Deutschland

Mehr als jeder zweite Neubau heizt mit erneuerbaren Energien

Immer weniger neue Wohngebäude heizen mit fossilen Energieträgern.
13.10.2021 10:45
Lesezeit: 1 min

Neubauten in Deutschland werden zunehmend mit erneuerbaren Energien beheizt. Diese werden in mehr als der Hälfte (50,5 Prozent) der im Jahr 2020 neu errichteten Wohngebäude eingesetzt, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Dazu zählen die Statistiker auch Wärmepumpen, die in 46 Prozent der Neubauten als Energiequelle zum Heizen genutzt werden. Immer weniger Neubauten hingegen werden mit fossilen Energieträgern wie Erdgas oder -öl ausgestattet.

Laut der Behörde werden 39 Prozent der im vergangenen Jahr knapp 113 000 neu errichteten Wohngebäude mit Gas beheizt. Im Jahr 2000 lag der Anteil der Neubauten mit Gasheizung noch bei 74 Prozent. Das Heizen mit Öl ist mittlerweile eine Rarität: Im vergangenen Jahr wurden 0,7 Prozent aller Neubauten mit einer Ölheizung ausgestattet. 20 Jahre zuvor war es noch fast jeder fünfte Neubau.

Die Energiepreise ziehen seit geraumer Zeit an. Besonders für Heizöl mussten Verbraucher im September deutlich tiefer in die Tasche greifen als vor einem Jahr (76,5 Prozent). Erdgas verteuerte sich um 5,7 Prozent, die Strompreise stiegen um 2,0 Prozent.

Die unterschiedliche Preisentwicklung ist den Statistikern zufolge auf den unterschiedlichen Zugang zum Energiemarkt zurückzuführen. Während Heizöl zu aktuellen Preisen gekauft werde, gelten für Erdgas und Strom häufig langfristige Verträge mit Versorgern. Die Preise werden meist nur jährlich angepasst.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Bekannte Frage im Vorstellungsgespräch könnte bald verboten sein: Ikea hat sie bereits abgeschafft
26.10.2026

Was haben Sie bisher verdient? Eine der bekanntesten Fragen im Vorstellungsgespräch soll künftig verboten sein. Während Unternehmen sich...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die kommende Woche wird eine der wichtigsten dieser Berichtssaison.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi baut US-Werk für SUVs: Jobverluste in Deutschland drohen  
25.10.2026

US-Präsident Donald Trump verkündet den Bau eines neuen Autowerks von Audi in den USA. Daraufhin entzündet sich am Auftritt des...

DWN
Finanzen
Finanzen Wölfe der Wall Street: Zeit für vernachlässigte Aktien und den Energiesektor
25.10.2026

Die Ergebnisse amerikanischer Unternehmen übertrumpfen die Marktstimmung deutlich, doch Sorgen über KI-Kosten trüben die Aussichten....

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kapitalismus lebt: Warum Yanis Varoufakis mit seiner Theorie vom Technofeudalismus zugleich falsch und richtig liegt
25.10.2026

Der Kapitalismus ist tot. An seine Stelle ist ein neofeudales System getreten, in dem sich die Macht in den Händen der Eigentümer...

DWN
Finanzen
Finanzen OpenAI-IPO: Die wahre Sorge der Finanzchefin vor dem Börsengang
25.10.2026

Während die Finanzwelt auf den milliardenschweren OpenAI-Börsengang wartet, treibt Finanzchefin Sarah Friar eine ganz andere Sorge um:...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Arbeitnehmer in der Dauerkrise: Immer mehr psychische Erkrankungen
25.10.2026

Die Krisen der vergangenen Jahre hinterlassen Spuren in der Psyche vieler Menschen und am Arbeitsmarkt: Immer mehr Arbeitnehmer fallen...

DWN
Technologie
Technologie Adobe-Alternative kostenlos: Ein verärgerter Kunde fordert den Milliardenkonzern heraus
25.10.2026

Ein Kunde will sein Adobe-Abo kündigen und soll dafür auch noch bezahlen. Seine Rache könnte den Software-Riesen teuer zu stehen kommen....