Finanzen

Dreimal mehr E-Autos: Deutschland prescht international bei E-Mobilität nach vorne

Die deutsche Autobranche hat zwar 2020 durch die Pandemie gelitten. Doch war die E-Mobilität eine rühmliche Ausnahme.
01.04.2021 16:07
Lesezeit: 1 min
Dreimal mehr E-Autos: Deutschland prescht international bei E-Mobilität nach vorne
Deutschland entwickelt bei der E-Mobilität dynamisch. VW ist ein wichtiger Akteur. (Foto: dpa) Foto: Hauke-Christian Dittrich

Deutschland entwickelt sich im internationalen Vergleich bei der E-Mobilität immer besser: So hat sich die größte europäische Volkswirtschaft auf dem aktuellen Index E-Mobilität im Vergleich zum Vorjahr um einen Rang auf den zweiten Platz nach vorne geschoben. Das Barometer wird vom Dienstleister „fka“ und der Fachberatung Roland Berger jedes Jahr herausgegeben und vergleicht die sieben größten Auto-Länder.

China ist unangefochten die Nummer eins geblieben während die USA vom zweiten auf den vierten Rang abgerutscht sind. Frankreich nimmt nun 2021 den dritten Platz ein. Wesentlich für dieses Vorrücken Deutschlands auf den zweiten Platz war die hohe Zahl der verkauft E-Fahrzeuge, die 2020 den Eigentümer wechselten.

So wurden 400.000 Wagen veräußert, womit sich der Absatz gegenüber dem Vorjahr fast mehr als verdreifachte. Die Stromer haben nun einen Marktanteil von 12,6 Prozent. Damit gehört das Land in Europa zu den führenden E-Autonationen – neben Italien und Norwegen.

Das Barometer bildet unterschiedliche Kategorien wie „der Markt“ ab, wo die Zahl der verkaufen E-Autos bewertet wird. Darüber hinaus gibt es die Technologie, wo die Qualität der Forschung & Entwicklung im Fokus. Aber auch die Industrie spielt eine Rolle, wo es um die Zahl der hergestellten E-Batterien geht.

China ist in allen Segmenten die Nummer eins geblieben. Deutschland musste allerdings im Bereich Forschung & Entwicklung Federn lassen und gab die Pole Position an Südkorea ab: „Die südkoreanischen Hersteller haben ihre Technologie, die sie in ihren bestehenden Modellen verwenden, eher weiter entwickelt, als neue Modelle an den Markt zu bringen“, schreiben die Fachleute in der Studie. „Die südkoreanischen Produzenten bieten ein für ihre Fahrzeuge sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis“, so die Experten.

Doch nicht nur bei der F&E gab es für Deutschland Kritik von den Experten. So kritisierten die Fachleute der Studie, dass im Bereich „Industrie“ die Produktionskapazitäten für die Batterie-Zellen klein sei. Hier lag das Land lediglich auf dem dritten Platz – hinter den USA und China.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Online-Broker-Vergleich: Die besten Aktiendepots für Anleger – Tipps zur Anbieterauswahl

Ein Online-Broker-Vergleich beginnt beim Wertpapierdepot: Ein Depot ist die Eintrittskarte zur Börse, nur mit einem Depot können Anleger...

 

DWN
Finanzen
Finanzen Ölpreis im Aufwärtsmodus: Während KI träumt, verdienen Ölkonzerne Milliarden
26.09.2026

Der Ölpreis steigt rasant und stellt die Weltwirtschaft vor unbequeme Fragen. Teure Energie kann Inflation anheizen, Wachstum bremsen und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Unternehmenskultur: Was Firmen von Netflix wirklich lernen können
26.09.2026

Netflix gilt vielen Unternehmen als Vorbild für Freiheit, Verantwortung und weniger Bürokratie. Doch wer erfolgreiche Managementmodelle...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
26.09.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Volvo überrascht mit neuem Chef aus Deutschland: Eine große Chance für Volvo
26.09.2026

Der Verwaltungsrat von Volvo Cars überrascht erneut mit der Wahl eines Vorstandschefs, diesmal aber mit einem unerwartet starken Namen....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kampf ums Wasser: Die wasserhungrigen Industrien
26.09.2026

Sechs Zentimeter am Rheinpegel Kaub, Lieferprobleme bei BASF, schwächelnde Wasserkraftwerke: Der Dürresommer 2026 macht endgültig klar,...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: Irans Feigenblatt sorgt für grüne Zahlen an der Wall Street
25.09.2026

Ein unerwarteter Wendepunkt im Nahen Osten sorgt für Bewegung an den Märkten – erfahren Sie, welche Aktien jetzt besonders profitieren.

DWN
Finanzen
Finanzen Anthropic-IPO rückt näher, OpenAI bremst: Was passiert mit den Rekord-Börsengängen?
25.09.2026

Was ist über Zeitplan, Bewertungen und Forderungen nach einer langsameren KI-Entwicklung vor den angekündigten Börsengängen bekannt?

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Henkel feiert 150 Jahre: Das sind die größten Herausforderungen
25.09.2026

Mit seinen bekannten Markenprodukten prägt Henkel seit Jahrzehnten den Alltag vieler Kunden. Ein Blick auf wichtige Meilensteine, Krisen...