Politik

Israel simuliert großen Konflikt an Grenze zum Libanon

Die israelischen Streitkräfte haben am Montag mit einer großen Bereitschaftsübung begonnen. Die Übung simuliert einen Konflikt an der Grenze zum Libanon.
02.11.2021 15:20
Aktualisiert: 02.11.2021 15:20
Lesezeit: 1 min
Israel simuliert großen Konflikt an Grenze zum Libanon
Ein israelische Soldat im Rahmen einer Übung. (Foto: dpa) Foto: Oliver Weiken

Die israelischen Streitkräfte (IDF) starteten am 1. November 2021 eine Bereitschaftsübung („Hewn Stone“), bei der sie Reserveeinheiten als Teil einer einmonatigen Übungsreihe im Nordkommando einsetzten. Die Übung simulierte einen plötzlichen Kriegsausbruch an der libanesischen Grenze. „Während der Übung wurden Anrufe und SMS an die Reservetruppen gesendet, von denen einige aufgefordert wurden, sich gemäß den erhaltenen Befehlen bei ihren Einheiten zu melden“, zitiert die Zeitung „Times of Israel“ einen Sprecher der IDF.

Die von IDF-Stabschef Aviv Kohavi angeordnete Übung sollte testen, wie gut und wie schnell die Reservisteneinheiten auf einen plötzlichen Konflikt reagieren können. Die Einberufung erfolgte im Rahmen einer einmonatigen Übungsreihe, die die Vorbereitung des Militärs auf einen Krieg gegen die libanesische Terrorgruppe Hisbollah verbessern soll.

An der Übung sollen alle Ebenen des Nordkommandos der IDF teilnehmen, bis hin zu ganzen Divisionen. „Ziel der Übungen ist es, die defensiven und offensiven Fähigkeiten der IDF gegen eine Vielzahl von Szenarien zu verbessern“, so die IDF in einer Mitteilung.

Die Übung „Hewn Stone“ fand parallel zu einer großen landesweiten Heimatfrontübung statt, die einen Krieg gegen die Hisbollah simulieren soll, jedoch aus der Sicht der Rettungsdienste und nicht der Kampftruppen, so die IDF.

Das israelische Militärportal DEBKAfile berichtet: „Die israelischen Militär- und Zivilbehörden starteten am Sonntag, den 31. Oktober, eine groß angelegte Kriegsübung, um einen pro-iranischen Präzisionsraketenangriff aus dem Libanon zu simulieren, der auf Zivilisten und Infrastruktur abzielt. Die am Donnerstag endende Übung befasst sich mit mehreren Bedrohungen, die die Evakuierung kompletter Gemeinden an vorderster Front umfasst (…) Die Luftwaffe übt unterdessen Operationen, um 3.000 Hisbollah-Ziele im ganzen Libanon an einem einzigen Tag als Reaktion auf direkte iranische oder vom Iran unterstützte Raketenangriffe der Hisbollah und importierter irakisch-schiitischer Milizen zu treffen.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold erlebt ein Comeback: Wie das MTS Money Transfer System Sicherheit und digitale Freiheit verbindet

Steigende Staatsverschuldung, Inflation und geopolitische Spannungen stärken die Bedeutung von Gold als Vermögenswert. Das MTS Money...

DWN
Finanzen
Finanzen Verwirrung bei Rentenzahlung: Wer das November-Geld bekommt – und wem ein Zahlungsstopp droht
30.10.2026

An diesem Freitag werden die gesetzlichen Renten überwiesen. Doch die Zahlung betrifft je nach Rentenbeginn unterschiedliche Monate. Für...

DWN
Finanzen
Finanzen Wenn Paris brennt, denkt man an Anlageratschläge, Straßen und Blut
30.10.2026

Kann ein brennendes Paris gute Nachrichten für Anleger bedeuten? Auf den ersten Blick klingt diese Frage zynisch. Doch an den...

DWN
Finanzen
Finanzen Tankrabatt dämpft Inflation - aber noch keine Entwarnung
30.10.2026

Mit dem erneuten Tankrabatt ist die Inflationsrate in Deutschland deutlich gesunken. Doch eine Trendwende sehen Volkswirte nicht.

DWN
Unternehmen
Unternehmen Das ist Russlands neuer Albtraum
30.10.2026

Das deutsche Verteidigungsunternehmen Helsing bringt zwei neue Luftabwehrraketen und ein KI-gestütztes Abwehrsystem auf den Markt. Ziel...

DWN
Politik
Politik DWN-Podcast Folge 49: Die Woche im Rückblick – KW 44
30.10.2026

Unser neuer Podcast ist da: Die ganze Woche in wenigen Minuten. Der DWN-Wochenrückblick bringt die Themen, die zählen – eingeordnet,...

DWN
Finanzen
Finanzen Silberpreis fällt zum Monatsende deutlich: Warum selbst ein Angebotsdefizit den Kurs nicht stützt
30.10.2026

Der Silberpreis steht zum Monatsende erneut unter Druck. Am Freitagmorgen rutschte der Kurs des Edelmetalls zeitweise nur rund 50,65...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Warum der Körper im Urlaub schlappmacht
30.10.2026

Der letzte Arbeitstag ist geschafft, der Urlaub beginnt – und plötzlich kommen Kopfschmerzen, Erschöpfung oder Infekte. Warum der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Audi rutscht fast in die roten Zahlen - Audi-Chef weiter unter Druck
30.10.2026

Die Krise trifft Autobauer Audi immer härter. Im dritten Quartal fahren die Ingolstädter nur noch einen vergleichsweise winzigen Gewinn...