Finanzen

Dax: Wirtschaftswachstum in China sorgt für kleine Aufhellung der Stimmung

Das deutsche Leitbarometer stemmt sich gegen die anhaltenden Verluste. Morgen setzen sich Bund und Länder wieder zusammen, um über eine weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen zu beraten.
18.01.2021 11:07
Aktualisiert: 18.01.2021 11:07
Lesezeit: 2 min
Dax: Wirtschaftswachstum in China sorgt für kleine Aufhellung der Stimmung
Für die deutschen Börsen gibt es heute keine Impulse aus den USA, weil die Börsen dort geschlossen haben. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat sich heute Morgen bis 11 Uhr wieder etwas gerappelt. So kämpfte der Dax bei 13.800 Punkten gegen die weiteren Verluste, die er bereits am vergangenen Freitag hat hinnehmen müssen.

Die positiven Impulse kamen heute Nacht MEZ aus China. Denn dort hat die Volkswirtschaft im vergangenen Jahr sogar um 2,3 Prozent zugelegt. Damit war das Reich der Mitte die einzige große Volkswirtschaft der Welt, die im Corona-Jahr 2020 ein Wachstum erzielt hat.

Doch nicht nur das: Die Chinesen übertrafen damit sogar die Erwartungen der Ökonomen – etwas, was in der heutigen Zeit der Pandemie einen sehr großen Seltenheitswert hat.

Darüber hinaus konzentrieren sich die Anleger auf die Autowerte: So hat heute Vormittag Daimler 0,6 Prozent auf 56,58 Euro gewonnen, gefolgt von Volkswagen, das 0,4 Prozent auf 152,48 Euro zulegte. Darüber hinaus verzeichnete BMW ein Plus von 0,1 Prozent auf 69,46 Euro.

Hintergrund: Die Aktie des neuen Mega-Autobauers Stellantis, der über 14 Marken verfügt, wird heute erstmals in Paris und Mailand gehandelt. Die Fusion, die in der Branche vor Aufsehen gesorgt hat, wurde am Samstag offiziell abgeschlossen. Das Unternehmen beschäftigt 400.000 Mitarbeiter, generiert einen Gesamtumsatz im Jahr von 170 Milliarden Euro und liegt weltweit auf dem fünften Platz. Nur VW, Toyota und Renault-Nissan befinden sich noch davor.

Diese positiven Nachrichten haben zum Wochenstart zumindest etwas die Stimmung aufgehellt, die ansonsten sehr gedrückt ist. Morgen setzen sich die Bundeskanzlerin Angela Merkel wieder mit den Länderchefs zusammen, um wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen über eine erneute Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen zu beraten.

Es sieht sehr stark danach aus, dass es morgen noch einmal Verschärfungen für alle gibt – und zwar wieder für die Unternehmen und die Wirtschaft.

Zusätzlich dürften keine positiven Impulse aus den USA zu erwarten sein, weil die Amerikaner heute den Martin-Luther-King-Day feiern, an dem die Finanzplätze geschlossen sind.

Wie gedrückt die Stimmung grundsätzlich in Deutschland ist, wird an der Entwicklung der Börsen am Freitag deutlich: So ist das deutsche das deutsche Leitbarometer mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 13.787 Zählern aus dem Rennen gegangen.

Bis auf zwei Aktien gab es auch nur Verlierer: Die einzigen Papiere, die mit einem Plus den Tag beendeten, waren Beiersdorf (0,4 Prozent auf 92,50 Euro) und Henkel (0,3 Prozent auf 89,56 Euro).

Die Deutsche Bank büßte 3,7 Prozent auf 9,63 Euro ein, während adidas den Tag mit einem Minus von 2,8 Prozent auf 281,80 Euro beendete. Den dritten Platz auf der Liste der Tagesverlierer belegte RWE mit einem Rückgang von 2,7 Prozent auf 37,30 Euro.

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Panorama
Panorama Stromausfall Berlin bis Donnerstag: Linksextremistische Vulkangruppe bekennt sich zum Anschlag
04.01.2026

45 000 Haushalte und 2200 Unternehmen sind plötzlich ohne Strom. Dunkelheit, Kälte, kein Netz: Nach einem Anschlag auf die Berliner...

DWN
Finanzen
Finanzen Generalsanierungen: Bahn will 2026 mehr als 23 Milliarden Euro ins Netz stecken
04.01.2026

Bahn und Bund treiben mit Rekordsummen die Sanierung des Schienennetzes voran. Warum Fahrgäste trotzdem weiter mit Verspätungen und...

DWN
Politik
Politik Ausblick 2026: Mehr Mindestlohn, teureres Deutschlandticket und steuerliche Änderungen
04.01.2026

Im neuen Jahr ändern sich in Deutschland mehrere wichtige Regelungen für Bürgerinnen und Bürger. 2026 steigt der Mindestlohn, das...

DWN
Immobilien
Immobilien Modulhäuser und Tiny Houses in Deutschland: Schnelle, flexible Wege zum Eigenheim
04.01.2026

Modulare Häuser gelten als moderne Alternative zum klassischen Bau, da sie flexibel geplant und schnell errichtet werden können. Sie...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Blase: Warum Investoren trotz Überinvestitionssorgen weiter auf den Markt setzen
04.01.2026

Die globalen Finanzmärkte erleben eine Phase ungewöhnlich hoher Investitionen in künstliche Intelligenz, die sowohl Optimismus als auch...

DWN
Finanzen
Finanzen In Rohstoffe investieren: So sichern Anleger Rendite und Stabilität
04.01.2026

Die Marktunsicherheit stärkt das Interesse an Rohstoffen als stabilisierendem Baustein im Depot. Doch welche dieser Anlagen bieten...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 01: Die wichtigsten Analysen der Woche
04.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 01 des neuen Jahres fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Politik
Politik Staat dämpft bei Strom- und Gaskosten: Wie sich das auswirkt
04.01.2026

Die Strom-Netzentgelte sinken. Das entlastet viele Kunden – aber nicht alle gleichmäßig. Bei Gaskunden macht sich der Wegfall der...