Wirtschaft

Corona-Virus, Klima, Digitalisierung: China führt Deutschland und die Welt hinters Licht

China wird an der Atom- und Kohlekraft festhalten. Gleichzeitig fordert Peking die Welt auf, die Klimaziele nicht aus den Augen zu verlieren. Lippenbekenntnisse mit Kalkül. Das Land steigt zum globalen Hegemon auf, während allen voran Deutschland seine wirtschaftlichen Lebensadern Stück für Stück zerschneidet.
21.05.2021 20:03
Lesezeit: 4 min
Corona-Virus, Klima, Digitalisierung: China führt Deutschland und die Welt hinters Licht
Bundeskanzlerin Angela Merkel und der chinesische Staatschef Xi Jinping. (Foto: dpa)

In China ist die Kohleproduktion in den ersten vier Monaten des aktuellen Jahres um elf Prozent gestiegen, berichtet „Caixin“. Im vergangenen Monat teilten die chinesischen Behörden mit, dass China seinen Kohleverbrauch im Jahr 2021 auf unter 56 Prozent des Energieverbrauchs senken will, so der englischsprachige Dienst von „Reuters“. Derzeit liegt dieser bei 56,8 Prozent des Energieverbrauchs. Die Nationale Energiebehörde (NEA) fügte jedoch hinzu, dass der Brennstoff weiterhin eine wichtige Rolle bei der Gewährleistung der Energiesicherheit des Landes spielen würde. „China wird die Rolle der Kohle als Zulieferer (in Bezug auf die Energiesicherheit) stärken“, so die NEA. Damit meint die Behörde, dass sie alte Kohleminen auslaufen lassen werde, um neue große Minen in Betrieb zu nehmen. China ist der weltweit größte Kohleverbraucher. Die NEA plant außerdem, den Stromverbrauch auf 28 Prozent des Energieverbrauchs in China zu erhöhen. Das Produktionsziel für Rohöl liegt 2021 bei 196 Millionen Tonnen und für Erdgas bei 202,5 ​​Milliarden Kubikmetern. Die installierte Leistung für nicht fossile Brennstoffe ist auf rund 1.100 Gigawatt (GW) ausgelegt.

Mehr zum Thema: „Great Reset“: Wie das Weltwirtschaftsforum China seit Jahren hofiert und lobt

Bis 2030 muss China seine Kohlekraftkapazität um mehr als 40 Prozent von derzeit 1.027 GW auf 600 GW oder weniger reduzieren, um die vom Weltklimarat geforderten Einsparungen bei der Kohlekraft zu erreichen, die angeblich erforderlich sind, um die globale Erwärmung deutlich unter 2 ° C zu halten. Auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 hatten sich die 197 vertretenen Staaten darauf geeinigt, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad zu begrenzen. Viele Länder haben sich seither nationale Reduktionsziele gesetzt. Dies erfordert einen nie da gewesenen, radikalen Umbau des Wirtschafts- und Verkehrssystems - weg von Kohle, Öl und Gas, und zwar ab sofort.

In den erstem acht Monaten des Jahres 2019 erhöhte China seine Kapazität jedoch um 42,9 GW, obwohl sich das Land dazu bekannt hatte, die Nutzung der Kohlekraft einzuschränken. Das geht aus einem Bericht von Global Energy Monitor (GEM) hervor. Dabei hatte das Land sich auf der UN-Klimakonferenz in Paris im Jahr 2015 darauf eingelassen, die Kohleproduktion und den Ausbau von Kohleminen zu begrenzen.

China beteiligt sich auch an der Finanzierung eines Viertels aller neuen Kohleprojekte in der übrigen Welt, darunter in Südafrika, Pakistan und Bangladesch. In China befinden sich 121,3 GW Kohlekraftwerkskapazität im Bau. Weitere 26,4 GW an Bauvorhaben wurden zwar ausgesetzt.

Am 21. Mai 2021 teilte der englischsprachige Dienst von „Reuters“ mit: „Pakistans größtes Atomkraftwerk wurde am Freitag eröffnet und erzeugte Strom für das nationale Netz, während das Land versucht, sich von seiner Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu entwöhnen. Die mit chinesischer Unterstützung errichtete Anlage in der südlichen Hafenstadt Karatschi ist Pakistans sechstes Atomkraftwerk und erhöht die Kernenergiekapazität dramatisch. China ist ein enger Verbündeter Pakistans und hat Milliarden in den Energiesektor investiert, hauptsächlich in die Stromerzeugung aus Kohle.“

Deutschland und einige andere EU-Volkswirtschaften treiben in Windeseile den Atom- und Kohleausstieg voran. Doch die Chinesen agieren anders. China verspricht zwar der Welt, dass es die Ziele der Pariser Klimakonferenz unterstütze, doch in der Praxis agiert das Reich der Mitte strikt nach seinen eigenen wirtschaftlichen Interessen. Es besteht die Gefahr, dass Westeuropa gegenüber China seine Wettbewerbsfähigkeit einbüßt, während die Chinesen nicht nur weiter auf die Atom- und Kohlekraft setzen, sondern auch in die Infrastruktur Osteuropas investieren.

Ein und dasselbe Paket: Corona-Virus, Klimadebatte und Digitalisierung

Man könnte geneigt sein, folgende Frage zu stellen: Geht es bei der gesamten Klimadebatte in Wirklichkeit darum, die westlichen Volkswirtschaften derart zu schwächen, dass China als weltweiter Hegemon aufsteigt? Soll China damit ein Wettbewerbsvorteil verschafft werden, der vor allem Europa auf die Knie zwingt?

Wenn diese Dinge zutreffen sollten, würde dies aber auch bedeuten, dass es finanzstarke und mächtige Kreise in Europa und in den USA gibt, die diesen Plan unterstützen. Es müssten jene Kreise sein, die vor allem finanziell von China profitieren. Vielleicht würde es sich anbieten, das Verhältnis zwischen der „City of London“ und Peking anzuschauen. Ein Blick sollte auch darauf geworfen werden, welches Verhältnis die Kommunistische Partei Chinas zu den Mitgliedern des Weltwirtschaftsforums (WEF) hat (BlackRock, Klaus Schwab etc.).

Doch damit nicht genug. Vielleicht gibt es sogar Wissenschaftler, Einflussagenten, NGOs, Mediziner und Mitglieder anderer Berufsgruppen, die Chinas Agenda im Westen vorsätzlich vorantreiben. Während der Corona-Krise wurde deutlich, wie sehr China im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte des Virus regelrecht protegiert wurde – wahrscheinlich auf Kosten von Menschenleben.

Jede kritische Frage nach der Entstehungsgeschichte des Virus wurde in den sozialen Medien und in der europäischen Öffentlichkeit „à la China“ zensiert und als Verschwörungstheorie abgetan. Menschen wurden in nahezu kommunistischer Manier mundtot gemacht und geächtet. Wenn unser Alltag komplett digitalisiert wird, wird es möglich sein, kritische Stimmen „abzustellen“ (kein Zugang mehr zum Bankkonto, keine Reisefreiheit, negative Einträge im digitalen Identitätsausweis, der noch kommen wird, und eine vollständige Entrechtung). Wir steuern auf eine Gesellschaft zu, in der jeder von uns einen QR-Code bekommt, in dem all unsere Infos gespeichert sind. Wenn der abgestellt oder sanktioniert wird, kann der Betroffene beispielsweise auch nicht mehr einkaufen. Diese Corona-Krise hat uns Leben bereits jetzt komplett verändert. Am Ende steht die Einführung eines „Sozialkreditsystems“ zur Verhaltenskontrolle der Menschen – genau wie in China (Mehr HIER). Ob dies schlussendlich gelingt, hängt stark davon ab, wie der Ursprung des Corona-Virus zu bewerten ist. Die Gegner der Wuhan-Theorie reagieren deshalb so hysterisch, weil sie wissen, dass dieses gesamte digitale Menschen-Kontrollprojekt nach dem Vorbild Chinas scheitern würde, wenn die Wuhan-Theorie sich bewahrheiten sollte. Wenn es aber wirklich keine Beweise für die Wuhan-Theorie gibt, warum reagieren dann die Gegner dieser Theorie so verängstigt und hysterisch? Wenn man sich einer Sache sicher ist, reagiert man mit einer besonnenen Ruhe, aber sicherlich nicht mit einer großen Angriffslust und Hysterie.

Die offizielle Geschichte zum Corona-Virus bekommt erste Kratzer. Rochelle Walensky, Direktorin der Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten (CDC), sagte am 19. Mai 2021 bei einer Anhörung im US-Kongress, dass das Corona-Virus durchaus auf ein Laborleck zurückzuführen sei. „Sicherlich ist ein laborbasierter Ursprung eine Möglichkeit“, so Walensky. Doch die meisten Coronaviren würden „im Allgemeinen tierischen Ursprungs“ sein, zitiert „CNBC“ Walensky (HIER).

DWN-Chefredakteur Hauke Rudolph nahm kürzlich all diese Tatsachen zum Anlass, zu analysieren, wie der Westen eine Strategie der Eindämmung „gegen unseren größten Widersacher und Feind der Freiheit“ umsetzen könnte (HIER).

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