Wirtschaft

Chip-Knappheit wirft Schatten über Audi-Auslieferungsrekord

Die anhaltenden Engpässe bei wichtigen Halbleitern trüben trotz eines Auslieferungsrekords die Stimmung bei Audi.
30.07.2021 10:55
Aktualisiert: 30.07.2021 10:55
Lesezeit: 1 min

Die anhaltenden Engpässe bei wichtigen Halbleitern trüben trotz eines Auslieferungsrekords die Stimmung bei Audi. Für die kommenden Monate sei mit einer kritischen Versorgungslage bei den wichtigen Bauteilen zu rechnen, teilte die VW-Tochter am Freitag mit. Schon im ersten Halbjahr habe Audi deswegen eine mittlere fünfstellige Zahl von Autos nicht bauen können, sagte Finanzvorstand Jürgen Rittersberger. "Davon werden wir nur einen Teil aufholen können." Kurzarbeit sei auch im August und September möglich. "Die Situation ist volatil, so dass es immer wieder kurzfristig zu Produktionsausfällen kommen kann."

In den ersten sechs Monaten lieferte Audi mit knapp 982.000 Fahrzeugen so viele Autos an die Kunden aus wie nie zuvor. Fast jedes zweite Fahrzeug ging nach China. Der Umsatz schnellte um gut zwei Fünftel auf 29,2 Milliarden Euro nach oben, der Betriebsgewinn verbesserte sich auf 3,1 Milliarden Euro, die Umsatzrendite stieg auf 10,7 Prozent. Audi profitierte dabei auch von positiven Bewertungseffekten vor allem bei der Rohstoffsicherung. Im ersten Halbjahr seien die Preise für wichtige Rohstoffe wie Aluminium, Nickel oder Kupfer zum Teil auf Rekordniveau gestiegen, sagte Ritterberger.

Für das Gesamtjahr rechnet Audi trotz der Chip-Engpässe mit einem deutlichen Plus bei Auslieferungen und Umsatz. Die Umsatzrendite dürfte zwischen sieben und neun Prozent liegen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Politik
Politik Bundeswehr-Beförderungsstopp sorgt für massive Kritik
19.05.2026

Mitten in den Reformplänen der Bundeswehr löst der Bundeswehr-Beförderungsstopp heftige Diskussionen aus. Gerichtsurteile erzwingen...

DWN
Politik
Politik Koalition sucht richtigen Zeitpunkt: Bundestag diskutiert Verzicht auf Diätenerhöhung
19.05.2026

Eigentlich war die nächste Diätenerhöhung bereits fest eingeplant. Doch die wirtschaftliche Lage und harte Sparmaßnahmen verändern die...

DWN
Finanzen
Finanzen VW-Aktie: Anleger blicken auf Stellenabbau beim VW-Entwicklungsdienstleister IAV
19.05.2026

Tausende Arbeitsplätze stehen bei IAV auf dem Spiel, die Stimmung unter den Beschäftigten ist angespannt. Während die IG Metall massive...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Varta-Stellenabbau: Produktion in Nördlingen endet, über 300 Arbeitsplätze fallen weg
19.05.2026

Varta verliert einen entscheidenden Kunden und zieht drastische Konsequenzen. Die Produktion im Werk Nördlingen endet, rund 350...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Schutz für Stahlindustrie: EU verschärft Zollregeln für Stahlimporte
19.05.2026

Europas Stahlhersteller kämpfen seit Jahren gegen günstige Importe aus dem Ausland. Nun zieht die EU die Reißleine und verschärft die...

DWN
Finanzen
Finanzen Cerebras-Aktie: Nvidia-Konkurrent startet mit großem Knall an der Börse
19.05.2026

Vor ein paar Tagen ging in den USA ein Chiphersteller an die Börse, der als einer der heißesten Nvidia-Konkurrenten gilt. Die...

DWN
Politik
Politik Straße von Hormus unter Druck: VAE planen Pipeline als Antwort auf den Iran-Krieg
19.05.2026

Die VAE beschleunigen den Bau einer neuen Ölpipeline, die den Export unabhängiger von der Straße von Hormus machen soll. Für Europa und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Selbstständigkeit unter Druck: Freelancer-Markt kühlt ab – was für Unternehmen juristisch heikel ist
19.05.2026

Der Freelancer-Markt in Deutschland wird spürbar härter: weniger Projekte, mehr Unsicherheit und mehr rechtlicher Druck. Vor allem die...