Finanzen

Will die US-Notenbank eine Hyper-Inflation herbeiführen?

Der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, und Joe Biden setzen auf die Hyper-Inflation.
23.07.2021 17:00
Lesezeit: 1 min
Will die US-Notenbank eine Hyper-Inflation herbeiführen?
Jerome Powell, Vorsitzender der US-Notenbank Fed, spricht bei einer Pressekonferenz. (Foto: dpa)

In der vergangenen Woche hatte sich der Chef der US-Notenbank Fed, Jerome Powell, zur Inflation geäußert. Solange sich die Inflation als vorübergehend erweise, verbiete sich eine Reaktion darauf, betonte Powell. Doch wenn sie sich wider Erwarten länger hinziehen sollte, müssten die Risiken weiter bewertet werden - insbesondere mit Blick auf die Inflationserwartungen. Die Fed fördere mit ihrer Geldpolitik die Konjunktur. Dies werde auch „geraume Zeit“ so bleiben, selbst wenn die Notenbank letztlich ihre Anleihenkäufe herunterfahren sollte und selbst nach einer Zinserhöhung. Powell hatte am Vortag im Repräsentantenhaus bekräftigt, dass die hohe Inflationsrate vorübergehend sei und „in den kommenden Monaten“ nachgeben werde. Außerdem sei der Arbeitsmarkt noch „ein ganzes Stück“ von dem Niveau entfernt, ab dem die Zentralbank die geldpolitische Unterstützung für die Wirtschaft zurückfahren werde.

Die geldpolitischen Maßnahmen haben schlussendlich vor allem dazu geführt, dass die Aktienwerte an den Börsen bis ins unermessliche aufgebläht wurden und werden. Die Fed hätte im zweiten Quartal 2021 die Zinsen deutlich anheben müssen, um einen Börsen-Krach mit dem kleinstmöglichen Schaden auszulösen. Je länger die Fed an ihrer expansiven Geldpolitik festhält, um die Märkte mit billigem Geld zu fluten, wird die Gefahr eines großen Börsen-Krachs zu einem späteren Zeitpunkt erhöht.

Der Hinweis von Powell in Bezug auf den Arbeitsmarkt ist nicht nachvollziehbar. Die US-Regierung drängt darauf, die Löhne drastisch zu erhöhen, was jedoch einen weiteren Schub für die Verbraucherpreisinflation darstellen würde. Im selben Zug versorgt die US-Regierung die Haushalte mit direkten Zahlungen, was dieselbe Entwicklung verstärkt.

Alle Zeichen stehen auf Hyper-Inflation.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

 

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nvidia-Aktie: Wie gefährlich ist Nvidias Finanzmaschine?
01.10.2026

Nvidia verdient Milliarden mit dem KI-Boom und steckt immer größere Summen zurück in genau jenes System, das diese Gewinne erzeugt....

DWN
Technologie
Technologie KI-Nutzung: Deutschlands Beschäftigte setzen auf KI – und fürchten um ihre Zukunft
01.10.2026

Deutschland gehört beim Einsatz von KI-Agenten zur weltweiten Spitzengruppe. Die Technologie ist in vielen Büros angekommen und prägt...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Tankrabatt senkt Benzinpreise und Dieselpreise zum Start deutlich
01.10.2026

Sinkende Spritpreise bringen Autofahrern zum Auftakt des Tankrabatts Entlastung. Besonders bei Super E10 zeigen sich vielerorts günstigere...

DWN
Finanzen
Finanzen Teure Autos, teure Reparaturen: Neue Typklassen in der Kfz-Versicherung
01.10.2026

Bei teuren Autos kosten auch die Reparaturen mehr. Das spiegelt sich in den Typklassen wider. Am günstigsten sind historische Kleinwagen,...

DWN
Technologie
Technologie Er war Spitzenmanager bei der NATO, jetzt hat er zehn Milliarden Euro für eine entscheidende Aufgabe bekommen
01.10.2026

Europa besitzt nur einen Bruchteil der weltweiten KI-Rechenleistung und liegt bei führenden Modellen weit hinter den USA und China. Nun...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Wall Street beendet September uneinheitlich
30.09.2026

Ein turbulenter Monat geht zu Ende – erfahren Sie, welche Dynamiken jetzt die Kurse an der Wall Street bestimmen.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Frankreich Staatsverschuldung: Die nächste Gefahr für die Eurozone
30.09.2026

Frankreich galt lange als einer der politischen und wirtschaftlichen Pfeiler der Eurozone. Doch an den Anleihemärkten wächst die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW kündigt Tarifvertrag: Was jetzt auf 100.000 Beschäftigte zukommt – und auf die VW-Aktie
30.09.2026

Volkswagen verschärft seinen Sparkurs und kündigt einen Großteil seiner Haustarifverträge. Nach Angaben der IG Metall sind zehn...