Technologie

„Hochverrat“: Putin lässt führenden Hyperschall-Forscher Russlands verhaften

In Russland wurde einer der wichtigsten Hyperschall-Forscher unter dem Vorwurf des Hochverrats festgenommen. Er soll Informationen an einen ausländischen Staat weitergegeben haben.
14.08.2021 18:01
Aktualisiert: 14.08.2021 18:01
Lesezeit: 1 min

Der Generaldirektor der in St. Petersburg ansässigen Hypersonic Systems Research Facility, Alexander Kuranov, wurde am vergangenen Donnerstag unter dem Vorwurf des Hochverrats festgenommen, berichtet die „Moscow Times“. Der 73-Jährige ist einer der führenden Spezialisten auf dem Gebiet der Hyperschall-Forschung. Kuranov leitet das Hyperschallfahrzeugprogramm aus der Sowjetzeit, das seit den 1970er Jahren ständig weiterentwickelt wird. Im Detail wird er verdächtigt, einem ausländischen Staatsbürger geheime Informationen über Hyperschalltechnologie-Forschungen weitergegeben zu haben, an denen er lange gearbeitet hatte.

Das Gericht veröffentlichte Aufnahmen von dem Gefangenen, der in einem Trainingsanzug und einem tief übers Gesicht gezogenen Kapuzenpulli zur Anhörung geführt wurde. Er trug eine Gesichtsmaske und sein Gesicht war kaum zu sehen, berichtet die „South China Morning Post“.

Die Nachrichtenagentur „Interfax“ meldet, dass Kuranov sich im Zusammenhang mit seiner Spionagearbeit mit Ausländern getroffen haben soll. „Besonders Interesse an der Ayaks-Technologie zeigten Vertreter der USA und Chinas“, zitiert „Interfax“ eine anonyme Quelle, die in die Untersuchungen gegen Kuranov involviert ist.

Der russischen Zeitung „Rossiiskaya Gazeta“ zufolge soll Kuranov „enge Beziehungen zu amerikanischen Kollegen unterhält“ und „Aufträge aus vielen Ländern der Welt bearbeitet“.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Dow schließt deutlich höher, während sich die Wall Street erholttitle
15.10.2026

Erfahren Sie, welche überraschenden Faktoren und Einzelwerte die jüngste Erholung an den US-Börsen angetrieben haben.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gewerbesteuer auf Rekordhoch: Warum Kommunen trotzdem Milliarden fehlen
15.10.2026

Deutschlands Gemeinden haben 2025 so viel Gewerbesteuer eingenommen wie nie zuvor. Allerdings stiegen die Einnahmen nur geringfügig, die...

DWN
Finanzen
Finanzen Bank-Aktien: US-Banken überraschen mit Zahlen, Dimon warnt vor wachsenden Risiken
15.10.2026

Während Goldman Sachs und Citigroup mit ihren jüngsten Quartalszahlen die Gewinnerwartungen der Analysten übertroffen haben, blieb...

DWN
Technologie
Technologie Solar-Aufschlag ab 2029: Drohen Mehrkosten für Photovoltaik-Besitzer – was hinter dem Prosumer-Aufschlag steckt
15.10.2026

Solaranlagen auf dem Dach könnten ab 2029 einen höheren Grundpreis für die Stromnetznutzung auslösen. Elf Verbände fordern, den...

DWN
Politik
Politik Berlin-Sondierungen gehen weiter: Linke, SPD und Grüne einigen sich auf zentrale Grundsätze
15.10.2026

Nach tagelangem Streit setzen Linke, SPD und Grüne in Berlin ihre Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung fort. Beim Umgang mit...

DWN
Finanzen
Finanzen Goldpreis-Prognose: Einer der größten Käufer beginnt zu verkaufen
15.10.2026

Jahrelang kauften Zentralbanken Gold in außergewöhnlichem Umfang. Nun schlägt mit Kasachstan einer der größten Käufer einen anderen...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie überspringt die 1.000-Euro-Marke: Ist das die Trendwende?
15.10.2026

Nach deutlichen Kursgewinnen am Mittwoch setzt die Rheinmetall-Aktie ihre Erholung am Donnerstag fort. Eine frühe Xetra-Notierung liegt...

DWN
Finanzen
Finanzen Kospi-Crash: Warum Südkoreas Chipaktien die Börsen erschüttern – was jetzt wichtig ist
15.10.2026

Der südkoreanische Leitindex Kospi rutschte am Donnerstag zeitweise rund acht Prozent ab. Besonders stark traf es die Samsung...