Finanzen

Bargeld-Nutzung in den USA ist während der Pandemie gestiegen

In den USA ist nach Angaben eines Unternehmens für Sicherheitsdienste und Werttransporte die Bargeldnutzung gestiegen.
24.02.2021 14:38
Lesezeit: 1 min

Während die Verkäufe im digitalen Einzelhandel während der Coronavirus-Pandemie stark angestiegen sind, da Privatkunden mehr Zeit online für Geld ausgeben, ist Bargeld laut dem Geschäftsführer des Cash-Management-Unternehmens „Brinks“, Doug Pertz, nach wie vor sehr beliebt. Der Bargeldumlauf soll während der Pandemie sogar gestiegen sein, teilte Pertz dem US-Sender CNBC mit. „Potenzielle Investoren verwirren mit Thesen, wonach das Bargeld sinkt. Aber die Stärke des Bargeldes hat sich nicht verändert, und die Menge an Bargeld, die in der Wirtschaft [verwendet] wird, ist genauso stark“, so Pertz.

Unter Berufung auf Informationen der US-Notenbank Fed ist der Bargeldumlauf im Jahresvergleich um 16 Prozent höher als im mittleren einstelligen Bereich der durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate der letzten drei Jahrzehnte. Darüber hinaus werden 35 Prozent der stationären Einkäufe in den USA weiterhin mit Bargeld getätigt. Brinks gibt an, sechs Prozent mehr Bargeld über sein System verarbeitet zu haben als in den Vorjahren. „Das deutet eindeutig darauf hin, dass Bargeld nicht verschwindet“, meint er.

„Brinks“ übertraf die Schätzungen der Analysten für das Quartal und erzielte einen Umsatz von 1,02 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn je Aktie von 1,64 US-Dollar. Der Umsatz lag um neun Prozent über dem Vorjahresquartal. Es war das beste Wachstumsquartal von Brinks seit 2018.

Der Gesamtjahresumsatz von 3,69 Milliarden US-Dollar wurde durch einen Umsatzrückgang im ersten Halbjahr beeinträchtigt. Brinks sieht jedoch eine Zukunft im Bereich des digitalen Cash-Managements. Etwa ein Drittel der stationären Einzelhandelsgeschäfte wird weiterhin in bar abgewickelt, und „Brinks“ möchte eine integrierte Lösung anbieten, sagt Pertz.

Die Lösung kann Einzelhändlern dabei helfen, physisches Bargeld im Geschäft in digitale Form umzuwandeln, ähnlich wie es Anbieter von digitalem Bargeld für Debit- und Kreditkarten bei Zahlungen tun. „Wir glauben, dass wir diese digitale Cash-Management-Lösung anbieten können (…) Wir sind der Meinung, dass die Lösung wirklich bedeutsam sein kann und es in diesem Bereich für das Cash-Management einen riesigen unerschlossenen Markt gibt“, so Pertz.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Wenn kleine digitale Geschenke mit Miete, Strom und Essen konkurrieren

Die Haushaltskasse leidet nur selten unter diesem Drama. Der Druck baut sich erst langsam auf: durch die Miete, steigende Stromrechnungen,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das Office-Comeback, das niemand wollte, ergibt keinen Sinn
18.04.2026

Unternehmen drängen zurück ins Büro und investieren Milliarden in neue Arbeitswelten. Doch die Realität der Beschäftigten zeigt eine...

DWN
Technologie
Technologie Rasanter Fortschritt in der Medizin: Wie KI Forschung und Therapie verändert
18.04.2026

Künstliche Intelligenz verändert die medizinische Forschung grundlegend und beschleunigt die Entwicklung neuer Therapien in einem bisher...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Frieden sorgt für Kauflaune – US-Märkte feiern wie in den 90ern
17.04.2026

Eine unerwartete Wende auf der Weltbühne lässt die Börsen aufatmen. Erfahren Sie, warum Anleger jetzt in historische Jubelstürme...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Personalabbau in den USA: Warum Massenentlassungen großer Konzerne zunehmen
17.04.2026

In den USA mehren sich die Anzeichen für Massenentlassungen, die zunehmend auch an den Aktienmärkten positiv aufgenommen werden. Zeichnet...

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Neue App gegen KI-Bots: Hilfeforum gutefrage.net setzt auf echte Menschen
17.04.2026

Die KI-Offensive von Google trifft die Plattformökonomie ins Mark – gutefrage.net verliert massiv Reichweite. CEO Nepomuk Seiler kontert...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutschlands Exportmodell: Wachstum bis 2035 spürbar gebremst
17.04.2026

Deutschlands Exportmodell steht vor einem strukturellen Umbruch, da sich globale Handelsströme und Absatzmärkte spürbar verschieben....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bosch-Aktie und Konzernbilanz unter Druck: Erster Verlust seit Finanzkrise
17.04.2026

Der weltweit größte Automobilzulieferer Bosch steht vor einer historischen Herausforderung: Erstmals seit der globalen Finanzkrise vor 17...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 16: Die wichtigsten Analysen der Woche
17.04.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 16 aus dem Jahr 2026 fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...