Politik

Trauernde Mutter tötet Kinderschänder, der ihren Sohn missbraucht hatte

In Großbritannien hatte eine alleinstehende Mutter einen Pädophilen mit einem Messer getötet. Er hatte ihren Sohn missbraucht. Dann folgten zwei verstörende Entwicklungen: Zum einen erhielt sie eine Haftstrafe von sieben Jahren. Zum anderen wurde enthüllt, dass Pleasted bereits wegen 24 Sexualdelikten verurteilt wurde. „Ich bereue nicht, was ich getan habe“, so die Mutter.
28.07.2021 18:00
Aktualisiert: 28.07.2021 18:00
Lesezeit: 1 min
Trauernde Mutter tötet Kinderschänder, der ihren Sohn missbraucht hatte
Sarah Sands mit dem Tatmesser. (Foto: Metropolitan Police)

Die alleinerziehende Britin Sarah Sands hat ihren pädophilen Nachbarn Michael Pleasted mit einem Messer ins Jenseits befördert. Die Mutter von fünf Kindern führte den Akt aus Liebe zu ihrem Sohn aus. Der Pädophile Pleasted hatte ihren Sohn sexuell geschändet. „Ich habe getan, was jede Mutter tun würde, weil er das meinem Sohn Bradley, meinem kleinen Jungen, angetan hat“, sagte sie in einem Interview mit der Zeitung „The Sun“.

Doch die britischen Gerichte neigen offenbar dazu, Pädophile indirekt in Schutz zu nehmen. 2015 wurde die Mutter wegen Totschlags für schuldig befunden und zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt – doch die ,unzulässige' Haftstrafe wurde von einem Berufungsgericht auf siebeneinhalb Jahre verlängert. Während ihres Prozesses stellte sich heraus, dass gegen Pleasted 24 Verurteilungen wegen Sexualdelikten vorlagen.

Die „New York Post“ zitiert die Mutter: „Ich hätte nie gedacht, dass ich dazu fähig sein würde. Ich bin nicht stolz darauf, aber zumindest weiß ich, dass er (Pleasted, Anm.d.Red.) niemandem wehtun kann (…) Ich sehe mich nicht als Mörder. Ich bereue nicht, was ich getan habe. Ich war eine Mutter, die unbedingt ihre Kinder beschützen wollte (…) Ich erinnere mich, dass ich ein Messer aufgehoben habe und zu Mick (Michael Pleasted, Anm.d.Red.) gegangen bin. Ich wollte ihn dazu überreden, sich schuldig zu bekennen, damit Bradley(der Sohn der Mutter, Anm.d.Red.) nicht aussagen muss. Mick öffnete die Tür und grinste. Er war großspurig und schroff.“

Und wie sieht die Situation in Deutschland aus? Über Jahrzehnte haben die Berliner Jugendämter Kinder an Pädophile vermittelt. Aus einem Gutachten geht hervor, dass es in Berlin ein institutionell gut vernetztes Pädophilen-Netzwerk geben muss, das bis heute nicht offengelegt wurde. Der Berliner Senat bleibt untätig (HIER).

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Eternal.ag: Kölner Start-up automatisiert die Tomatenernte
29.05.2026

Acht Millionen Euro, ein gescheitertes Vorgängerunternehmen und ein klares Ziel: Renji John will beweisen, dass autonome Roboter den...

DWN
Politik
Politik NATO-Truppenabzug: Europas Sicherheit wird zur Kostenfrage
29.05.2026

Amerika will weniger Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe für Europa bereithalten. Was wie eine technische NATO-Planung klingt, ist ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft VW-Aktie: Nach Whistleblower-Hinweisen – Justiz weist Benachteiligungsklage gegen Volkswagen ab
29.05.2026

Herber Rückschlag für zwei ehemalige VW-Mitarbeiter im Millionenpoker mit ihrem Ex-Arbeitgeber: Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen...

DWN
Politik
Politik Machtwort aus der Regierungszentrale: Kanzleramt bügelt Merz-Debatte ab
29.05.2026

Das Kanzleramt versucht, die aufkommenden Spekulationen über die Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Keim zu ersticken....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gegen den Kurs der Regierung: Mehrheit der Beschäftigten will weniger arbeiten
29.05.2026

Breitseite gegen die schwarz-roten Wirtschaftsreformen: Eine neue DGB-Umfrage zeigt, dass sich 53 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Trotz Energie-Schock: Teuerungswelle in Deutschland flaut im Mai ab
29.05.2026

Die deutsche Wirtschaft stemmt sich gegen die Krisenfolgen: Trotz der durch den Iran-Krieg sprunghaft gestiegenen Kosten für...

DWN
Panorama
Panorama Olympia-Votum an der Elbe: Zitterpartie vor dem wegweisenden Referendum
29.05.2026

Droht Hamburg ein bitteres Olympia-Déjà-vu? Am Sonntag stimmen die Bürgerinnen und Bürger darüber ab, ob sich die Nord-Metropole für...

DWN
Politik
Politik Weichenstellung für Reformen: Geheimgipfel im Kanzleramt gestartet
29.05.2026

Im Kanzleramt haben Spitzen von Regierung, Arbeitgebern und Gewerkschaften erste Gespräche über die geplanten Reformen aufgenommen. Laut...