Finanzen

Russen decken sich massenhaft mit Gold ein

Die russischen Privathaushalte sind dazu übergegangen, sich mit Goldbarren und Goldmünzen einzudecken. Die Inder, Amerikaner und Chinesen folgen diesem Trend.
13.12.2021 16:16
Aktualisiert: 13.12.2021 16:16
Lesezeit: 1 min
Russen decken sich massenhaft mit Gold ein
Ein Mitarbeiter des privaten Münz- und Edelmetall-Händlers pro aurum nimmt am Mittwoch (31.08.2011) in München (Oberbayern) einen 1000 Gramm schweren Goldbarren von einem Stapel mit zahlreichen weiteren Barren. (Foto: dpa) Foto: Andreas Gebert

Russische Staatsbürger haben seit 2014 eine Rekordmenge an Gold gekauft. In den vergangenen neun Monaten kauften die russischen Bürger vier Tonnen Goldbarren und -münzen – das sind rund acht Prozent mehr als im Vorjahr, so das Edelmetallportal „Kitco News“.

Traditionelle Goldanlagen sind auch in anderen Ländern sehr beliebt geworden, wobei die Amerikaner in den vergangenen neun Monaten 91,3 Tonnen des gelben Metalls gekauft haben, was einen Anstieg von 79 Prozent zur Vorjahresperiode ausmacht. Die Goldkäufe der Privathaushalte in China und Indien sind hingegen um 54 und 24 Prozent gestiegen.

Die russischen Behörden hatten kürzlich einen Gesetzentwurf zur Aufhebung der Mehrwertsteuer (bisher 20 Prozent) auf Goldinvestitionen als Teil eines umfassenderen Programms zur Stützung der inländischen Goldnachfrage angekündigt. Nach neuesten Berichten werden sie diesen Plan ab 2022 umsetzen. Einige Experten und Beamte warnen jedoch vor möglichen Haushaltsverlusten für Russland nach der Verabschiedung dieses Gesetzes und vor dem Risiko, dass dem Land das Gold ausgeht.

Der Goldpreis war zuletzt um 5,45 US-Dollar auf 1.788,15 US-Dollar pro Unze gestiegen, berichtet „finanzen.net.“ „Gold ist gestiegen, da die US-Inflationsdaten die Attraktivität von Gold als Inflationsschutz erhöht haben. Den Preis unterstützen auch geopolitische Spannungen und anhaltende Bedenken bezüglich des Coronavirus (Omicron). Der Aufwärtstrend bleibt jedoch durch die Erwartungen begrenzt, dass die Fed das Tempo des Anleihenabbaus beschleunigen könnte“, zitiert „CNBC“ Ravindra Rao von „Kotak Securities“. Rao erwartet, dass Gold vor einer Reihe von Zentralbanksitzungen, die diese Woche anstehen, in seiner Spanne bleiben wird. Die Aussicht auf eine Straffung der Geldpolitik könnte die Preise unter Druck halten.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Finanzielle Freiheit braucht einen starken Partner

Vermögen eröffnet Möglichkeiten – und bringt zugleich Entscheidungen mit sich: Wie lässt sich das Erreichte bewahren, gezielt...

 

X

DWN-Wochenrückblick

Weniger E-Mails, mehr Substanz: Der DWN-Wochenrückblick liefert 1x/Woche die wichtigsten Themen kompakt als Podcast. Für alle, deren Postfach überläuft.

E-mail: *

Ich habe die Datenschutzerklärung sowie die AGB gelesen und erkläre mich einverstanden.

DWN
Immobilien
Immobilien Sachwert, Ertragswert, Vergleichswert: Wie Profis eine Immobilie bewerten
11.10.2026

Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte sich mit dem Vokabular rund um den Wert der Immobilie auskennen. Was Sachwert, Ertragswert und...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft E-Auto kaufen oder leasen? Der Fünf-Minuten-Check
11.10.2026

Ein E-Auto kaufen klingt einfacher, als es ist. Reichweite, Laden, Leasing, Garantien und eine Fülle neuer Technik können Einsteiger...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Schutzmaßnahmen wegen KI: Deutsche Firmen auf KI-Angriffe unzureichend vorbereitet
11.10.2026

Etwa jeder zweite Betrieb nutzt Künstliche Intelligenz. Spezielle Prozesse, um das eigene Unternehmen gegen KI-gestützte Cyberangriffe zu...

DWN
Technologie
Technologie Bekannter Allrounder: 80 Jahre Unimog - wichtiger denn je?
11.10.2026

Der Unimog ist ein Allrounder: Einst auf dem Acker zur Kartoffelernte, heute bei Kommunen, Feuerwehr oder dem Militär im Einsatz. Warum er...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Die Krise der deutschen Automobilindustrie: Wo geht die Reise hin?
11.10.2026

Die deutsche Automobilindustrie, das historische Rückgrat des nationalen Wohlstands, steckt in ihrer schwersten Krise seit Jahrzehnten....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Umgang mit Cookies: BGH verhandelt zu Cookie-Speicherung – darum geht's
10.10.2026

Der Bundesgerichtshof prüft, ob Unternehmen für das Speichern von Cookies auf fremden Internetseiten ohne Einwilligung haften müssen....

DWN
Unternehmen
Unternehmen Uber-Robotaxis in Deutschland: Erst Stellen streichen, dann Jobs versprechen
10.10.2026

Uber streicht Tausende Stellen und verspricht gleichzeitig neue Arbeitsplätze in Deutschland. Was widersprüchlich klingt, folgt einer...

DWN
Finanzen
Finanzen Revolut-Bank greift an: Dieser Fintech-Riese will Europas Banken überholen
10.10.2026

Die Revolut-Bank wächst in einem Tempo, von dem klassische Geldhäuser nur träumen können: fast 70 Millionen Kunden, Milliardenbewertung...