Politik

Kommunistische Propaganda: Der WDR lobt Mao für seinen „Weitblick“

Der WDR hat in einem Beitrag den chinesischen Staatsgründer Mao und den Aufstieg Chinas offen gelobt. Mit welchen Methoden die Kommunistische Partei gegen Oppositionelle, Kritiker und ethnische/religiöse Minderheiten traditionell vorgeht und das Leid von Millionen, blendet der deutsche „de-facto-Staatssender“ komplett aus. Warum?
27.05.2021 21:03
Aktualisiert: 27.05.2021 21:03
Lesezeit: 4 min
Kommunistische Propaganda: Der WDR lobt Mao für seinen „Weitblick“
Die WDR-Sendung „Markt“ am 26. Mai 2021. (Screenshot)

Der WDR hat einen Beitrag über China ausgestrahlt (26. Mai 2021, „Markt“), der Mao und das Kommunistische Regime in den höchsten Tönen für seinen „Aufstieg“ lobt.

Die zuständige WDR-Moderatorin sagt in dem Beitrag: „Auch wenn das natürlich beeindruckend ist. Dieser Aufstieg dieser Nation. Und zwar schon seit Jahrzehnten schwarz auf weiß festgeschrieben. Dieses Buch vom Staatsgründer persönlich.“

Anschließend wird eine Männerstimme abgespielt, die eine Serie von Videoausschnitten über China begleitet. Die Stimme sagt: „Der große Vorsitzende Mao sagte schon 1956: ,Im Jahre 2001 wird China zu einem mächtigen sozialistischen Industrieland geworden sein. So muss es kommen‘. Mao hatte echten Weitblick. Wo westliche Firmen nur von Quartalsbericht bis Jahresabschluss planen, wurde China mit jahrzehntelanger Strategie die größte Volkswirtschaft der Welt.“

Verfolgung von Kritikern und Minderheiten in China

Die „Heritage Foundation“ führt zu Mao aus: „Können Sie den größten Massenmörder des 20. Jahrhunderts nennen? Nein, es war nicht Hitler oder Stalin. Es war Mao Zedong. Laut dem maßgeblichen ,Black Book des Kommunismus‘ starben schätzungsweise 65 Millionen Chinesen an den Folgen von Maos wiederholten, gnadenlosen Versuchen, ein neues ,sozialistisches‘ China zu schaffen. Jeder, der ihm in die Quere kam, wurde beseitigt – durch Hinrichtung, Inhaftierung oder erzwungene Hungersnot.“

Die „Washington Post“ berichtet übereinstimmend, dass allein währen des „Großen Sprungs nach vorn“ mindestens 45 Millionen Menschen gestorben sein sollen, was Mao zum größten Massenmörder der Geschichte macht – noch vor Hitler und Stalin.

Die Kommunistische Partei Chinas (KPC) hält der Bundeszentrale für politische Bildung (BpB) zufolge „an ihrem Machtmonopol fest, lässt keine unabhängigen politischen Kontrollinstanzen oder politische Konkurrenz zu und unterdrückt organisierte oppositionelle Aktivitäten. Es handelt sich bei der VR China deshalb eindeutig um ein nicht liberales, autoritäres Regierungssystem. Unter Partei- und Staatschef Xi Jinping traten seit 2012 restriktive und repressive Herrschaftspraktiken deutlicher zu Tage als unter seinen Vorgängern.“

Doch die chinesische Führung ist nicht nur hart im Umgang mit Oppositionellen, sondern auch mit ethnischen Minderheiten. „Human Rights Watch“ wörtlich: „Die chinesische Regierung begeht Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Uiguren und anderen turkstämmigen Muslimen in der nordwestlichen Region Xinjiang, so Human Rights Watch in einem heute veröffentlichten Bericht. Die chinesische Führung ist verantwortlich für eine weit verbreitete und systematische Politik der Masseninhaftierung, Folter und kulturellen Verfolgung sowie für weitere Vergehen.“

Die Zeitung „Die Tagespost“ berichtet: „Mit der wachsenden Verfolgung von Religionen in Chinawerden sogar die von der Regierung genehmigten und gelenkten protestantischen Kirchen der „Patriotischen Drei-Selbst-Bewegung“ von den kommunistischen Parteibehörden schikaniert. Innerhalb von zwei Wochen seien im Kreis Yugan 48 Kirchen geschlossen worden, berichtete das schweizer Internetportal Livenet. Der Landkreis Yugan liegt in der Provinz Jiangxi und hat mehr als eine Million Einwohner. Yugan zählt den Informationen zufolge rund zehn Prozent Christen. Nach Angaben eines Parteisekretärs im Kreis Yugan hätten Regierungsmitglieder die Maßnahme mit den Worten begründet, „es gibt zu viele Gläubige im Kreis. Wenn so viele Menschen an Gott glauben, wer wird dann auf die Kommunistische Partei hören?“

Frank Dikötters Buch „Maos Großer Hunger: Massenmord und Menschenexperiment in China: Massenmord und Menschenexperiment in China (1958-1962)“ befasst sich mit dem Regime in China.

Alan Posener hatte im Jahr 2014 in einem Beitrag der Zeitung „Die Welt“ gefordert: „Sagt endlich, dass Mao der größte Massenmörder war.“ Ein Zitat Maos über die Hungernot in China spricht Bände: „Wenn es nicht genug zu essen gibt, verhungern die Menschen. Es ist besser, die Hälfte der Menschen sterben zu lassen, damit die andere Hälfte genug zu essen hat.“

Die „FAZ“ meint: „Maos ,Großer Sprung‘ gehört zu den Unfassbarkeiten der Geschichte. Ein Volk wurde gefoltert. Doch in China sind Maos Verbrechen immer noch ein Tabu (und nicht nur dort).“

China hat starke Verbündete in Europa und in den USA

China hat sehr starke Verbündete im Westen. Es sind offenbar dieselben Verbündeten, die seit Beginn der Pandemie mit aller Macht eine Untersuchung im Labor von Wuhan verhindert haben.

Seit Jahren bauen das Weltwirtschaftsforum unter Klaus Schwab und China ihre Beziehungen aus. Das Forum hat eine eindeutig positive Einstellung zu China, das eine Symbiose aus Sozialismus, Kapitalismus, sozialer Kontrolle und Überwachung darstellt. Chinesische Medien meinen, dass das Forum weiterhin Nationen wie China, die sich bemühen, den „gemeinsamen Traum von Weltfrieden, Glück, Gerechtigkeit, Gleichheit und Liebe zu verwirklichen“, stärken werde (Mehr HIER).

Deutschland und China hatten sich im Januar 2021 auf ein geheimes Investitionsabkommen geeinigt, das die Position des Reichs der Mitte in Europa stärken wird. Doch der Schritt Angela Merkels, der mit den Ideen des Weltwirtschaftsforums harmoniert, ist gefährlich. Denn China könnte nach der Pandemie zahlreiche deutsche Firmen zu Spott-Preisen übernehmen. Merkels scheinbare „Liebe“ zur kommunistischen Führung in Peking ist nicht nachvollziehbar (Mehr HIER).

China fordert die Einführung eines globalen QR-Code-Systems, um die grenzüberschreitende Bewegung von Menschen inmitten der Coronavirus-Pandemie zu ermöglichen. Wer mit dem Code nachweisen kann, dass er Gesund ist, dürfe reisen. In zahlreichen Orten Chinas können die Bürger die Gemeinden, Supermärkte und andere Geschäftsstätten nur mit einem Gesundheits-QR-Code betreten oder verlassen (Mehr HIER).

Schlussendlich versuchen die aktuellen Regierungen der westlichen Regierungen, China als Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell zu kopieren. Der„Great Reset“ ist ein sogenanntes Korporatokratie-Projekt, bei dem Macht und Regierung von den Konzernen ausgehen wird: „Steigerung des Wohlstands für die Wenigen, wirtschaftliche Gleichheit unter reduzierten Bedingungen, einschließlich des universellen Grundeinkommens, für den Rest“ (Mehr HIER).

Die Ziele im Rahmen des „Great Reset“ und der Pandemie bedrohen vor allem den deutschen Mittelstand. Über 99 Prozent aller Unternehmen in Deutschland gehören ihm an. Doch auch die deutschen Bürger werden die Auswirkungen dieser Agenda bald hautnah spüren – vor allem in Bezug auf ihr Privateigentum (Mehr HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Finanzen
Finanzen Anleihen: Warum Schulden so teuer sind wie lange nicht
05.09.2026

Die Renditen langfristiger Staatsanleihen großer Volkswirtschaften sind auf Niveaus gestiegen, die teils seit der Finanzkrise nicht mehr...

DWN
Technologie
Technologie Biometrie-Panne: Die gefährlichste Rolle ist der Zwilling
05.09.2026

Manche Dinge sind offenbar selbst für die klügsten Systeme eine zu große Herausforderung. Und dies ist eine Glosse genau über diese...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: US-Aktien schließen im Minus; Trump schießt gegen die Fed
04.09.2026

Spannung an der Wall Street: Was die Märkte jetzt bewegt und warum Anleger aufmerksam bleiben sollten.

DWN
Technologie
Technologie Samsung-Streit: Stadt darf vorerst keine neuen iPads kaufen
04.09.2026

Viele Kommunen setzen bei der Digitalisierung ihrer Schulen auf Tablets von Apple. Doch ein Rechtsstreit mit Samsung zwingt die Stadt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Apple-Aktie: Die vier wichtigsten Herausforderungen für Apples neuen Chef John Ternus
04.09.2026

Und so beginnt es. John Ternus hat Tim Cook offiziell als Vorstandschef von Apple abgelöst. Und was für ein Imperium er erbt.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Neura: Roboter-Attacke aus Schwaben
04.09.2026

Humanoide Roboter verlassen die Labore und sollen bald Fabriken, Krankenhäuser und Haushalte erobern – ein deutsches Unternehmen setzt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft So geht China mit Photovoltaik gegen Kohle vor
04.09.2026

China baut die Solarenergie in einem Tempo aus, das den globalen Energiemarkt verändert. Die installierte Leistung der Solarkraftwerke...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 41: Die Woche im Rückblick – KW 36
04.09.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...