Deutschland

„Unsere Solidarität gilt den jüdischen Gemeinden“: Türkisch-Islamische Gemeinde DITIB verurteilt judenfeindliche Proteste in Deutschland

In einer Mitteilung kritisiert die Türkisch-Islamische Gemeinde DITIB die antisemitischen Proteste in Deutschland: „Unsere Solidarität gilt den jüdischen Gemeinden. Antisemitismus hat wie jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft und keinen Platz in unseren Reihen.“
14.05.2021 15:22
Aktualisiert: 14.05.2021 15:22
Lesezeit: 1 min

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion Hessen (DITIB) kritisiert die antisemitischen Vorfälle im Verlauf der aktuellen Proteste in einer Mitteilung:

„Mit großer Besorgnis beobachtet unsere Landesreligionsgemeinschaft (DITIB), wie die Eskalation des palästinensisch-israelischen Konfliktes missbraucht wird, um das emotional-spirituelle Empfinden der muslimischen Gläubigen in Deutschland zu instrumentalisieren. Denjenigen, die die tragischen Geschehnisse instrumentalisieren, sei gesagt, dass sie sich auf ferne Abwege der prophetischen Tradition verirrt haben. Vor diesem Hintergrund haben wir mit großem Entsetzen von den vermeintlichen Protesten in Düsseldorf, Münster, Bonn und Gelsenkirchen erfahren, die antisemitische, demokratiefeindliche und menschenverachtende Auszüge angenommen haben. JüdInnen in Deutschland; jüdische Symbole & Einrichtungen wie Synagogen wurden/werden zunehmend zur Zielscheibe von antisemitischen Hassübergriffen. Dies ist auf das Schärfste zu verurteilen & darf keineswegs geduldet werden. Unsere Solidarität gilt den jüdischen Gemeinden. Antisemitismus hat wie jegliche gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft und keinen Platz in unseren Reihen. Unser islamisches Menschen- und Gottesbild verpflichtet uns zur Achtung der unveräußerlichen Menschenwürde; zur Achtung der Geschöpfe Gottes unabhängig ihrer religiösen, ethnischen, sprachlichen und kulturellen Identitäten. Als Zeugen der Barmherzigkeit Gottes auf Erden sind wir aufgerufen, Frieden auf Erden und in unserer Gesellschaft zu stiften; uns von hasserfüllten Menschenansammlungen fernzuhalten, die das friedliche Zusammenleben in unserem Land gefährden.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Datenschutz in Casino-Apps und was deutsche Nutzer wirklich erwarten

Spieler schreiben an ihr Online-Casino und verlangen Auskunft darüber, welche Daten über sie gespeichert wurden. Das Casino antwortet...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Mini-Wachstum: Wirtschaftsweise senken erneut Prognose - Abschwung setzt sich fort
27.05.2026

Ein spürbarer Aufschwung der deutschen Wirtschaft ist weiter nicht in Sicht - im Gegenteil: Der Sachverständigenrat erwartet nur noch ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tech-Börsengänge mit Rekordwerten lassen Experten zweifeln
27.05.2026

SpaceX, OpenAI und Anthropic könnten mit ihren Tech-Börsengängen neue Rekordbewertungen erreichen. Experten warnen jedoch vor Hype,...

DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Einführung: Erfolg entscheidet sich im Mindset, nicht im Code
27.05.2026

Bei der Implementierung von KI denken viele zunächst an die technischen und datenschutzrechtlichen Komponenten. Doch der eigentliche...

DWN
Politik
Politik Antragslose Kindergeldauszahlung: Bundesregierung will Familien beim Kindergeld 2027 entlasten
27.05.2026

Die Geburtenrate befindet sich in Deutschland auf einem historischen Tiefstand. Viele können sich Kinder nicht mehr leisten, trotz Eltern-...

DWN
Politik
Politik Rentenreform auch für Beamtenpensionen? Was auf Beamte zukommen könnte
27.05.2026

Brisante Renten-Vorschläge häufen sich. Sollen auch Beamte belastet werden, wenn in Zukunft alle etwas beitragen müssen? Sollen sie...

DWN
Finanzen
Finanzen Aixtron-Aktie: Halbleiterwerte stark - Bofa mit hohem Ziel für Aixtron
27.05.2026

Der Halbleiterboom setzt sich auch in Europa fort: Micron, Infineon und SK Hynix, sind die am aktivsten gehandelten Werte. Auch die Papiere...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Friedensdeal oder Wahlkampfmanöver. Warum die Straße von Hormus zur Gefahr für Trump wird
27.05.2026

Die Straße von Hormus wird zum neuralgischen Punkt der Weltwirtschaft. Trump verspricht eine Lösung, Iran hält zentrale Karten in der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Atemwegserkrankungen: E-Krankschreibung nicht Hauptgrund für hohe Fehlzeiten
27.05.2026

Das DIW sieht die Rekordzahl krankheitsbedingter Fehlzeiten vor allem durch Atemwegserkrankungen und verändertes Verhalten nach der...