Politik

Ausgangssperren drohen: Lauterbach fordert wegen Corona-Mutanten „strikten Lockdown“

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutanten in Flensburg einen „strikten Lockdown“.
18.02.2021 10:23
Aktualisiert: 18.02.2021 10:23
Lesezeit: 1 min
Ausgangssperren drohen: Lauterbach fordert wegen Corona-Mutanten „strikten Lockdown“
Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte, steht im Garten. (Foto: dpa) Foto: Oliver Berg

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach fordert angesichts der Ausbreitung von Virus-Mutanten in Flensburg einen „strikten Lockdown“. Die schleswig-holsteinische Stadt zeige, was drohe, wenn sich die Mutante B117 ausbreite, twittert er. Laut Robert-Koch-Institut liegt die Sieben-Tage-Inzidenz in der Stadt bei 185. Schleswig-Holsteins Landesregierung hat für Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg deshalb eine nächtliche Ausgangssperre und eine Verschärfung der Kontaktbeschränkungen beschlossen. Lauterbach hält einen strikteren Kurs für ganz Deutschland für nötig, um die Ausbreitung der Mutationen zu unterbinden: „Verhindern kann das nur ein strikter Lockdown bis wir klar unter Zielinzidenz von 35 liegen.“

Südafrikanische Wissenschaftler wollen noch am Donnerstag über eine Studie beraten, wonach der Impfstoff von Biontech und Pfizer möglicherweise weniger gut gegen die südafrikanische Variante wirken könnte. Erst danach werde sich das Gesundheitsministerium zu dem Thema äußern, sagt ein Sprecher. Die Ergebnisse einer Laborstudie deuten darauf hin, dass die Zahl der neutralisierenden Antikörper bei der Virus-Variante um zwei Drittel geringer ausfällt als beim Wildtyp. Pei-Yong Shi, der an der Studie mitgewirkt hat, sagte, er gehe aber dennoch davon aus, dass der Impfstoff gegen schwere Erkrankungen und Todesfälle wirke.

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Russland steigt auf 4,125 Millionen. Allein am Donnerstag meldeten die Behörden 13.447 neue Ansteckungen, 1950 davon in der Hauptstadt Moskau. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit der durch das Virus ausgelösten Erkrankung Covid-19 stieg um 480 auf 81.926. Russland gehört nach Daten der Johns-Hopkins-Universtität zu den Ländern, die besonders stark von der Pandemie betroffen sind.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Der wachsende Trend zu flexiblen Konsumausgaben bei deutschen Verbrauchern

Deutsche Haushalte verändern ihr Ausgabeverhalten grundlegend. Wo früher feste Sparpläne und monatliche Budgets den Alltag bestimmten,...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Rente und Pension im Vergleich: Wie groß die Unterschiede wirklich sind
12.08.2026

Die Renten sind im Schnitt deutlich niedriger als die Beamtenpensionen. Eine neue Auswertung aus dem Bundestag zeigt erhebliche...

DWN
Technologie
Technologie Ifo: Deutsche Unternehmen erwarten sinkende Löhne durch KI
12.08.2026

Die Betriebe gehen sehr viel häufiger von einem Rückgang als von einem Anstieg der Löhne in den kommenden fünf Jahren aus. Welche...

DWN
Finanzen
Finanzen Inflationsschock durch Energiepreise - Leben wird immer teurer
12.08.2026

Nach dem Auslaufen des Tankrabatts hat sich das Leben in Deutschland sprunghaft verteuert. Im Juli kletterte die Inflationsrate auf 2,8...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie stabilisiert sich: Rekordquartal trifft auf gekappte Umsatzprognose
12.08.2026

Rheinmetall wächst rasant und übertrifft im zweiten Quartal die Gewinnerwartungen. An der Börse reicht das bislang nur für eine...

DWN
Politik
Politik Städtetags-Präsident: "Stimmung in den Rathäusern explosiv"
12.08.2026

Die Kommunen stehen finanziell unter Druck. Die Stimmung in den Rathäusern sei noch nie so schlecht gewesen, heißt es vom Städtetag. Er...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Generalsanierung: Bahnchefin Palla stellt die Weichen neu
12.08.2026

Die Generalsanierungen der Bahn sollten das marode Netz retten – doch Verspätungen und neue Probleme setzen den Konzern unter Druck. Nun...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Billigfluggesellschaften stehen vor dem Absturz: Ein Gigant könnte als Einziger übrig bleiben
12.08.2026

Zwei der drei unabhängigen Billigfluggesellschaften Europas hängen in den Seilen, nachdem der Ölpreisschock die Lage zusätzlich...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall-Street-Händler halten sich vor Inflationsbericht zurück
11.08.2026

Welche Impulse jetzt die Kurse bewegen und warum Anleger gespannt auf die neuen Daten blicken