Politik

Hubschrauber-Absturz in Indien – Generalstabschef Rawat offenbar tot

Bei einem Hubschrauber-Absturz in Indien ist der indische Generalstabschef Bipin Rawat offenbar ums Leben gekommen.
08.12.2021 12:42
Aktualisiert: 08.12.2021 12:42
Lesezeit: 1 min
Hubschrauber-Absturz in Indien – Generalstabschef Rawat offenbar tot
Ein Bild von der Absturzstelle. (Foto: Nasir Mitharaje Salethur via Twitter)

Nach Angaben der indischen Luftwaffe ist ein Hubschrauber der indischen Armee mit dem Militärchef des Landes im südlichen Bundesstaat Tamil Nadu abgestürzt.

Ob der Generalstabschef Bipin Rawat bei dem Unfall verletzt wurde, sagten die Beamten nicht. Der öffentlich-rechtliche Sender „Prasar Bharati“ teilte mit, dass drei Verletzte in ein Krankenhaus gebracht worden seien. Dem Blatt „City A.M.“ zufolge soll der Generalstabschef bei dem Absturz ums Leben gekommen sein.

Fernsehbilder zeigten, wie der Hubschrauber in Flammen stand, als Anwohner versuchten, das Feuer zu löschen. Der 63-jährige reiste in einem in Russland hergestellten Hubschrauber vom Typ Mi-17V5, der „heute in der Nähe von Coonoor, Tamil Nadu, verunglückte“, teilte die indische Luftwaffe auf Twitter mit.

Vor wenigen Tagen hatte Russlands Präsident Wladimir Putin Indien besucht. Indiens Premierminister Narendra Modi sagte bei dem Treffen mit Putin: „In den vergangenen zwei Jahrzehnten hat die Welt grundlegende Veränderungen und Änderungen von geopolitischen Gleichgewichten erlebt, aber die Freundschaft zwischen Indien und Russland ist eine Konstante geblieben.“ Beide Länder einigten sich darauf, ihre militärischen Beziehungen vertiefen zu wollen. Rawat galt als Architekt der Annäherung zwischen Russland und Indien.

Putins Besuch fiel in eine Zeit, in der die Lieferung von russischen Raketenabwehrsystemen nach Indien Sanktionen von den USA gegen Indien bedeuten könnten. Indien hatte das russische S-400-System gekauft.

Der Generalstabschef hatte zuvor auch Pakistan und China attackiert. „Chinas Partnerschaft mit Pakistan und seine Haltung zu Jammu und Kaschmir können am besten als anti-indischer Nexus beschrieben werden (…) China hat die Angewohnheit, Geldmacht und Wirtschaft einzusetzen, um in den Ländern an Popularität zu gewinnen“, zitiert „India Today“ den Vier-Sterne-General.

Ein Zusammenhang zwischen dem indisch-russischen Deal oder den anti-chinesischen Äußerungen und dem Hubschrauber-Absturz ist nicht erwiesen.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Wirtschaft
Wirtschaft EU Inc.: Europas Tech-Traum droht an Amerika zu zerbrechen
26.05.2026

Europa gründet, forscht und erfindet. Doch wenn aus Ideen Konzerne werden sollen, wandern viele der besten Firmen in Richtung USA. Mit EU...

DWN
Politik
Politik Forschungsstandort Europa 2026: Zwischen Exzellenz und Sparzwang
25.05.2026

Europa forscht stark, doch Kürzungen bei Horizon Europe bedrohen den Anschluss an USA und China. Was das für Talente, Patente und...

DWN
Politik
Politik Weltbekannter Professor sieht gefährliche Veränderung bei Trump
25.05.2026

Francis Fukuyama sieht Trump politisch geschwächt, aber gerade deshalb gefährlich. Für Dänemark und Grönland könnte die nächste...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft KI-Arbeitsmarkt: Wer durch KI ersetzt wird, zahlt jahrelang
25.05.2026

KI soll Unternehmen schneller, schlanker und profitabler machen. Doch für Beschäftigte, die durch neue Technologien ihren Job verlieren,...

DWN
Finanzen
Finanzen Aktienempfehlungen: Günstige Aktien trotz KI-Hype, Zinsrisiko und Rüstungsboom
25.05.2026

Viele Anleger jagen weiter den teuersten KI-Gewinnern hinterher, doch Morningstar sieht die spannendere Chance woanders. Zehn globale...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Hyundai Kona im Test: Futuristisch, mutig und anders
25.05.2026

Der Hyundai Kona sieht aus, als wolle er nicht jedem gefallen. Genau das macht ihn spannend, denn hinter der mutigen Form steckt ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimarisiken in Europa: Warum der Mittelstand besser vorsorgen muss
25.05.2026

Klimarisiken und Nachhaltigkeit werden für Europas Mittelstand zu entscheidenden Faktoren für Finanzierung, Wettbewerbsfähigkeit und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Veggie-Burger-Boom verliert an Tempo: Fleischersatz in Deutschland erstmals rückläufig
25.05.2026

Pflanzliche Fleischalternativen haben den Lebensmittelmarkt in Deutschland stark verändert. Doch nach Jahren kräftigen Wachstums sinkt...