Politik

Nordspanien: Impfverweigerern drohen bis zu 60.000 Euro Strafe

Die Regionalregierung von Galicien plant, ein Gesetz zu verabschieden, wonach Impfverweigerer in Bezug auf die aktuelle Corona-Impfung und alle künftigen Impfungen mit einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Euro belegt werden sollen.
28.02.2021 20:03
Aktualisiert: 28.02.2021 20:03
Lesezeit: 1 min
Nordspanien: Impfverweigerern drohen bis zu 60.000 Euro Strafe
Eine Krankenschwester injiziert den AstraZeneca-Impfstoff bei einem Patienten in der «Covid Express»-Impfstelle am Krankenhaus Son Dureta. (Foto: dpa) Foto: Clara Margais

Die galicische Regionalregierung im Norden Spaniens will ein Gesetz einführen, wonach diejenigen, die sich weigern, geimpft zu werden – nicht nur gegen Corona, sondern gegen jedes andere zukünftige Virus – mit einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Euro belegt werden sollen, so „Murcia Today“.

Die Gesetzgebung hat nicht die Zustimmung der Zentralregierung in Madrid, die zwar die Förderung der Massenimpfung mit allen Mitteln unterstützt, jedoch der Ansicht ist, dass dieser Vorschlag zur Änderung des Gesundheitsgesetzes die Grundrechte verletzt und den nationalen Vorschriften widerspricht. Diese Meinung wird sowohl von Oppositionsparteien als auch von zahlreichen Anwälten geteilt.

Der ursprüngliche Text, der im vergangenen November der Kammer vorgelegt wurde, deutete darauf hin, dass die Verweigerung der Impfung in der Regel eine „geringfügige Straftat“ darstellt, die mit einer Geldstrafe zwischen 1.000 und 3.000 Euro geahndet wird.

Der neue Text öffnet jedoch die Tür, um die Impfverweigerung als schwerwiegende Straftat einzustufen. Demnach würden Geldstrafen zwischen 3.000 und 60.000 Euro drohen, wenn die Verweigerung der Impfung „ein Risiko oder eine ernsthafte Schädigung der Gesundheit der Bevölkerung darstellen kann“, berichtet „Sur in English“.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Politik
Politik Länderfinanzausgleich: Söder will AfD- und Linke-Ländern Geld streichen
23.10.2026

Mit einer sogenannten "Extremismusklausel" will Bayerns Ministerpräsident Markus Söder mögliche von der AfD oder der Linken geführten...

DWN
Technologie
Technologie Weltweiter Kohlekraft-Ausbau steigt trotz Klimazielen
23.10.2026

Wind- und Solarenergie haben Kohle in vielen Teilen Europas überholt – doch weltweit wächst die Zahl geplanter Kohleprojekte weiter,...

DWN
Immobilien
Immobilien Zinsbindung, Tilgung, Sondertilgung: Die wichtigsten Begriffe der Baufinanzierung erklärt
23.10.2026

Die Hindernisse für den Hauskauf sind höher denn je. Interessierte Käufer müssen gut vorbereitet bei der Bank vorsprechen. Deswegen...

DWN
Immobilien
Immobilien Zins-Bumerang der EZB: Warum der deutsche Wohnungsbau am Boden liegt
23.10.2026

Die Hoffnung auf eine baldige Erholung am deutschen Immobilienmarkt hat im Herbst einen herben Dämpfer erhalten. Während Ökonomen und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Stellenabbau bei Volvo: Autohersteller baut nach Verlust 2.500 Jobs ab
23.10.2026

In China bricht der Umsatz von Volvo nahezu um die Hälfte ein, auch in den USA lief es schwach. Wie der Autobauer auf die Krise reagiert -...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU-Verpackungsverordnung wird zur Kostenfalle: Jetzt muss Brüssel seine eigenen Regeln korrigieren
23.10.2026

Eigentlich sollte die EU-Verpackungsverordnung den europäischen Binnenmarkt vereinheitlichen. Doch für kleine Onlinehändler wurde sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Größter Verkauf russischen Goldes seit der Finanzkrise 1998: Weitere Tonnen verschwinden aus den Tresoren
23.10.2026

Die neuesten Daten der russischen Zentralbank zeigen, dass die Verkäufe aus den Goldreserven seit Jahresbeginn bereits 62 Tonnen erreicht...

DWN
Technologie
Technologie Energieverbrauch: Wann sich eine Wärmepumpe rechnet
23.10.2026

Eine Wärmepumpe kostet beim Kauf mehr als eine Gasheizung – doch mit Förderung kann sich der Aufpreis auszahlen. Der WWF hat...