benzinpreis aktuell: Warum Tanken trotz billigerem Öl Rekorde bricht
18.09.2026

Rohöl kostet weniger als auf dem Höhepunkt der Energiekrise 2022, der Euro steht stärker zum Dollar. Trotzdem zahlen Autofahrer in...

DWN
Politik
Politik UN-Generalversammlung: Deutschland reist ohne Merz nach New York
18.09.2026

Bundeskanzler Friedrich Merz sagt seine Reise zur UN-Generalversammlung wegen der innenpolitischen Lage ab. Die Bundesregierung betont...

DWN
Politik
Politik CO2-Speicherung unter der Nordsee: Dänemark startet Regelbetrieb
18.09.2026

Dänemark macht bei der unterirdischen Speicherung von Kohlendioxid den nächsten Schritt. Das Projekt „Greensand“ wechselt vom...