Politik

Polen kauft als erstes Nato-Mitglied bewaffnete Drohnen von der Türkei

Polen kauft als erstes Nato-Mitglied bewaffnete Drohnen von der Türkei.
22.05.2021 21:53
Aktualisiert: 22.05.2021 21:53
Lesezeit: 1 min
Polen kauft als erstes Nato-Mitglied bewaffnete Drohnen von der Türkei
Nato-Generalsekretär Stoltenberg gemeinsam mit Erdogan und Duda. (Foto: dpa) Foto: Radek Pietruszka

Polen kauft als erstes Nato-Mitglied bewaffnete Drohnen von der Türkei. Insgesamt gehe es um 24 Flugkörper vom Typ Bayraktar TB2, sagte der polnische Verteidigungsminister Mariusz Blaszczak am Samstag. Sie hätten sich bereits in Kriegseinsätzen bewährt und sollten mit Geschossen zur Panzerabwehr bestückt werden. Der Vertrag solle kommende Woche während eines Besuchs des polnischen Präsidenten Andrzej Duda in der Türkei unterzeichnet werden. Das Land ist ebenfalls Mitglied in dem westlichen Militärbündnis.

Spezial-Bericht zum Thema: Bericht: Türkische Kampf-Drohnen erobern die Welt

Die Türkei ist nach eigenen Angaben inzwischen der weltweit viertgrößte Drohnen-Hersteller. Die unbemannte Bayraktar TB2 des türkischen Militärtechnik-Konzerns Baykar wurde bislang an Aserbaidschan, die Ukraine, Katar und Libyen verkauft. Nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan hat auch Saudi-Arabien Interesse. Erdoğan hat auf Drohnen-Fertigung im eigenen Land gesetzt, um sich unabhängiger von westlichen Waffensystemen zu machen.

Kanada hatte im April Ausfuhr-Genehmigungen für seine Dronen-Technologie in die Türkei gekappt. Zur Begründung hatte es geheißen, sie sei vom Militär Aserbaidschans im Kampf gegen Armenien um die Enklave Bergkarabach eingesetzt worden. Dabei ging es unter anderem um Kamera-Systeme für bewaffnete Baykar-Dronen.

Mehr zum Thema:

Türkei führt mit Drohnen Wende im Libyen-Konflikt herbei

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Midterms in den USA: Trump startet Wahlkampfoffensive
02.10.2026

Gut einen Monat vor den Midterms erhöht Donald Trump das Tempo im Wahlkampf. Der US-Präsident reist durch mehrere Bundesstaaten, setzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Heizölpreis so hoch wie seit 2022 nicht mehr: Was Haushalte jetzt wissen müssen
02.10.2026

Der Heizölpreis ist zum Start der Heizperiode deutlich gestiegen. Viele Haushalte fragen sich deshalb, ob sie ihren Öltank jetzt füllen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Toyota Corolla Cross im Test: Der Hybrid, der an einen Diesel erinnert
02.10.2026

Der Toyota Corolla Cross verbindet Hybridtechnik mit viel Komfort und erstaunlich niedrigem Verbrauch. In der getesteten GR-Sport-Version...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU und China an der Schwelle zum Handelskrieg: Die Schüsse fallen noch nicht, aber die Geschütze sind geladen
02.10.2026

Auch wenn die ersten Schüsse noch nicht gefallen sind, zeichnet sich zwischen der Europäischen Union und China ein Handelskonflikt ab....

DWN
Finanzen
Finanzen Verkehrte Welt: Griechen lehren die Deutschen Reformen, griechische Börse renditestärker als deutsche
02.10.2026

Vor gut einem Jahrzehnt diskutierte Deutschland noch über einen möglichen Euro-Austritt Griechenlands. Heute wächst die griechische...

DWN
Politik
Politik Verlängerte Befristungen für Arbeitsverträge geplant: Platzt der Traum einer Festanstellung?
02.10.2026

Die Koalition will die sachgrundlose Befristung für Arbeitnehmer verlängern. Eine Befristung des Arbeitsvertrages soll bald vier statt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Micron führt Chip-Rallye an, während Wall Street leicht zulegt
01.10.2026

Überraschende Impulse an der Wall Street – Erfahren Sie, welche Kräfte den Markt heute bewegten.

DWN
Politik
Politik Frankreichs Schüler rebellieren: Knapp 2.000 Festnahmen bei Schulprotesten in Frankreich
01.10.2026

Seit Tagen demonstrieren Schüler an Frankreichs Gymnasien gegen kaputte Gebäude, zu wenig Lehrer und angekündigte Sparmaßnahmen in der...