Technologie

China und Japan testen ihre digitalen Zentralbankwährungen

Die beiden wirtschaftskräftigsten Staaten in Asien treiben die Pilotprojekte mit ihren digitalen Zentralbankwährungen mit Tempo voran. Sie sind deutlich weiter vorangeschritten als die Europäer.
26.03.2021 13:00
Aktualisiert: 26.03.2021 13:21
Lesezeit: 1 min

Von einer Zentralbank ausgegebene digitale Währungen (CBDCs) werden voraussichtlich erstmals in Asien im großen Stil eingeführt. Denn China und Japan treiben ihre entsprechenden Pilotprojekte mit Tempo voran. Am Freitag, den 26. März gab die Bank of Japan die Bildung eines Koordinationsausschusses bekannt, der die bevorstehende Machbarkeitsstudie mit dem privaten Sektor beraten soll.

"Die Bank wird durch diesen Ausschuss Details und Updates zur Machbarkeitsstudie mit dem privaten Sektor und der Regierung austauschen und sich über zukünftige Schritte beraten, um eine reibungslose Implementierung der Machbarkeitsstudie zu ermöglichen", heißt es in der Ankündigung. Die Bank bereite seit Oktober 2020 ein Pilotprojekt mit ihrer Digitalwährung und werde im April offiziell damit beginnen.

Am Dienstag, den 23. März berichtete das chinesische Staatsmedium Sina, dass sechs große staatliche Banken des Landes damit begonnen haben, Wallet-Dienste für den digitalen Renminbi zu testen. Kunden können sich bei den Banken bewerben, um an dem Test teilzunehmen. Wenn sie zur Teilnahme zugelassen werden, erhalten sie digitale Brieftaschen, die mit der App für den digitalen Yuan der Zentralbank verbunden sind.

Die Teilnehmer können ihre digitalen Brieftaschen durch Scannen eines QR-Codes einrichten. Die Wallets sind zunächst mit einem Zahlungslimit von 1.000 Yuan pro Tag versehen, aber die Nutzer können beantragen, dass das Limit in Zukunft erhöht wird. Die Brieftaschen können optional mit bestehenden Bankkarten verknüpft werden, die von den teilnehmenden Instituten ausgegeben werden.

Die sechs teilnehmenden Banken sind die Agricultural Bank of China, die Bank of China, die Bank of Communications, die China Construction Bank, die Postal Savings Bank of China und The Industrial and Commercial Bank of China. Seit Oktober testet China seine digitale Zentralbankwährung auch in den Metropolen Peking, Shenzhen, Suzhou und Chengdu.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Lageroptimierung als Wettbewerbsfaktor im Mittelstand

In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks, globaler Lieferketten und wachsender Kundenerwartungen wird die Effizienz interner Prozesse zu...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Macron stößt EU-Debatte an: Frankreich drängt auf stärkere nukleare Abschreckung
04.03.2026

Frankreich stößt eine Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung an und wirbt bei NATO-Staaten für ein erweitertes...

DWN
Politik
Politik Nachfolge und Machtkämpfe: Wer führt künftig den Iran?
04.03.2026

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei muss das iranische Machtgefüge klären, wer ihm nachfolgt. Doch in Kriegszeiten wird auch die Wahl...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Noch mehr Bürokratie? EU-Kommission will „Made in Europe“ - Vorgabe für öffentliche Aufträge
04.03.2026

Die Europäische Union muss ihre CO2-Emissionen senken und will ihre Industrie erhalten. Ist die Lösung, europäisch zu kaufen? Kritik...

DWN
Finanzen
Finanzen Ernährungsindustrie warnt: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
04.03.2026

Die Folgen des Iran-Kriegs sind für Verbraucher in Deutschland zu spüren - etwa beim Tanken. Ist mit weiteren Auswirkungen zu rechnen?

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Run aufs weiße Gold: Warum Deutschland zum Lithium-Produzenten werden kann
04.03.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für die Zukunftstechnologie. Rohstoffknappheit und der anhaltende KI-Boom...

DWN
Politik
Politik Wirtschaftsministerin Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp
04.03.2026

Der Iran-Krieg lässt Öl-, Benzin- und Gaspreise steigen - doch Energiemangel droht in Deutschland nach Angaben der Wirtschaftsministerin...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsenturbulenzen: Wie Anleger klug reagieren – 5 konkrete Tipps für einen Börsencrash
04.03.2026

Sinkende Kurse, rote Zahlen im Depot und ständig neue Marktmeldungen: In unsicheren Börsenzeiten verlieren viele Anleger schnell die...

DWN
Politik
Politik Nahost-Krieg löst Debatte in Washington aus: Wie die USA den Angriff auf Iran rechtfertigen
04.03.2026

Die USA rechtfertigen den Angriff auf Iran als präventiven Schritt und verweisen auf eine drohende Gefahr für amerikanische Truppen....