Finanzen

Bitcoin-Fonds verzeichnen 13. Woche in Folge Zuflüsse von institutionellen Anlegern

Institutionelle Investoren sind derzeit mit 56 Milliarden Dollar in Bitcoin-Fonds investiert - so stark wie nie zuvor. Doch die Zuflüsse gehen zurück.
16.11.2021 12:23
Aktualisiert: 16.11.2021 12:23
Lesezeit: 1 min
Bitcoin-Fonds verzeichnen 13. Woche in Folge Zuflüsse von institutionellen Anlegern
Der Bitcoin-Kurs ist am Montag auf rund 60.000 Dollar eingebrochen. (Grafik: coinmarketcap.com)

Im Verlauf der letzten Woche erreichte das verwaltete Vermögen von Kryptowährungs-Fonds vorübergehend fast 87 Milliarden Dollar, bevor es zum Ende der Woche wieder auf rund 83 Milliarden Dollar abfiel. Damit haben sich die Netto-Zuflüsse seitens institutioneller Investoren in digitale Vermögenswerte seit Jahresbeginn auf einen Rekordwert von 9 Milliarden Dollar erhöht.

Institutionelle Investoren investierten allein in der vergangenen Woche netto 151 Millionen US-Dollar in Anlageprodukte, die auf Kryptowährungen wie Bitcoin und Ethereum beruhen. Es war die 13. Woche in Folge, in der solche Anlageprodukte Netto-Zuflüsse verzeichneten, wie CoinShares berichtet.

Bitcoin verzeichnete in der vergangenen Woche mit 98 Millionen Dollar den Großteil der Netto-Zuflüsse. Das verwaltete Bitcoin-Vermögen (AUM) stieg dadurch auf einen Rekordwert von 56 Milliarden Dollar stiegen. Seit Jahresbeginn sind bereits 6,5 Milliarden Dollar in Bitcoin-Produkte geflossen

Allerdings hat Bitcoins Performance gegenüber den anderen Kryptowährungen im Laufe der Woche abgenommen. Ethereum-Produkte verzeichneten ebenfalls anhaltende Zuflüsse in Höhe von 17 Millionen Dollar, sodass das gesamte verwaltete Vermögen zum ersten Mal die Marke von 21 Milliarden Dollar überschritten hat.

Cardano verzeichnete Netto-Zuflüsse in Höhe von 16 Millionen Dollar. Die Kryptowährungen Solana, Polkadot und XRP verzeichneten Netto-Zuflüsse in Höhe von 9,8 Millionen Dollar, 5,2 Millionen Dollar beziehungsweise 3,1 Millionen Dollar. Binance Coin und Litecoin verzeichneten keine Veränderungen, während Tron Netto-Abflüsse von rund 1 Million Dollar verzeichnete.

Der mit Abstand größte Anbieter digitaler Anlageprodukten für institutionelle Investoren ist Grayscale mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von 57,9 Milliarden Dollar, gefolgt von CoinShares XBT mit einem verwalteten Vermögen in Höhe von 5,8 Milliarden Dollar. Der erste börsengehandelte Bitcoin-Fonds (ETF) ProShares verwaltet 1,4 Milliarden Dollar.

Doch nicht alles sieht rosig aus. Denn auch wenn die Netto-Zuflüsse in Krypto-Fonds nun die 13. Woche in Folge positiv waren, so ist in der zweiten Jahreshälfte doch ein gedämpftes Volumen von durchschnittlich 750 Millionen Dollar pro Tag gegenüber 960 Millionen Dollar im ersten Halbjahr zu beobachten. Und der Bitcoin-Preis ist im Verlauf der letzten 24 Stunden um mehr als 8 Prozent gefallen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Unternehmen
Unternehmen US-Logistikkonzern C.H. Robinson verblüfft mit KI-gestütztem Gewinnsprung: So ist das gelungen!
01.11.2026

28 Prozent weniger Mitarbeiter, über 60 Prozent mehr Produktivität und Frachtangebote in nur 31 Sekunden: Der US-Logistikkonzern C.H....

DWN
Technologie
Technologie Millionen Hackerangriffe wegen PHP-Sicherheitslücke: Wie sicher sind Websites noch und was ist zu tun?
01.11.2026

Millionen Hackerangriffe innerhalb weniger Stunden, abgeschaltete Regierungswebsites und eine PHP-Sicherheitslücke, die seit mehr als...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Quantum-Systems-Chef in Litauen: Drohnen kann man nicht im Lager anhäufen, Bedrohungen verändern sich
01.11.2026

Quantum Systems baut seine Präsenz in Litauen aus und wird dort die Bundeswehr-Brigade unterstützen. Produktionspläne hängen jedoch von...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kupferpreise auf Rekordhoch: Warum das Kupfermetall knapp wird
01.11.2026

Das Industriemetall ist nicht nur bei Diebesbanden gefragt. Kaum eine Zukunftsbranche kommt ohne den Leiter zurecht. Nach Bewertung der IEA...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Server statt Spielzeug: Playmobil-Werk wird Rechenzentrum
01.11.2026

Die Mutter der bekannten Spielwarenmarke hat die Produktion ins Ausland verlagert. 350 Mitarbeitende verloren dabei ihren Arbeitsplatz....

DWN
Immobilien
Immobilien Preisschock am Bau: Neue KI soll explodierende Materialkosten und Baustopps verhindern
01.11.2026

Kriege, Krisen und explodierende Rohstoffpreise bringen die Baubranche zunehmend unter Druck. Bauprojekte werden teurer, Kalkulationen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Xiaomi-Elektroautos: Warum dieser Milliardär Volkswagen und Tesla gefährlich werden könnte
31.10.2026

Er verkaufte Smartphones, wurde Milliardär und stieg schließlich ins Autogeschäft ein. Mit seinem ersten Elektroauto gelang Xiaomi-Chef...

DWN
Panorama
Panorama Kommunale Schulden wachsen deutlich: Deutschlands Städte unter Druck, die KfW warnt
31.10.2026

Die integrierte Verschuldung der deutschen Kommunen ist 2025 deutlich gestiegen. Ende des Jahres entfielen rechnerisch 4.907 Euro Schulden...