Deutschland

Drosten mit Hiobsbotschaft: Omikron könnte uns bis in den Sommer beschäftigen

Der Leiter der Virologie an der Berliner Charite, Christian Drosten, muss der Öffentlichkeit eine neue Hiobsbotschaft überbringen.
07.12.2021 23:08
Aktualisiert: 07.12.2021 23:08
Lesezeit: 1 min

Der Leiter der Virologie an der Berliner Charite, Christian Drosten, geht davon aus, dass die Corona-Variante Omikron Deutschland bis in den Sommer beschäftigen könnte, so Reuters. Sollte Omikron in Deutschland beispielsweise eine Verdoppelung der Infektionszahlen alle drei Tage erreichen, dann sei das eine Entwicklung, die schneller sei als jede politische Entscheidungsmöglichkeit, sagt der Wissenschaftler im Podcast „Coronavirus-Update“ bei NDR-Info. Da Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern mit angezogener Handbremse fahre, also zahlreiche Corona-Schutzmaßnahmen aufrechterhalte, könne die Zuwachsgeschwindigkeit auch geringer ausfallen, bei null werde sie aber ganz sicher nicht liegen. „Delta wird unser Problem sein bis in den Januar, Omikron bis in den Sommer hinein“, prognostiziert Drosten.

Der Impfstoff von BioNTech/Pfizer bietet einem Medienbericht zufolge einen teilweisen Schutz gegen Omikron. Die Agentur Bloomberg zitiert den Laborleiter Alex Sigal vom Africa Health Research Institute in Südafrika mit der Einschätzung, dass eine Auffrischungsimpfung einen zusätzlichen Schutz bieten könnte. Eine Stellungnahme von Sigal liegt nicht vor.

Dem US-Regierungsberater Anthony Fauci zufolge ist Omikron nach ersten vorliegenden Daten leichter übertragbar. Zwar sei es zu früh, um auf den Schweregrad der Verläufe zu schließen. Allerdings deuteten frühe Berichte über die ersten Fälle darauf hin, dass sie milder sein könnten. Allerdings müssten weitere Erkenntniase abgewartet werden, sagt Fauci.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Damit Sie sich auf Ihr Unternehmen konzentrieren können

Ein Unternehmen zu führen, bedeutet, täglich Verantwortung zu übernehmen und Entscheidungen zu treffen. Gleichzeitig soll möglichst...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Dacia Sandero Stepway: Europas Bestseller hat ein Sicherheitsproblem
10.10.2026

Europas meistverkauftes Auto kommt nicht von Volkswagen, Toyota oder Peugeot, sondern von Dacia. Der Sandero Stepway punktet mit enormer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Kingspan Group-Aktie unter Druck: EU greift nach geplatztem Deal durch
10.10.2026

Ein geplatzter Milliardendeal? Nein, ein gescheiterter Firmenkauf mit teuren Folgen. Weil der irische Baustoffkonzern Kingspan die...

DWN
Politik
Politik Marine Le Pen plant finanzpolitischen Kurs mit großen Einsparungen: Auf den Straßen wächst die Wut
10.10.2026

Frankreich steht finanziell mit dem Rücken zur Wand. Während Zehntausende junge Menschen gegen marode Schulen und fehlende Investitionen...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Generation Z trifft auf Generation X: Wie ein Eiskaffee zum Karrierekiller werden kann
10.10.2026

Ein Eiskaffee beim Bewerbungsgespräch sollte eigentlich keine große Sache sein. Doch für manche Personalverantwortliche verrät der...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EZB-Leitzinsen: Die Zinswende kommt anders als erwartet
10.10.2026

Erst schien die nächste Zinserhöhung der EZB fast sicher, jetzt rudern die Finanzmärkte zurück. Trotz hartnäckiger Inflation und...

DWN
Finanzen
Finanzen US-Marktbericht: Anleger wägen SpaceX-Schritt ab, während die Wall Street boomt
09.10.2026

Wie ein überraschender Deal die Kräfteverhältnisse an der Börse nachhaltig verschiebt.

DWN
Unternehmensporträt
Unternehmensporträt Finanz Informatik: Der unsichtbare Riese hinter der Sparkassen-Digitalisierung
09.10.2026

Vom Online-Banking bis zu Wertpapiergeschäften – die Finanz Informatik digitalisiert 338 Sparkassen und betreut rund 114 Millionen...

DWN
Politik
Politik Brüssel schlägt vor: weniger Kommissare, weniger Vetos, mehr Schutzklauseln und 15 Jahre Kontrolle neuer Mitglieder
09.10.2026

Die Europäische Kommission will in den bisherigen Mitgliedstaaten Unterstützung für die Erweiterung gewinnen, da dort Sorgen über die...