Politik

Anders als Deutschland: Frankreich kündigt Bau von neuen Atomreaktoren an

Der französische Präsident Macron hat angekündigt, neue Atomreaktoren bauen zu lassen. Nur so sei es möglich, die Energieunabhängigkeit Frankreichs und günstige Energiepreise für die Haushalte zu sichern. Doch Deutschland schlägt einen entgegengesetzten Weg ein.
10.11.2021 16:52
Aktualisiert: 10.11.2021 16:52
Lesezeit: 1 min

Frankreich wird neue Kernreaktoren bauen, um seine Abhängigkeit vom Ausland bei seiner Energieversorgung zu verringern, die Ziele der globalen Erwärmung zu erreichen und die Preise unter Kontrolle zu halten, teilte Präsident Emmanuel Macron nach Angaben von „Europe 1“ mit. Macron sagte, die Entscheidung für neue Reaktoren sei unerlässlich, um die Preise „angemessen“ zu halten.

„Wir werden zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Bau von Kernreaktoren in unserem Land wieder aufnehmen und erneuerbare Energien weiter ausbauen“, so Frankreichs Präsident. Damit solle „die Energieunabhängigkeit Frankreichs und die Stromversorgung unseres Landes gewährleistet und unsere Ziele, insbesondere die CO2-Neutralität im Jahr 2050, erreicht werden“, zitiert „Les Echos“ Macron.

Während Europa mit stark steigenden Energiepreisen zu kämpfen hat, geht Frankreich einen anderen Weg als Nachbarn wie Deutschland. Deutschland reagierte auf die Atomkatastrophe von Fukushima in Japan im Jahr 2011, indem es sein nationales Ausstiegsprogramm für Reaktoren beschleunigte.

Paris will in den kommenden Wochen den Bau von sechs neuen Reaktoren anordnen. Französische Medien berichteten im Oktober, dass die Auswirkungen der europäischen Gaskrise auf die Energiepreise und die Folgewirkung auf die Kaufkraft der Haushalte die Entscheidung von Paris beschleunigt hätten, sich für die Atom-Technologie zu engagieren.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Finanzen
Finanzen Anleihemarkt mit Warnsignal: Ist die Ära des billigen Geldes vorbei?
30.08.2026

Nicht nur KI-Aktien bewegen die Finanzmärkte. Immer stärker rückt der Anleihemarkt in den Mittelpunkt, da langfristige Zinsen weltweit...

DWN
Panorama
Panorama Rückkehr nach Polen: Der große Exodus nach Deutschland dreht sich um
30.08.2026

Jahrzehntelang galt Deutschland für viele Polen als Versprechen auf ein besseres Leben. Doch inzwischen hat sich die Richtung gedreht:...

DWN
Technologie
Technologie Signal auf mehreren Smartphones nutzen: So funktioniert es
30.08.2026

Wer Signal parallel auf mehreren Mobilgeräten verwenden wollte, musste bislang mit Einschränkungen leben. Neue App-Versionen schaffen nun...

DWN
Technologie
Technologie KI im Unternehmen: Wer jetzt Mitarbeiter feuert, könnte es bitter bereuen
30.08.2026

KI soll Kosten senken, Prozesse beschleunigen und Personal überflüssig machen. Doch Oxford-Professor Christopher Tucci warnt vor einer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Marge im Tank: Warum es beim Spritpreis eben nicht nur um Geopolitik und Steuern geht
30.08.2026

Daten der FH Münster belegen: Rohölpreise und Abgaben erklären die aktuellen Spritpreise nicht vollständig. Warum der mangelnde...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Konsumflaute trotz besserer Stimmung: Händler senken Preise
30.08.2026

Der Sommer neigt sich dem Ende zu, das Leben verlagert sich wieder stärker nach drinnen. Für Händler beginnt damit eine wichtige Phase...

DWN
Technologie
Technologie Debatte über Jugendschutz: Verbraucherschützer fordern nach Meta-Vergleich strengere Regeln für soziale Medien
30.08.2026

Nächtliche Sperren, deaktivierte Benachrichtigungen und mehr elterliche Kontrolle: Meta verspricht neue Schutzmechanismen für...

DWN
Finanzen
Finanzen Bußgeldbescheid prüfen: Wann schnelles Handeln entscheidend ist
30.08.2026

Nach einem Tempoverstoß folgt häufig unangenehme Post von der Bußgeldstelle. Dann zählt nicht nur, ob der Vorwurf stimmt, sondern auch,...