Politik

Öko-Extremismus? Wissenschaftler bringen Kannibalismus ins Gespräch, um das „Klima zu schützen“

Kannibalismus könnte einigen Wissenschaftlern zufolge als Ergänzung für unsere Lebensmittelversorgung dienen. Dadurch ließe sich das Klima schützen, behaupten sie. Allerdings sollen keine Menschen getötet, sondern bereits Tote verspeist werden.
23.05.2021 21:22
Lesezeit: 1 min

Durch den Klimawandel steht einigen Wissenschaftlern zufolge die weltweite Nahrungsmittelversorgung kurz vor einer Katastrophe, was einige Experten dazu veranlasst, der Menschheit vorzuschlagen, nach Alternativen zu traditionellen Nahrungsquellen zu suchen. Meistens meinen sie Dinge wie pflanzliche Proteine oder Fleisch aus Laboranbau. Andere schlagen sogar vor, Insekten zu essen. Aber ein schwedischer Wissenschaftler hat einen Vorschlag, der sogar Kakerlaken appetitlich klingen lässt: Kannibalismus, so Kristin Houser in einem Beitrag auf „futurism.com“.

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Während des schwedischen Gastro-Gipfels 2019 führte Magnus Söderlund, Professor an der Stockholm School of Economics, einen Vortrag mit dem Titel „Können Sie sich vorstellen, menschliches Fleisch zu essen?“ durch. Söderlund bemerkte, dass der Klimawandel die Menschen dazu zwingen wird, Lebensmittel zu probieren, an die sie derzeit nicht denken würden, darunter Haustiere, Insekten und - vielleicht das tabueste Fleisch von allen - menschliches Fleisch.

Houser kommentiert: „Zum Glück versucht Söderlund nicht, Menschen zu ermutigen, sich gegenseitig zu töten. Er schlägt nur vor, dass wir Fleisch von bereits toten Menschen essen. Yum - Fleisch alter Leute! Der Wissenschaftler bittet andere auch nicht, etwas zu tun, was er selbst nicht tun würde. Als Schwedens TV4 Söderlund fragte, ob er selbst menschliches Fleisch essen würde, antwortete er, dass er ,offen sei, es zumindest zu probieren‘.“

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Der „Business Insider“ berichtet: „Die Idee, Kannibalismus zur Ergänzung unserer Lebensmittelversorgung einzusetzen, ist nicht neu. Im Jahr 2018 fragte sich der Evolutionsbiologe Richard Dawkins, ob es möglich sein würde, Fleisch aus geernteten menschlichen Zellen in einem Labor anzubauen (…) Für Dawkins und Söderlund könnte Kannibalismus eine Möglichkeit sein, sich auf eine Zukunft vorzubereiten, in der die Vorräte an einigen wichtigen Grundnahrungsmitteln ausgelöscht werden. Da klimabedingte Katastrophen wie Überschwemmungen, Dürren und extreme Hitze immer häufiger und extremer werden, wird es für landwirtschaftliche Erzeuger schwieriger sein, Pflanzen anzubauen.“

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