Deutschland

Kältewelle: Berliner Elektrobusse fallen an einem Tag 23 Mal aus

In Berlin bleiben die Elektrobusse der Verkehrsbetriebe aufgrund der tiefen Temperaturen vermehrt stehen.
12.02.2021 09:21
Aktualisiert: 12.02.2021 09:21
Lesezeit: 1 min

Wie die Berliner Morgenpost berichtet, fielen alleine am Montag in Berlin Elektrobusse 23 Mal wegen der herrschenden tiefen Temperaturen aus. Dies entspräche aber nur 1,7 Prozent der Elektrobusleistung, versicherte eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe dem Focus. Die Passagiere der liegengebliebenen E-Busse seien von Diesel-Bussen oder anderen Elektrobussen abgeholt worden. Man sei mit dem Hersteller über eine Lösung im Gespräch.

Mit Blick auf die immensen Kosten, welche die hochverschuldete Bundeshauptstadt mit den E-Bussen auf sich nimmt, berichtet der Fokus: „Wie Verbrenner verbrauchen auch Elektrobusse an kalten Tagen mehr Energie, weil auch die Heizung über die Batterie läuft. Die Probleme traten nach BVG-Angaben bei Fahrzeugen auf, die per Stecker auf den Betriebshöfen aufgeladen werden. Keine Schwierigkeiten gibt es demnach mit Modellen, die an Endhaltestellen aufladen. Die Verkehrsgesellschaft BVG will ihre Diesel-Busse nach und nach gegen neue Elektro-Busse austauschen, damit einerseits die Schadstoff-Emissionen sinken und andererseits die CO2-Bilanz des Nahverkehrs verbessert wird. Den Steuerzahler kommt das teuer zu stehen: Nach BVG-Angaben fallen bis zum Jahr 2035 im Verhältnis zu einem Dieselbus-Betrieb Mehrkosten von aktuell 2,94 Milliarden Euro an.“

Schon einmal hatten die Berliner E-Busse für Schlagzeilen gesorgt. Wie die Deutschen Wirtschaftsnachrichten Mitte 2019 berichteten, sind diese nicht nur doppelt so teuer wie Diesel-Busse, sondern im Gegensatz zu diesen auch nur den halben Tag einsatzbereit. Danach müssen sie über mehrere Stunden neu aufgeladen werden – in der Zwischenzeit übernehmen Dieselbusse den Betrieb.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik US-Politikwissenschaftler: Der Schwerpunkt der NATO verlagert sich nach Osten, nur Europa hat das noch nicht begriffen
24.05.2026

Die NATO verändert ihre innere Geografie und Polen rückt ins Zentrum der europäischen Sicherheit. Dahinter steht das Ende eines...

DWN
Panorama
Panorama Elon Musk als Technokönig: Warum Muskismus mehr ist als Tesla und SpaceX
24.05.2026

Elon Musk ist längst mehr als ein Unternehmer. Eine neue Analyse beschreibt Muskismus als Projekt, das Technologie, Macht und...

DWN
Technologie
Technologie Handynutzung: Prepaid-Handys kommen in Deutschland aus der Mode
24.05.2026

Wie viele Minuten waren das? Wer früher bei der Handynutzung sparsam sein wollte, der hielt Telefonate kurz. Prepaid-Karten konnten...

DWN
Politik
Politik Kann Europa Weltmacht werden? Eine Analyse
24.05.2026

Die alte Weltordnung bricht weg, und Europa steht plötzlich allein zwischen den streitenden Machtblöcken. Jetzt entscheidet sich, ob der...

DWN
Technologie
Technologie Rekordabsatz bei Wärmepumpen: Fast jede zweite neue Heizung läuft elektrisch
24.05.2026

Der Markt für neue Heizgeräte erholt sich schneller als erwartet: Im ersten Quartal 2026 stieg der Gesamtabsatz um 16 Prozent....

DWN
Politik
Politik EU-USA-Abkommen: Brüssel bekommt nicht, was es wollte, aber was es braucht
24.05.2026

Bernd Lange, Chef des Ausschusses für den Außenhandel des Europäischen Parlaments, glaubt, dass die EU ein Sicherheitsnetz gegen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Neuer EQT-Vorsitzender Salata: „Mit Geld kommt Verantwortung“
24.05.2026

Der chilenische Milliardär Jean Eric Salata hat nun den Vorsitz bei der schwedischen Private-Equity-Gesellschaft EQT übernommen....

DWN
Politik
Politik Russischer Topökonom: „Putin wird bald begreifen, dass die Zeit nicht auf seiner Seite ist“
24.05.2026

Sergej Guriev, russischer Ökonom im Exil, gilt als einer der weltweit führenden Experten für Russlands Wirtschaft. Im Interview schätzt...