Unternehmen

US-Lebensmittelriese Kraft Heinz profitiert von Fertigmahlzeiten-Boom

Der Appetit auf Knabbereien und die Nachfrage nach Fertigmahlzeiten in der Corona-Pandemie haben das Geschäft des US-Lebensmittelriesen Kraft Heinz angekurbelt. Doch auch andere Konzerne profitieren von den Auswirkungen der Pandemie.
29.04.2021 13:52
Aktualisiert: 29.04.2021 13:52
Lesezeit: 1 min

Der Appetit auf Knabbereien und die Nachfrage nach Fertigmahlzeiten in der Corona-Pandemie haben das Geschäft des US-Lebensmittelriesen Kraft Heinz angekurbelt. Der Nettoumsatz stieg im ersten Quartal auf 6,39 Milliarden Dollar nach 6,16 Milliarden im Vorjahr. Analysten hatten mit 6,24 Milliarden gerechnet. Der Gewinn stieg auf 568 Millionen Dollar nach 381 Millionen im Vorjahr.

Die hohe Nachfrage nach Internetdiensten hat dem US-Kabelriesen Comcast in der Corona-Krise bessere Geschäfte beschert. Der Umsatz legte im abgelaufenen Quartal um 2,2 Prozent auf 27,2 Milliarden Dollar zu, wie Comcast mitteilte. Die Erlöse fielen damit höher aus als von Analysten erwartet. Zu dem Plus trugen vor allem die 461.000 neuen Breitband-Kunden bei, aber auch die inzwischen 42 Millionen Abonnenten beim hauseigenen Streamingdienst Peacock, der mit Netflix und Disney+ konkurriert. Angesichts der anhaltenden Corona-Krise stockt das Geschäft mit Kinos, Themenparks und Filmen weiterhin.

Der US-Pharmakonzern Bristol Myers Squibb hat im ersten Quartal die Gewinnerwartungen des Marktes verfehlt, da der Verkauf der margenstarken Krebsmedikamente Revlimid und Opdivo schwächelte. Ohne Einmaleffekte erreichte der Gewinn 3,95 (Vorjahr: 3,96) Milliarden Dollar oder 1,74 (1,72) Dollar je Aktie. Analysten hatten 1,82 Dollar je Aktie geschätzt. Der Umsatz kletterte um drei Prozent auf 11,1 Milliarden Euro. Der Vorstand bekräftigte sein Jahresziel, das einen Gewinn je Aktie von 7,35 bis 7,55 Dollar vorsieht.

Der britisch-niederländische Konsumgüterkonzern Unilever hat in der Corona-Pandemie vom Trend zur Versorgung zu Hause profitiert und im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. "Wir hatten einen guten Start in das Jahr. Wir wachsen schneller als unsere Märkte", erklärte Finanzchef Graeme Pitkethly. Der Umsatz legte im Zeitraum Januar bis März um 5,7 Prozent auf 12,3 Milliarden Dollar zu, während Analysten mit einem Plus von nur 3,9 Prozent gerechnet hatten. Dank der starken Nachfrage in Nordamerika und Europa stiegen die Erlöse allein im Bereich Lebensmittel um 9,8 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen

 

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsenbericht: S&P 500 erreicht Rekordhoch – Aktien steigen wegen Verlängerung der Iran-Waffenruhe und starken Quartalszahlen
22.04.2026

Spannende Entwicklungen an der Wall Street: Erfahren Sie, welche Dynamiken den Markt aktuell beherrschen und warum Investoren jetzt genau...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Wirtschaftswende abgesagt: Deutschland erwartet Mini-Wachstum und halbiert Konjunkturprognose
22.04.2026

Nicht nur die Folgen des Iran-Kriegs bremsen die Konjunktur in Deutschland weiter aus. Die Bundesregierung rechnet nur noch mit einem...

DWN
Politik
Politik Kein Öl mehr aus Kasachstan: Russland stoppt Lieferung nach Deutschland
22.04.2026

Ab kommender Woche wird kein Öl aus Kasachstan mehr durch die Pipeline Druschba nach Deutschland und zur PCK-Raffinerie in Schwedt...

DWN
Politik
Politik Ungarn gibt Ukraine-Blockade auf: EU-Milliarden und neue Sanktionen gegen Russland kommen
22.04.2026

Der Weg für den 90 Milliarden schweren EU-Kredit sowie für weitere Russland-Sanktionen ist frei. Die Hälfte des Geldes soll bereits in...

DWN
Immobilien
Immobilien Bund als Wohnungsbauer? Regierung plant Bundesbaugesellschaft
22.04.2026

Wenn Wohnraum knapp wird, steigen die Preise: In Deutschland fehlen 1,4 Millionen Wohnungen zugleich verteuern sich die Mieten vor allen in...

DWN
Politik
Politik Zwischen Datenschutz und Kontrolle: EU-App zur Altersprüfung im Internet kommt
22.04.2026

Um den Jugendschutz im Internet zu verbessern, hat die EU eine App zur Altersverifizierung entwickelt. Die Lösung, die Ursula von der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Flugstreichungen: Lufthansa streicht 20.000 Flüge bis Oktober
22.04.2026

Die Schließung der Cityline reißt Lücken ins Lufthansa-Netz. Was heißt das konkret für die nächsten Monate und ihre Urlaubspläne?

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Übernahme durch UniCredit: Welche Rolle spielt die Commerzbank-Aktie?
22.04.2026

Im Ringen um die Commerzbank-Übernahme verschärfen sich die Fronten, während UniCredit auf Kontrolle drängt und die mBank für den...