Finanzen

Dax stottert auf hohem Niveau ohne Energie vor sich hin

Lesezeit: 1 min
14.12.2021 11:04
Die Börsianer warten auf die Entscheidung der US-Fed und der EZB morgen beziehungsweise übermorgen. Bis dahin bewegen nur singuläre Ereignisse den Markt.
Dax stottert auf hohem Niveau ohne Energie vor sich hin
Die Ökonomen rechnen im November mit einem weiteren Wachstum der Erzeugerpreise in den USA. (Foto: dpa)

Mehr zum Thema:  
Benachrichtigung über neue Artikel:  

Der deutsche Leitindex hat bis 11 Uhr 0,2 Prozent auf 15.660 Punkte gewonnen.

Diskussionen gab es um die Papiere von BMW, die ein Prozent auf 88,65 Euro verloren. Der bayerische Autobauer will künftig sein Modell X5 auch in China und nicht mehr nur in den USA fertigen. Das „Handelsblatt“ war das erste Medium, das davon berichtet hat. Damit drückte BMW auch andere Auto-Aktien ins Minus: Daimler büßte 1,1 Prozent auf 73,18 Euro ein, während Continental einen Verlust von 0,2 Prozent auf 95,10 Euro hat hinnehmen müssen. Doch ließen sich nicht alle Branchen-Titel davon anstecken: So erreichte Porsche einen Zuwachs von 2,1 Prozent auf 88,34 Euro. Und Volkswagen legte 1,1 Prozent auf 184,36 Euro zu.

Nachmittags um 14.30 Uhr MEZ warten die Anleger auf die Veröffentlichung des Produzenten- und Importpreisindexes (PPI) aus den USA. Die Entwicklung der Preise ist derzeit ein wichtiges Thema an den Börsen, das nicht nur heiß gekocht, sondern auch sehr heiß gegessen wird. Sollte es hier zu gravierenden Veränderungen kommen, könnte dies auch die Entscheidung der US-Notenbänker und der EZB beeinflussen, die morgen beziehungsweise übermorgen ihre neue Strategie vorstellen, wie sie die Märkte in der Pandemie unterstützen wollen.

Jetzt geht es in den USA um die Entwicklung des PPI im November. Die Ökonomen rechnen mit einem Wachstum von 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum dürfte das Barometer um 7,2 Prozent gewachsen sein, glauben die Experten. Im Oktober hat es Steigerungen um 0,4 Prozent beziehungsweise um 6,8 Prozent gegeben.

Zusätzlich erfahren die Anleger, wie in der vergangenen Woche die Umsätze der größten Einzelhandelsunternehmen in den USA gestiegen sind. In der Vorwoche hat der Redbook-Index, der die Entwicklung der Unternehmen abbildet, ein Plus von 15,3 Prozent ausgewiesen. Damit stehen die Zeichen auf weiteren Erhöhungen. Dies ist in der Vorweihnachtszeit kein Wunder.

Gestern hat der Dax zum Wochenstart bei 15.621,72 Punkten stagniert. Diejenige Aktie, die am meisten zulegte, war Porsche, das 2,9 Prozent auf 86,54 Euro gewann, gefolgt von SAP (plus 2,6 Prozent auf 122,50 Euro) und Volkswagen (plus 1,1 Prozent auf 182,30 Euro).

Zusätzlich hat es Verlierer gegeben: Delivery Hero hat ein Minus von 3,5 Prozent auf 100,25 Euro hinnehmen müssen. Dahinter rangierten Airbus (minus 2,3 Prozent auf 103,14 Euro) und MTU (minus 2,2 Prozent auf 164,95 Euro).


Mehr zum Thema:  

DWN
Finanzen
Finanzen Goldmarkt: Analysten vermuten große Preis-Manipulation mit Derivaten

Einigen Analysten zufolge ist ein signifikanter Teil der Gold- und Silberderivate, die durch Investmentbanken verkauft werden, oftmals...

DWN
Deutschland
Deutschland Entschädigung bei Verdienstausfall nur noch mit Booster

Wenn man aufgrund eines Infektionsverdachts in Quarantäne muss, erhält man für den Verdienstausfall ein Entschädigungsgeld - aber jetzt...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Der Mittelstand profiliert sich als Friedensstifter - dem Ukraine-Konflikt zum Trotz

Die AHK Russland zeigt sich in der Ukraine-Krise sehr gelassen - und berichtet sogar von einem besonderen Investitions-Rekord. Wenn alles...

DWN
Finanzen
Finanzen Immobilien-Gutachter: Party geht trotz steigenden Bauzinsen weiter

Die Pandemie hat es Immobilienkäufern nicht leichter gemacht. Viele brauchen mehr Platz, doch die Preise in den Städten steigen weiter...

DWN
Technologie
Technologie Milliarden-Deal: Israel kauft drei weitere U-Boote von Deutschland

Israel und Deutschland haben sich auf einen milliardenschweren Deal geeinigt. ThyssenKrupp Marine Systems liefert drei U-Boote der neuen...

DWN
Deutschland
Deutschland Bericht: Polizei nutzt Daten aus Corona-App für Ermittlungen

Im Rahmen von Ermittlungsverfahren nutzt die Polizei die persönlichen Daten aus der Luca-App und andere Formen der...

DWN
Deutschland
Deutschland Firmen müssen sich 2022 auf hohe Logistik-Kosten einstellen

Die Frachtraten werden 2022 wohl nicht wieder sinken, auch weil der Welthandel voraussichtlich weiter wachsen wird. Daraus ergeben sich...

DWN
Deutschland
Deutschland Wachsende Zuwanderung nach Deutschland gleicht fehlende Geburten aus

Auch 2021 sind in Deutschland deutlich mehr Menschen gestorben als geboren wurden. Die erhebliche Lücke wurde erneut durch Zuwanderung...