Politik

Schweiz öffnet Restaurants, Kinos und Fitnesscenter

Die eklatanten Unterschiede des Corona-Alltags in europäischen Ländern werden jetzt im Dreiländereck Deutschland - Schweiz - Frankreich auf engstem Raum besonders deutlich
19.04.2021 11:17
Aktualisiert: 19.04.2021 11:17
Lesezeit: 1 min

In der Schweiz dürfen seit Montag Restaurantterrassen, Kinos, Theater und Fitnesscenter unter Auflage von Schutzkonzepten wieder öffnen. Open-Air-Konzerte und Fußballspiele dürfen wieder mit begrenztem Publikum stattfinden. Museen und Geschäfte sind schon länger wieder auf. In der Region Basel-Lörrach-Saint Louis sind die drei Länder praktisch zu einem großen Lebensraum zusammengewachsen, aber hinter den Grenzen ist die Lage völlig anders: In Deutschland und Frankreich liegt das öffentliche Leben weiter praktisch lahm.

Die Schweizer Regierung hatte sich trotz steigender Infektionszahlen zu den Öffnungen entschlossen. «Die Zahlen steigen zwar, aber nicht sehr stark», sagte Gesundheitsminister Alain Berset vergangene Woche. Die Impfungen zeigten Wirkung. Deshalb sei man bereit, «etwas mehr Risiken einzugehen.» Über 14 Tage lag die Inzidenz bei den gemeldeten Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner am 16. April bei 306. Eine Woche früher waren es 298 gewesen. Neuere Zahlen lagen am Montag zunächst nicht vor. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen war seit Anfang April rückläufig. 8,5 Prozent der Einwohner waren vollständig geimpft.

Sowohl in Restaurants als auch bei Veranstaltungen gelten strikte Vorschriften. Auf Terrassen darf nur im Sitzen konsumiert werden, es dürfen nur vier Personen am Tisch sitzen und Masken dürfen nur zum Essen oder Trinken abgenommen werden. Überall muss Abstand gehalten werden. In Kinos, Theatern und Konzerthäusern dürfen höchstens 50 Gäste eingelassen werden. Bei kleineren Räumen darf nur ein Drittel der Sitze genutzt werden. Bei Veranstaltungen im Freien wie Open-Air-Konzerten und Fußballspielen sind 100 Zuschauer erlaubt.

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