Finanzen

Dax präsentiert sich vor Entscheidung über Anti-Corona-Maßnahmen solide

Das deutsche Leitbarometer ist gerade dabei, die Verluste vom vergangenen Freitag auszugleichen. Heute präsentieren zwei US-Großbanken ihre Ergebnisse.
19.01.2021 11:00
Aktualisiert: 19.01.2021 11:00
Lesezeit: 1 min
Dax präsentiert sich vor Entscheidung über Anti-Corona-Maßnahmen solide
Die deutschen Börse entwickelt sich fest. (Foto: dpa)

Das deutsche Leitbarometer hat bis 11 Uhr 0,3 Prozent auf 13.890 Punkte gewonnen. Und das, obwohl die Anleger heute auf die Entscheidung von Bund und Ländern über die weiteren Anti-Corona-Maßnahmen warten. Es sieht sehr danach aus, dass die derzeitigen Restriktionen wegen der anhaltend hohen Infektionszahlen noch einmal verschärft werden und damit zunehmend die Wirtschaft und die Unternehmen belasten.

Die Investoren freuen sich nach wie vor über die frohe Botschaft auch China, die gestern die Runde gemacht hat. Als einzige große Volkswirtschaft der Welt hat das Reich das Mitte das vergangene Krisenjahr mit einem Plus abgeschlossen, das mit 2,3 Prozent sogar noch unerwartet gut ausgefallen war.

Darüber hinaus sind die Konjunkturdaten, die heute Morgen über den Euroraum veröffentlicht wurden, moderat ausgefallen. Die Statistiken sorgen somit für kaum Bewegung: So ist der Leistungsbilanzüberschuss des europäischen Wirtschaftsraums im November zwar rückläufig gewesen – und zwar um eine Milliarde Euro weniger als noch im Monat zuvor. Unterm Strich notierten die Volkswirte der Europäischen Zentralbank 25 Milliarden Euro in ihren Büchern. Es hätte aber aus der Sicht mancher Börsianer sogar noch schlimmer kommen können.

Ähnlich haben sich auch gestern die Märkte entwickelt: Dabei hat der Dax hat zum Wochenstart 0,4 Prozent auf 13.849 Zähler gewonnen. Die Liste der Aktien, die zulegten, war lang. Zudem waren deren Kursbewegungen ordentlich: Dazu gehörte adidas, das sich 4,8 Prozent auf 295,20 Euro nach vorne schob. Infineon kam mit einem Plus von 2,8 Prozent auf 34,61 Euro auf den zweiten Platz, während Delivery Hero mit einem Zuwachs von 2,4 Prozent auf 130,05 Euro den dritten Rang einnahm.

Darüber hinaus führte Fresenius Medical Care mit einem Verlust von 1,8 Prozent auf 67,54 Euro die Liste der Tagesverlierer an. Danach folgte E.ON mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 8,71 Euro. Die Nummer drei in dieser Tabelle war MTU, das ein Prozent auf 209,80 Euro einbüßte.

Heute könnte es Impulse aus den USA geben – und zwar durch die Vorlage von Quartalszahlen zweier Banken. So werden die Bank of America und Goldman Sachs ihre Ergebnisse für die letzten drei Monate des abgelaufenen Jahres präsentieren. Die Anleger können bei der Bank of America 56 Cent je Aktie erwarten, bei Goldman Sachs dürften es wohl 7,39 Dollar pro Anteilsschein sein.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Jetzt juckt es mich beim Anthropics-IPO in den Fingern
01.11.2026

Als ich vor einem Monat darüber schrieb, warum ich derzeit nicht in Anthropic investieren möchte, waren meine wichtigsten Argumente der...

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...

DWN
Unternehmen
Unternehmen US-Logistikkonzern C.H. Robinson verblüfft mit KI-gestütztem Gewinnsprung: So ist das gelungen!
01.11.2026

28 Prozent weniger Mitarbeiter, über 60 Prozent mehr Produktivität und Frachtangebote in nur 31 Sekunden: Der US-Logistikkonzern C.H....

DWN
Technologie
Technologie Millionen Hackerangriffe wegen PHP-Sicherheitslücke: Wie sicher sind Websites noch und was ist zu tun?
01.11.2026

Millionen Hackerangriffe innerhalb weniger Stunden, abgeschaltete Regierungswebsites und eine PHP-Sicherheitslücke, die seit mehr als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quantum-Systems-Chef in Litauen: Drohnen kann man nicht im Lager anhäufen, Bedrohungen verändern sich
01.11.2026

Quantum Systems baut seine Präsenz in Litauen aus und wird dort die Bundeswehr-Brigade unterstützen. Produktionspläne hängen jedoch von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreise auf Rekordhoch: Warum das Kupfermetall knapp wird
01.11.2026

Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Nach Bewertung der IEA...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Server statt Spielzeug: Playmobil-Werk wird Rechenzentrum
01.11.2026

Die Mutter der bekannten Spielwarenmarke hat die Produktion ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren dabei ihren Arbeitsplatz....

DWN
Immobilien
Immobilien Preisschock am Bau: Neue KI soll explodierende Materialkosten und Baustopps verhindern
01.11.2026

Kriege, Krisen und explodierende Rohstoffpreise bringen die Baubranche zunehmend unter Druck. Bauprojekte werden teurer, Kalkulationen...