Politik

Baerbock: Außenpolitik machen wir alle gemeinsam

Außenministerin Annalena Baerbock hat sich zum Kompetenzgerangel zwischen SPD und Grünen in der Außenpolitik geäußert: Das Kanzler- und das Außenamt sollten dort gerade „in stürmischen Zeiten“ zusammenarbeiten. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hatte zuvor gesagt, dass die deutsche Außenpolitik „insbesondere im Kanzleramt“ gesteuert werde.
11.12.2021 10:08
Lesezeit: 1 min

Außenministerin Annalena Baerbock hat sich zum Kompetenzgerangel zwischen SPD und Grünen in der Außenpolitik geäußert: Das Kanzler- und das Außenamt stünden dort „in stürmischen Zeiten“ wie alle anderen Ministerien in der Pflicht zusammenzuarbeiten. Natürlich müssten „die großen Themen unserer Zeit“ wie etwa die Konflikte mit Polen und Russland, die Corona-Pandemie und die weltweite Klimakrise „sowohl im Kanzleramt als auch im Außenministerium und in allen anderen Ministerien“ bearbeitet werden, sagte die Grünen-Politikerin am Freitag in den ARD-„Tagesthemen“.

Mehr zum Thema: Geopolitik nach Merkel: Deutschland befindet sich zwischen allen Fronten

Dies sei „das Neue dieser Regierung“: bei großen Fragen nicht jedes Ministerium für sich denken zu lassen, sondern ressortübergreifend zu kämpfen. Das Gesundheitsministerium könne auch nicht alleine die Pandemie bewältigen - dies gelte „erst Recht für alle großen sicherheitspolitischen Fragen“.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich hatte zuvor gesagt, dass die deutsche Außenpolitik „insbesondere im Kanzleramt“ gesteuert werde. Der Bewerber für den Grünen-Vorsitz Omid Nouripour hatte scharf reagiert: „Das Auswärtige Amt so herabzusetzen ist die überkommene ,Koch-Kellner-Logik‘. Wir sollten auf der Grundlage des Koalitionsvertrags Vertrauen aufbauen, nicht Vorgärten pflegen.“

Mehr zum Thema
article:fokus_txt
DWN
Panorama
Panorama Stromausfall Berlin bis Donnerstag: Linksextremistische Vulkangruppe bekennt sich zum Anschlag
04.01.2026

45 000 Haushalte und 2200 Unternehmen sind plötzlich ohne Strom. Dunkelheit, Kälte, kein Netz: Nach einem Anschlag auf die Berliner...

DWN
Finanzen
Finanzen Generalsanierungen: Bahn will 2026 mehr als 23 Milliarden Euro ins Netz stecken
04.01.2026

Bahn und Bund treiben mit Rekordsummen die Sanierung des Schienennetzes voran. Warum Fahrgäste trotzdem weiter mit Verspätungen und...

DWN
Politik
Politik Ausblick 2026: Mehr Mindestlohn, teureres Deutschlandticket und steuerliche Änderungen
04.01.2026

Im neuen Jahr ändern sich in Deutschland mehrere wichtige Regelungen für Bürgerinnen und Bürger. 2026 steigt der Mindestlohn, das...

DWN
Immobilien
Immobilien Modulhäuser und Tiny Houses in Deutschland: Schnelle, flexible Wege zum Eigenheim
04.01.2026

Modulare Häuser gelten als moderne Alternative zum klassischen Bau, da sie flexibel geplant und schnell errichtet werden können. Sie...

DWN
Finanzen
Finanzen KI-Blase: Warum Investoren trotz Überinvestitionssorgen weiter auf den Markt setzen
04.01.2026

Die globalen Finanzmärkte erleben eine Phase ungewöhnlich hoher Investitionen in künstliche Intelligenz, die sowohl Optimismus als auch...

DWN
Finanzen
Finanzen In Rohstoffe investieren: So sichern Anleger Rendite und Stabilität
04.01.2026

Die Marktunsicherheit stärkt das Interesse an Rohstoffen als stabilisierendem Baustein im Depot. Doch welche dieser Anlagen bieten...

DWN
Panorama
Panorama DWN-Wochenrückblick KW 01: Die wichtigsten Analysen der Woche
04.01.2026

Im DWN Wochenrückblick KW 01 des neuen Jahres fassen wir die zentralen wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen der vergangenen...

DWN
Politik
Politik Staat dämpft bei Strom- und Gaskosten: Wie sich das auswirkt
04.01.2026

Die Strom-Netzentgelte sinken. Das entlastet viele Kunden – aber nicht alle gleichmäßig. Bei Gaskunden macht sich der Wegfall der...