Politik

Die USA werden den Ruhm ihrer Vergangenheit nie wieder zurückerlangen

Einem Bericht zufolge werden die USA auf dem anstehenden G7-Gipfel versuchen, ihre westlichen Verbündeten gegen China und Russland in Stellung zu bringen. Doch Deutschland und Frankreich hätten nicht dieselben Interessen wie die USA. Diese alte US-Taktik sei zum Scheitern verdammt.
18.02.2021 19:33
Aktualisiert: 18.02.2021 19:33
Lesezeit: 2 min
Die USA werden den Ruhm ihrer Vergangenheit nie wieder zurückerlangen
Joe Biden und Kamala Harris wollen die USA zur ultimativen Supermacht formen. (Foto: dpa) Foto: Brian Cahn

Am kommenden Freitag findet das nächste Treffen der G7-Staaten statt. Die chinesische Zeitung „Global Times“, die das Sprachorgan der Kommunistischen Partei Chinas ist, führt in einem Bericht aus, dass die USA Russland und China zwar als Konkurrenten ansieht. Doch der US-Regierung werde es nicht gelingen, eine Koalition innerhalb der G7-Staaten zu bilden, um sie gegen China aufzuwiegeln. In dem Bericht wird darauf hingewiesen, dass ein wichtiger Teil der G7-Staaten aus wirtschaftlichen und politischen Gründen dazu tendiere, mit China zusammenzuarbeiten. Die USA würden sich immer noch auf „ihre kleine Clique“ verlassen. Allerdings werden die USA ihre alten Erfolge nie wieder zurückerlangen. „Die Politik der Biden-Regierung gegenüber China und Russland ist klar - strategischer Wettbewerb, und sie ist zu einem parteiübergreifenden Konsens geworden, der von jeder Regierung aufrechterhalten wird. Die anderen G7-Staaten sind alle westliche US-Verbündete, und die USA wollen die Gelegenheit nutzen, um neue Feinde zu schaffen, um Verbündete zu vereinen“, sagte Li Haidong, Professor am Institut für Internationale Beziehungen der China Foreign Affairs University, gegenüber der „Global Times“.

„Der choreografierte Auftritt beim G7-Treffen spiegelt die Essenz der Demokratischen Partei wider: außen weich und innen hart. Das heißt, wenn es um die Bewältigung der von China gestellten Herausforderungen geht, bedeutet dies tatsächlich, China zu belagern“, so Chen Fengying , ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an den „China Institutes of Contemporary International Relations“. Chen sagt, dass China in Bezug auf den Versuch der USA, eine „kleine NATO“ vom Atlantik bis zum Pazifik aufzubauen, in höchster Alarmbereitschaft bleiben sollte, was Japan und Indien möglicherweise dazu bringen könnte, China in militärischen und fortschrittlichen Technologien unter Druck zu setzen.

China habe die USA als größter Handelspartner der EU abgelöst, was der EU die Gelegenheit bietet, selbstbewusster gegenüber den USA aufzutreten. Die Zeitung deutet an, dass die EU aus diesem Grund ein Interesse an guten Beziehungen mit China haben könnte. „Nicht alle von ihnen sehen China als ,Feind‘ wie Frankreich und Deutschland. Selbst Japan, einer der wichtigsten Verbündeten der USA in Asien, betrachtet China möglicherweise nicht als ,Feind‘. Unter solchen Umständen würden sich nur wenige für eine Seite entscheiden, und ein neuer ,kalter Krieg‘ entspricht nicht ihren Interessen (…) China und Russland sind nicht bereit, sich auf eine ideologische Konfrontation mit dem Westen einzulassen, und beide sind in Bereichen wie Handel, Energie, Klimawandel usw. eng mit dem Westen verflochten, sodass die europäischen Länder den USA nicht vollständig gehorchen und ihre Forderungen nicht vollständig umsetzen wollen“, so Wang Yiwei, Direktor des Instituts für Internationale Angelegenheiten an der Renmin-Universität in China in Peking.

Der stellvertretende Außenminister Russlands, Sergej Ryabkow, warnte am Mittwoch, dass Russland eine „Politik der aktiven Eindämmung“ gegen die USA verfolgen könnte, wenn Washington seinen Druck auf Moskau fortsetzen sollte. „Wenn die US-Politik dieselbe bleibt, (…) bedeutet dies, dass wir eine Politik der aktiven Eindämmung gegen die USA in alle Richtungen verfolgen werden“, sagte Ryabkov gegenüber der staatlichen russischen Nachrichtenagentur RIA.

Die „Global Times“ weisen darauf hin, dass die USA versuchen werden, einen Keil zwischen Russland und China zu treiben. „Die Beziehungen zwischen China und Russland sind heute nicht mehr wie die Beziehungen zwischen China und der Sowjetunion in der Vergangenheit. Die Feindseligkeit und der Druck der USA zwingen China und Russland automatisch dazu, Seite an Seite und Rücken an Rücken zu stehen, was eine Anstiftung der USA unmöglich macht, sagten Experten. In der strategischen Zusammenarbeit zwischen China und Russland gibt es keine Grenzen. Beide Seiten haben dem Westen einige harte Antworten gegeben, als die USA und ihre Verbündeten ihre Interessen verletzten, aber diese Art von angemessener Vergeltung ist ,notwendig, um die vom Westen begangenen Verfehlungen zu korrigieren“, sagte Yang Jin, Experte am Institut für russische, osteuropäische und zentralasiatische Studien der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften.

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