Panorama

Auf Mallorca darf wieder gefeiert werden

Das Nachtleben auf Mallorca nimmt langsam wieder Fahrt auf. Doch Trinkgelage auf offener Straße sind weiter tabu.
07.09.2021 16:35
Lesezeit: 1 min

Das Nachtleben auf Mallorca nimmt langsam wieder Fahrt auf. Seit Dienstag 0.00 Uhr ist das nächtliche Versammlungsverbot aufgehoben. «Endlich», sagt die Ballermann-Sängerin Isabel Buder-Gülck und hofft, dass man auf der Insel nun bald auch wieder in Diskotheken, Clubs und Bars tanzen darf.

Um Urlauber und partywütige Einheimische von Trinkgelagen abzuhalten, hatte die Balearen-Regierung Ende Juli beschlossen, dass sich nachts sowohl auf der Straße als auch in Privaträumen nur noch Leute treffen dürfen, die sowieso zusammen wohnen. Zuletzt galt die Maßnahme von 2.00 Uhr bis 6.00 Uhr. «Das war meiner Meinung nach viel zu radikal», sagt Buder-Gülck.

Die Lockerungen bedeuten aber nicht, dass Partys auf Mallorca nun schon uneingeschränkt möglich wären. Die Tanzflächen in Bars, Diskotheken und Clubs sind weiter geschlossen. In den Lokalen wird pingelig darauf geachtet, dass die Gäste auch ja sitzen bleiben und sich an die Vorschriften halten. Am Ballermann gelten auch weiterhin die Benimmregeln, die schon vor Corona eingeführt wurden. Sprich: Trinkgelage auf offener Straße sind tabu. Aber tanzen im Freien ist nicht ausdrücklich verboten.

Frank Feuser aus Nordrhein-Westfalen ist ganz froh, dass das Nachtleben noch etwas gebremst ist. «Grundsätzlich gilt für mich "weniger ist mehr". Die Playa ist definitiv erträglicher», sagte er der Deutschen Presse-Agentur. So empfindet das auch Brigitte Brock, ebenfalls aus Nordrhein-Westfalen. «Es ist alles partyentschleunigt. Es gefällt uns hier an der Playa sehr gut», sagte sie.

Buder-Gülck sieht das etwas anders. «Der nächste Schritt muss sein, dass Clubs und die großen Biergarten wieder öffnen können. Ich erlebe es in Deutschland, wie gut es mit 2G- oder 3G-Bestimmungen funktioniert. Egal ob Open Air oder in Diskotheken: Deutschland feiert wieder», sagt die Sängerin. «In den Lokalen sind die Menschen immer noch besser zu kontrollieren als auf den Straßen.»

Die Lockerung der Maßnahmen war wegen der abflachenden Corona-Kurve möglich. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf Mallorca liegt Stand Montag nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums bei knapp 75, niedriger als in Deutschland.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Finanzen
Finanzen 21 Millionen Rentner: Gesetzliche Rente steigt 2027 um mehr als vier Prozent?
03.11.2026

Eine Erhöhung von mehr als vier Prozent steht voraussichtlich für Deutschlands Rentner an. Von 2028 an müssen sich Arbeitnehmer und...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schaeffler-Aktie rutscht ab: Werke und Jobs werden Opfer der Sparmaßnahmen
03.11.2026

Die Krise in der deutschen Industrie setzt sich fort: Der fränkische Autozulieferer Schaeffler will vier deutsche Standorte schließen und...

DWN
Politik
Politik Analyse: Trumps Korruption und Kleptokratie haben ihn eingeholt
03.11.2026

Kurz vor den Zwischenwahlen rückt ein Thema überraschend an die Spitze der Sorgen amerikanischer Wähler: Korruption. Donald Trumps...

DWN
Finanzen
Finanzen Nationale Reserven: Goldkäufe der Notenbanken steigen deutlich
03.11.2026

Notenbanken haben ihre Goldkäufe im dritten Quartal deutlich ausgeweitet, während Anleger weniger Barren und Münzen kauften. Welche...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Lebensmittelhersteller Völpel insolvent: Hohe Energiekosten belasten Familienunternehmen
03.11.2026

Die Völpel GmbH aus Königsmoos in Bayern ist auf die Herstellung von Trockenkräutern, Tees, Trockengemüse und Kräutersalz...

DWN
Politik
Politik Ehemaliger US-Diplomat: Trumps Regierung wird von persönlichen Interessen angetrieben
03.11.2026

Der frühere US-Diplomat George Kent erwartet auch nach den Zwischenwahlen keinen Kurswechsel von Donald Trump. Er wirft der Regierung vor,...

DWN
Technologie
Technologie Energiefresser Rechenzentren: KI-Boom lässt Strombedarf drastisch steigen
03.11.2026

Schon 2026 verbrauchen deutsche Rechenzentren so viel Strom wie rund 6,5 Millionen Haushalte. Bis 2035 könnte der Bedarf nochmals stark...

DWN
Finanzen
Finanzen Soll ich mein Geld in ein Auto ohne Fahrer stecken?
03.11.2026

Die Uber-Aktie ist in diesem Jahr deutlich gefallen. Das Unternehmen läuft operativ gut, doch seine Zukunft wird davon abhängen, wie es...