Politik

USA: Kinder-Impfung ab 6 Jahren erhält grünes Licht von Arzneimittelbehörde

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat den Impfstoff von Pfizer-BioNTech für Kinder ab 6 Jahren zugelassen. Die Zulassung basiert auf einer Studie von Pfizer und BioNTech.
30.10.2021 09:49
Aktualisiert: 30.10.2021 09:49
Lesezeit: 1 min
USA: Kinder-Impfung ab 6 Jahren erhält grünes Licht von Arzneimittelbehörde
Dieses von Pfizer zur Verfügung gestellte Handout zeigt Schachteln mit Kinderdosen des Impfstoffs Covid-19. (Foto: dpa) Foto: Uncredited

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat grünes Licht für den Impfstoff von Pfizer und BioNTech für Kinder von sechs bis zehn Jahren gegeben. Das Vakzin wäre damit das Erste, mit dem sich in den USA auch Kleinkinder impfen lassen dürfen. Man hoffe, dass nun möglichst viele Eltern ihre Kinder impfen lassen werden, damit diese geschützt seien, sagte FDA-Kommissarin Dr. Janet Woodcock am Freitag auf einer Pressekonferenz.

Die Zulassung basiert auf einer Studie von Pfizer und BioNTech, die bei Kindern im Alter von fünf bis elf einen Impfschutz von 90,7 Prozent gegen die Delta-Variante gezeigt hat. "Während sich Kinder zwischen fünf und elf Jahren im und außerhalb des Klassenzimmers an das neue Schuljahr gewöhnen, ist es unser Ziel dabei zu helfen, dass sie sicher und geschützt sind und zur Normalität zurückzufinden", sagte Ugur Sahin, CEO und Mitgründer von BioNTech, in einer Erklärung.

Die FDA genehmigte eine 10-Mikrogramm-Dosis des Impfstoffs für kleine Kinder, die niedriger ist als die 30-Mikrogramm-Dosis des ursprünglichen Impfstoffs für Kinder ab zwölf Jahren. Wie das Unternehmen Pfizer mitteilte, sollen die Kinder-Impfdosen schon ab heute (Samstag) an zum Beispiel Apotheken und Kinderarztpraxen in den USA verschickt werden.

Das Beratergremium der FDA hatte bereits Anfang der Woche mit überwältigender Mehrheit für die Zulassung gestimmt. Die endgültige Freigabe wird am kommenden Dienstag erwartet, wenn die amerikanische Behörde für Seuchenkontrolle, CDC, nochmal darüber beraten wird, wie die Impfung verabreicht werden soll. Danach würde der Impfstoff in den USA 28 Millionen jüngeren Kindern zur Verfügung stehen, nachdem Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren bereits mit dem Vakzin geimpft werden dürfen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Technologie
Technologie Lageroptimierung als Wettbewerbsfaktor im Mittelstand

In Zeiten steigenden Wettbewerbsdrucks, globaler Lieferketten und wachsender Kundenerwartungen wird die Effizienz interner Prozesse zu...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Straße von Hormus im Krisenmodus: Irans Drohungen setzen Ölpreis-Entwicklung unter Druck
04.03.2026

Die Drohungen der iranischen Revolutionsgarde erhöhen den Druck auf eine der wichtigsten Energierouten der Welt und treiben die Spannungen...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Lithium-Boom inmitten von Deutschland: Warum Mitteldeutschland zum Lithium-Produzenten werden könnte
04.03.2026

Lithium ist einer der wichtigsten und wertvollsten Rohstoffe für Zukunftstechnologien. Noch bezieht die EU das „weiße Gold“ teuer...

DWN
Politik
Politik Macron stößt EU-Debatte an: Frankreich drängt auf stärkere nukleare Abschreckung
04.03.2026

Frankreich stößt eine Debatte über eine europäische nukleare Abschreckung an und wirbt bei NATO-Staaten für ein erweitertes...

DWN
Politik
Politik Nachfolge und Machtkämpfe: Wer führt künftig den Iran?
04.03.2026

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei muss das iranische Machtgefüge klären, wer ihm nachfolgt. Doch in Kriegszeiten wird auch die Wahl...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Noch mehr Bürokratie? EU-Kommission will „Made in Europe“ - Vorgabe für öffentliche Aufträge
04.03.2026

Die Europäische Union muss ihre CO2-Emissionen senken und will ihre Industrie erhalten. Ist die Lösung, europäisch zu kaufen? Kritik...

DWN
Finanzen
Finanzen Ernährungsindustrie warnt: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen
04.03.2026

Die Folgen des Iran-Kriegs sind für Verbraucher in Deutschland zu spüren - etwa beim Tanken. Ist mit weiteren Auswirkungen zu rechnen?

DWN
Politik
Politik Wirtschaftsministerin Reiche: keine Spritpreisbremse - Öl und Gas nicht knapp
04.03.2026

Der Iran-Krieg lässt Öl-, Benzin- und Gaspreise steigen - doch Energiemangel droht in Deutschland nach Angaben der Wirtschaftsministerin...

DWN
Finanzen
Finanzen Börsenturbulenzen: Wie Anleger klug reagieren – 5 konkrete Tipps für einen Börsencrash
04.03.2026

Sinkende Kurse, rote Zahlen im Depot und ständig neue Marktmeldungen: In unsicheren Börsenzeiten verlieren viele Anleger schnell die...