Finanzen

Erdogan verbietet Zahlungen mit Kryptowährungen, Bitcoin-Kurs fällt um drei Prozent

Lesezeit: 1 min
17.04.2021 16:46  Aktualisiert: 17.04.2021 16:46
Die Türkei hat Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen verboten.
Erdogan verbietet Zahlungen mit Kryptowährungen, Bitcoin-Kurs fällt um drei Prozent
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan kommt am 25.05.2017 in Brüssel (Belgien) zum Treffen der Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Die türkische Zentralbank verbietet Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen. Der Handel mit digitalen Währungen und das Bezahlen damit führe möglicherweise zu „irreparablen“ Schäden, erklärte die Behörde am Freitag. Zuletzt hatten immer mehr Geschäfte in der Türkei Kryptowährungen als Zahlungsmittel akzeptiert. Ein Bitcoin verbilligte sich um rund drei Prozent auf 61.490 Dollar. Der Kurs war in den vergangenen Monaten von einem Rekord zum nächsten gejagt und viele Experten warnen vor einer Blase. Auch Aktien von Firmen, die mit Krytowährungen zu tun haben, kamen unter Druck.

Betroffen von der neuen Regel, die ab Ende April gelten soll, seien direkte und indirekte Zahlungen mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen, schrieb die Zentralbank in ihrem Amtsblatt. Kryptowährungen unterlägen keiner Regulierung und Aufsicht durch eine Notenbank und habe daher hohe Risiken. Die Nutzung des digitalen Gelds könne bei Konsumenten und Händlern zu Verlusten führen. Zudem hat die Zentralbank Sorge, dass durch Cyberdevisen die Türkische Lira weiter unter Druck gerät. Sie hat in den vergangenen Jahren deutlich an Wert verloren.

Vor wenigen Tagen hatte der Autohändler Royal Motors, der Rolls-Royce und Lotus-Wägen in der Türkei vertreibt, Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert. Weltweit sind Apple, Amazon und der Online-Reiseanbieter Expedia schon länger soweit. Auch der Elektroautobauer Tesla nimmt Kryptowährungen beim Bezahlen an.


Mehr zum Thema:  

DWN
Politik
Politik NATO des Ostens? Russland und China sind keine Freunde, sondern Rivalen

Einige Zeitgenossen argumentieren, dass die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit die neue „NATO des Ostens“ ist. Besonders...

DWN
Politik
Politik Investor Daniel Oliver: „Der Goldpreis wird auf 10.000 US-Dollar steigen“

Der Gründer von „Myrmikan Capital“, Daniel Oliver, ist der Ansicht, dass der Goldpreis auf 10.000 US-Dollar steigen wird.

DWN
Politik
Politik Daten zu Pfizer-Impfstoff sollen bis 2076 unter Verschluss bleiben

Die US-Lebensmittelbehörde FDA will die Dokumente, auf denen die Zulassung des Pfizer-Impfstoffs basiert, erst in 55 Jahren öffentlich...

DWN
Finanzen
Finanzen Verzerrte Statistik: „Die Inflation könnte derzeit bei 8 bis 10 Prozent liegen“

Im November stieg die Inflationsrate auf ein 29-Jahres-Hoch von mehr als fünf Prozent. Kritische Ökonomen äußern indes Zweifel an den...

DWN
Weltwirtschaft
Weltwirtschaft Um 21,9 Prozent: Erzeugerpreise in der Euro-Zone steigen im Rekordtempo

Die Produzentenpreise im Euroraum steigen immer rasanter.

DWN
Finanzen
Finanzen Dax kämpft weiter gegen die Turbulenzen beim Kampf gegen Pandemie

Die Richtung der Börsen ist nicht klar. Die Ausbreitung einer neuen Virus-Variante aus dem südlichen Afrika belastet nach wie vor die...

DWN
Politik
Politik Europas „Garagen-Extremisten“ planen chemische und biologische Angriffe

In den vergangenen Monaten haben die europäischen Sicherheitsbehörden Personen festgenommen, die selbstständig biologische und chemische...

DWN
Politik
Politik Bundesweite Razzien wegen Hass-Postings in den sozialen Medien

Die bei der Staatsanwaltschaft Göttingen und dem Landeskriminalamt Niedersachsen eingerichteten Zentralstellen zur Bekämpfung von...