Politik

Gegen Biden: Texas verbietet Impfpflicht

Der US-Bundesstaat Texas hat verpflichtende Impfungen in allen Bereichen verboten - und damit eine Impf-Direktive der in Washington herrschenden Demokraten neutralisiert.
12.10.2021 17:00
Aktualisiert: 12.10.2021 17:21
Lesezeit: 1 min
Gegen Biden: Texas verbietet Impfpflicht
Greg Abbott, Gouverneur von Texas. (Foto: dpa) Foto: Larry W. Smith

Der Gouverneur von Texas, Greg Abbott, hat am Montag eine Durchführungsverordnung erlassen, die verpflichtende Impfungen durch alle Unternehmen, einschließlich privater Arbeitgeber, im gesamten Bundesstaat verbietet.

„Der COVID-19-Impfstoff ist sicher, wirksam und unsere beste Verteidigung gegen das Virus, sollte jedoch freiwillig bleiben und niemals erzwungen werden“, sagte Abbott in einer Erklärung bei Erteilung der Anordnung.

In der Durchführungsverordnung heißt es: „Kein Unternehmen in Texas kann den Erhalt eines COVID-19-Impfstoffs durch eine Person, einschließlich eines Mitarbeiters oder eines Verbrauchers, erzwingen, die einer solchen Impfung aus irgendeinem Grund des persönlichen Gewissens aufgrund einer religiösen Überzeugung widerspricht, oder aus medizinischen Gründen, einschließlich einer vorherigen Genesung von COVID-19.“

„Hiermit setze ich alle relevanten Gesetze aus, soweit dies zur Durchsetzung dieses Verbots erforderlich ist“, schrieb Abbott in der Anordnung.

Damit reagiert Abbott auf eine von Präsident Joe Biden erlassene Direktive, welche jedes Unternehmen mit einer Mitarbeiterzahl über 100 dazu verpflichtet zu kontrollieren, dass Mitarbeiter geimpft oder regelmäßig getestet sind. Kommen Firmen dem nicht nach, hagelt es beträchtliche Geldstrafen von 13.600 Dollar je Fall.

Zug nach Süden

Die liberalere Coronapolitik in vielen Südstaaten der USA ist ein Hauptgrund dafür, warum zehntausende Amerikaner und zahlreiche Firmen seit Ausbruch der Pandemie in den Süden des Landes gezogen sind. Zuletzt hatte der Autobauer Tesla den Umzug seines Hauptquartiers von Kalifornien nach Texas bekanntgegeben.

Texas weist darüber hinaus eine geringere Steuerquote für Unternehmen auf als viele andere Bundesstaaten. In einer Twitter-Meldung schrieb Abbott vor Kurzem: „Warum so viele Leute von Kalifornien nach Texas ziehen? Es ist ganz einfach: Keine staatlichen Einkommenssteuern, die beste Arbeiterschaft im ganzen Land, unangetastete Freiheit und Unternehmergeist.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
X
DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Gesundheitsreform geplant: Arbeitgeber und Gutverdiener vor Mehrkosten
30.04.2026

Die Gesundheitsreform soll die gesetzliche Krankenversicherung stabilisieren und verlagert die Lasten stärker auf Gutverdiener,...

DWN
Politik
Politik Deutschland rüstet auf: Merz setzt auf europäische Führungsrolle
30.04.2026

Deutschland erhöht seine Verteidigungsausgaben massiv und stellt damit die Machtbalance in Europas Sicherheitspolitik neu zur Disposition....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Preisschock vor der Entlastung: Historischer Sprung an den Zapfsäulen
30.04.2026

Eigentlich sollten Autofahrer ab Mitternacht durch den neuen Tankrabatt aufatmen können – doch kurz vor dem Start der Steuersenkung...

DWN
Immobilien
Immobilien Warnsignal für den Immobilienstandort: Justiz-Debakel um Bauruine belastet Investitionsklima
30.04.2026

Der Fall des Fellbacher „Schwabenlandtowers“ entwickelt sich von einem lokalen Bau-Skandal zu einem besorgniserregenden Lehrstück für...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Teuerung in der Eurozone: Iran-Krieg treibt Inflationsrate auf 3,0 Prozent
30.04.2026

Der Ölpreisschub infolge des Iran-Krieges hat die Inflation im Euroraum im April massiv angeheizt. Nach ersten Schätzungen des...

DWN
Finanzen
Finanzen EZB-Zinsentscheid: Leitzinsen der Eurozone bleiben unverändert - wann kommt die Zinswende?
30.04.2026

Steigende Energiepreise, unsichere Märkte und eine fragile Wirtschaft setzen die EZB unter Zugzwang. Noch bleiben die Leitzinsen für die...

DWN
Politik
Politik VW-Aktie: Volkswagen im Abwärtsstrudel – Radikalkurs gegen Milliarden-Verlust
30.04.2026

Der Abwärtstrend bei Europas größtem Automobilhersteller setzt sich unvermindert fort: Volkswagen kämpft zum Jahresauftakt 2026 mit...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitsmarkt April: 3 Millionen Arbeitslose in Deutschland
30.04.2026

Der Arbeitsmarkt zeigt auch im April kaum Bewegung. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt nur leicht, bleibt aber klar über der...