Technologie

Mietvertrag für Funktürme – Viertes deutsche Mobilfunknetz entsteht

Die United-Internet-Tochter 1&1 plant den Aufbau eines weiteren Mobilfunknetzes in Deutschland. Nun wurden die Voraussetzungen dafür geschaffen.
11.12.2021 13:55
Lesezeit: 1 min
Mietvertrag für Funktürme – Viertes deutsche Mobilfunknetz entsteht
Das Foto zeigt den Bürokomplex des Internetunternehmens 1&1 in Montabaur. (Foto: dpa) Foto: Thomas Frey

Die Planungen für das vierte deutsche Mobilfunknetz kommen voran. Wie der Telekommunikationskonzern United Internet und der Funkturmbetreiber Vantage Towers am späten Donnerstagabend in Montabaur und Düsseldorf mitteilten, wurde ein langfristiger Mietvertrag mit der United-Internet-Tochter 1&1 abgeschlossen. United Internet erwartet zudem steigende Umsätze im kommenden Jahr.

United Internet rechnet 2022 bei zunehmendem Umsatz mit einem stabilen operativen Ergebnis. Der Konzernumsatz werde auf rund 5,8 Milliarden Euro steigen, teilte der MDax-Konzern am Donnerstagabend in Montabaur mit. Für das laufende Jahr werden rund 5,6 Milliarden Euro angepeilt. Der operative Gewinn (Ebitda) soll trotz zusätzlicher Investitionen 2022 mit rund 1,25 Milliarden Euro auf dem Niveau von 2021 bleiben.

Für nächstes Jahr seien deutlich höhere Investitionen insbesondere für den 5G-Netzausbau sowie die Erweiterung des Glasfasernetzes zum Anschluss der 5G-Antennen und zur Versorgung zusätzlicher Gebiete geplant. Das Investitionsvolumen dürfte bei 0,8 bis 1 Milliarde Euro liegen nach den veranschlagten rund 350 Millionen für dieses Jahr.

Die Tochter 1&1 unterzeichnete mit Vantage Towers einen langfristigen Vertrag zur Anmietung von Antennenstandorten. Vantage Towers ist einer der größten Eigentümer von Funkmasten in Deutschland und eine Tochter des britischen Telekomriesen Vodafone. Vantage Towers werde maßgeblich für die Bereitstellung der passiven Netzinfrastruktur im 1&1-Mobilfunknetz zuständig sein, hieß es in der Mitteilung. 1&1 habe Zugriff auf mehrere tausend bereits bestehende Funkmasten von Vantage Towers sowie auf weitere neu zu erschließende Antennenstandorte.

Konkret sei bei der Vereinbarung die Mitnutzung von 3800 Dach- und Maststandorten bis Ende 2025 vereinbart worden. Dazu komme eine potenzielle Erweiterung auf bis zu 5000 Standorte. Die Laufzeit der einzelnen Standortmieten betrage mindestens 20 Jahre und könne durch 1&1 mehrmals verlängert werden. Zudem sei Vantage Towers verantwortlich für die Installation der 5G-Hochleistungsantennen an den Funkmasten und leiste Dienste in den Bereichen Genehmigungsverfahren, Bauvorbereitung und Bau neuer Antennenstandorte.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Politik
Politik Führungswechsel in Kiew: Proteste überschatten Wahl der neuen ukrainischen Regierung
16.07.2026

Mitten im Abwehrkampf gegen Russland erlebt die Ukraine eine dramatische Regierungsumbildung. Während das Parlament in Kiew mit Serhij...

DWN
Politik
Politik Konflikt im Nahen Osten: Iran signalisiert Verhandlungsbereitschaft trotz neuer Drohungen
16.07.2026

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran erreicht eine neue Rolltreppe der Eskalation. Während Washington den militärischen Druck...

DWN
Politik
Politik EU-Asylreform: Italien blockiert weiter Rücknahmen
16.07.2026

Die neuen EU-Asylregeln sollen eigentlich klären, welcher Mitgliedstaat für Schutzsuchende zuständig ist. Doch ein Bericht der...

DWN
Finanzen
Finanzen Fed-Aktienkäufe: Die Notenbank als letzter Retter der Börse
16.07.2026

Beim nächsten großen Börsencrash könnte die US-Notenbank zu einem Mittel greifen, das bislang als Tabubruch gilt: dem Kauf von...

DWN
Panorama
Panorama Miteinander statt Frust: Wie der Bund das Heimatgefühl vor Ort stärken will
16.07.2026

Geschlossene Läden, fehlende Ärzte und teurer Wohnraum sorgen vielerorts für Frust. Die Bundesregierung will Alltagsproblemen in Stadt...

DWN
Politik
Politik Steuerbetrug: Bundesregierung will härter durchgreifen
16.07.2026

Die Bundesregierung will Steuerkriminalität stärker bekämpfen und Ermittlungen besser bündeln. Finanzminister Lars Klingbeil und...

DWN
Politik
Politik Zivilschutz und Abschreckung: Deutschland stellt sich auf neue Bedrohungslage ein
16.07.2026

Deutschland richtet seine Sicherheitsstrategie stärker auf die Bedrohung durch Russland aus. Außenminister Johann Wadephul fordert ein...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Deutsche Chemie verliert den Anschluss: Investitionen brechen weiter ein
16.07.2026

Die Produktion der Chemiebranche sinkt weiter, die Investitionen gehen zurück. Der Branchenverband VCI sieht keine Trendwende und senkt...