Technologie

US-Forschern gelingt Durchbruch bei Herstellung von Biokraftstoffen

Bislang spielt Biokraftstoff in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. Doch haben jetzt Forscher aus den USA eine ganz wichtige Entdeckung gemacht.
04.05.2021 17:00
Aktualisiert: 04.05.2021 17:00
Lesezeit: 1 min
US-Forschern gelingt Durchbruch bei Herstellung von Biokraftstoffen
Eine Zapfpistole für Bio-Ethanol. (Foto: dpa) Foto: Frank Rumpenhorst

Bislang spielt der Verbrauch von Biokraftstoff in Deutschland nur eine untergeordnete Rolle. So lag im Jahr 2019 der Anteil biogener Kraftstoffe nur bei 4,9 Prozent am Gesamtvolumen von 56,3 Millionen Tonnen.

Doch das könnte sich nun schnell ändern: Denn Forscher der Universität New York haben eine bahnbrechende Entdeckung gemacht. Sie haben ein neues Enzym entdeckt, das einen Durchbruch bei der Herstellung von Biokraftstoffen bedeutet.

Es ist der in der Lage, sogenannte Lignocellulose abzubauen, die grundsätzlich für die Produktion von Biotreibstoff geeignet ist. Sie befindet sich in Weizenstroh und anderen landwirtschaftlichen Abfällen, konnte aber bislang nur sehr schwer daraus synthetisiert werden, weil sie über eine extrem komplizierte Struktur verfügt.

Diese Struktur mit Hilfe des neuen Enzyms aufzuknacken, ist nun den Wissenschaftlern aus den USA gelungen.

"Wir glauben, dass diese Entdeckung wichtig ist, da es ein großes Interesse daran gibt, Lignocellulose als erneuerbare und nachhaltige Ressource für die Produktion von flüssigen Brennstoffen und Chemikalien zu nutzen", sagte Professor Neil Bruce von der Abteilung für Biologie und Direktor des Zentrums für neuartige landwirtschaftliche Produkte (CNAP) an der Universität in New York.

"Obwohl Lignocellulose eine der am häufigsten vorkommenden Formen von gebundenem Kohlenstoff in der Biosphäre ist, konnte sie als Material für die Bioindustrie nicht verwendet werden, weil sie sich aufgrund ihrer Struktur und ihrer Zusammensetzung kaum abbauen ließ", so der Gelehrte. "Dies ist zum Teil auf Lignin - einer Art Stützmaterial für die Pflanze - zurückzuführen, einem komplexen aromatischen Polymer, das die Struktur umhüllt und die Zugänglichkeit für Enzyme blockiert", erklärte Bruce.

Derzeit gibt es noch keine industriellen Verfahren zum Abbau von Lignin. Doch könnte sich dies jetzt mit der Entdeckung der US-Forscher ändern. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass das Enzym, das aus einem Pilz namens Parascedosporium putredinis NO1 stammt, das Lignin durchbrechen kann, um den Abbauprozess zu beginnen, der für die Herstellung von Biokraftstoffen erforderlich ist.

DWN
Politik
Politik Risiken eines Iran-Angriffs: Trump weist Warnungen zurück
24.02.2026

Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran verschärfen sich, widersprüchliche Signale aus Washington sorgen für Unsicherheit. Berichte...

DWN
Politik
Politik Verteidigungsminister Pistorius wirft Trump gefährliche Nähe zu Putin vor
24.02.2026

Vier Jahre nach Beginn des Ukraine-Krieges verschärft sich der Ton zwischen Berlin und Washington. Verteidigungsminister Boris Pistorius...

DWN
Finanzen
Finanzen Novo Nordisk-Aktie fällt weiter: Analysten stufen ab nach Studienflop – wie geht es weiter?
24.02.2026

Die Novo Nordisk-Aktie befindet sich nach enttäuschenden Studiendaten im freien Fall. Analysten senken reihenweise ihre Kursziele, der...

DWN
Finanzen
Finanzen MTU Aero Engines-Aktie: Dividende steigt nach Gewinnsprung
24.02.2026

Die MTU Aero Engines-Aktie reagiert nach überraschend starken Zahlen, Gewinn und Dividende steigen deutlich. Doch wie nachhaltig ist das...

DWN
Finanzen
Finanzen Fresenius Medical Care-Aktie unter Druck: Einführung des neuen Dialysegeräts belastet
24.02.2026

Die Fresenius Medical Care-Aktie steht nach starken Zahlen vor einem Wendepunkt. Während 2025 mit deutlichen Zuwächsen überzeugte,...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nachhaltigkeitsberichterstattung: Droht Investoren ein Datenblindflug?
24.02.2026

Weniger Berichtspflichten, weniger Bürokratie, mehr Entlastung für Unternehmen. Doch ausgerechnet bei der...

DWN
Politik
Politik Ukraine-Krieg: Schäden höher als erwartet – Ukraine-Wiederaufbau kostet 500 Milliarden Euro
24.02.2026

Der Ukraine-Krieg hat gewaltige Zerstörungen hinterlassen – mit Folgen für Wirtschaft, Infrastruktur und Millionen Menschen. Eine neue...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Börsen: US-Aktien fallen aufgrund von Zollentscheidung und KI-Ängsten
23.02.2026

Die US-Aktienmärkte schlossen am Montag im Minus, während Investoren die Auswirkungen der Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zur...