Politik

Masken und Kontaktsperren sollen noch "über Jahre" bleiben

Die Anzeichen verdichten sich, dass es keine Rückkehr zur Normalität geben wird. Eine führende britische Epidemiologin sagt bereits ganz offen, dass Masken und Kontaktsperren noch "über Jahre" bleiben könnten.
24.03.2021 15:00
Lesezeit: 1 min
Masken und Kontaktsperren sollen noch "über Jahre" bleiben
Was viele Kritiker der Corona-Politik seit Langem befürchten, scheint tatsächlich Wirklichkeit zu werden. (Foto: dpa) Foto: Matthias Balk

In Großbritannien ist bereits mehr als die Hälfte der Erwachsenen geimpft. Dennoch müssen die Bürger Maskenpflicht und Kontaktsperren möglicherweise noch für mehrere Jahre einhalten, sagt Mary Ramsay, die Leiterin für Immunisierung beim britischen Gesundheitsministerium. Diese Maßnahmen könnten in Kraft bleiben, bis andere Länder erfolgreiche Impfprogramme ausrollen.

Ramsay zufolge sind Maskenpflicht und soziale Distanzierung von vielen akzeptiert worden, da mit deren Hilfe Lockdowns verhindert werden könnten. "Die Menschen haben sich jetzt an diese weniger strengen Einschränkungen gewöhnt und können damit leben, und die Wirtschaft kann mit diesen weniger strengen Einschränkungen weiterlaufen", zitiert sie die BBC.

"Ich denke, dass es noch einige Jahre dauern wird, bis andere Teile der Welt so gut geimpft sind wie wir und die Zahlen überall gesunken sind, dann können wir allmählich zu einer normaleren Situation zurückkehren", so die Epidemiologin. Einschränkungen dürften nicht zu schnell gelockert werden, denn jedes zirkulierende Virus würde jene treffen, die besonders anfällig sind. "Wir müssen sehr genau hinschauen, bevor irgendwelche dieser Einschränkungen aufgehoben werden."

Auch Sir Patrick Vallance, der leitende wissenschaftliche Berater der britischen Regierung, hat gesagt, dass Gesichtsmasken in bestimmten Situationen notwendig sein könnten, wenn die Zahl der Infektionen im Winter wieder ansteigt, aber dass es möglich sei, dass die Menschen sich auf natürliche Weise so verhalten, dass sie sich sozial distanzieren.

Eine Gruppe von wissenschaftlichen Beratern der Regierung sagte bereits im Februar, dass die Aufrechterhaltung grundlegender Maßnahmen, die die Übertragung reduzieren, noch für einige Zeit notwendig sein wird. Dazu gehören den Experten zufolge die Fortsetzung von Tests und Rückverfolgung, die Selbstisolierung und staatliche Aufforderungen zu "freiwilligen Maßnahmen zur Risikoreduzierung".

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