Deutschland

Gasspeicher-Verband warnt: Reserven bewegen sich auf niedrigem Niveau

Die Reserven der Gasspeicher in Deutschland bewegen sich nach Angaben von Experten auf niedrigem Niveau.
16.12.2021 13:43
Aktualisiert: 16.12.2021 13:43
Lesezeit: 1 min
Gasspeicher-Verband warnt: Reserven bewegen sich auf niedrigem Niveau
Rohre der Verteilerstation sind am 23.11.2013 bei Etzel (Niedersachsen) zu sehen. (Foto: dpa) Foto: Carmen Jaspersen

Die Reserven der Gasspeicher in Deutschland bewegen sich nach Angaben von Experten auf niedrigem Niveau. Der Füllstand habe die 60-Prozent-Marke unterschritten, sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (INES), Sebastian Bleschke, dem „Handelsblatt“. Mit dem Füllstand bewege man sich im Vergleich zu den Vorjahren auf einem „historisch niedrigen Stand“. Im Moment sei eine starke Inanspruchnahme der Speicher zu beobachten. Es werde deutlich mehr aus- als eingespeichert.

„Da der eigentliche Winter noch bevorsteht, sollte mit den vergleichsweise niedrigen Speicherreserven sicherlich sorgsam umgegangen werden“, sagte Bleschke. „Wenn die Ausspeicherung so fortschreitet wie im Moment, wird der Speicherstand im Februar sehr niedrig sein.“ Die Mitgliedsunternehmen des Verbandes repräsentieren nach eigenen Angaben mehr als 90 Prozent der deutschen und etwa ein Viertel der Gasspeicherkapazitäten in der Europäischen Union.

Die Gasspeicher in Deutschland waren am vergangenen Mittwoch laut einer Übersicht des Branchenverbandes Gas Infrastructure Europe zu gut 58 Prozent gefüllt - mit der für die Jahreszeit üblichen, abnehmenden Tendenz. Zum Vergleich: Am 14. Dezember des Vorjahres lag der Wert bei 79 Prozent, 2019 bei 97 Prozent.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Arbeitskosten in Deutschland: So stark unterscheiden sich die Regionen
05.11.2026

Die Kosten einer Arbeitsstunde liegen in Deutschland regional weit auseinander. Besonders deutlich zeigt sich das Gefälle zwischen...

DWN
Technologie
Technologie Roboter im Stromnetz: Eon testet humanoide Helfer gegen Fachkräftemangel
05.11.2026

Humanoide Roboter könnten künftig Fachkräfte im Stromnetz bei Kontrollen und gefährlichen Arbeiten unterstützen. Eon, EnviaM und Neura...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Nike-Aktie in der Krise: Rund 200 Milliarden Dollar vernichtet
05.11.2026

Jahrzehntelang galt Nike als nahezu unantastbar. Doch strategische Fehlentscheidungen, vernachlässigte Innovationen und aufstrebende...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Haushalte in Deutschland schrumpfen bis 2050 – Osten besonders betroffen
05.11.2026

Die Zahl der Privathaushalte in Deutschland könnte bis 2050 erstmals seit der Wiedervereinigung sinken. Nach Berechnungen des...

DWN
Unternehmen
Unternehmen DHL unter Druck: Deutschlandgeschäft bremst Wachstum deutlich
05.11.2026

Das Deutschlandgeschäft entwickelt sich für DHL zunehmend zum Problem. Während der Konzern international kräftig wächst, bricht das...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Investitionen in Deutschland schwächeln: DIHK warnt vor Folgen für Jobs
05.11.2026

Die deutsche Wirtschaft hellt sich etwas auf, doch bei Investitionen bleiben viele Unternehmen vorsichtig. Laut DIHK will nicht einmal...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Klimaneutralität verfehlt: Allianz sieht Deutschland erst 2051 am Ziel
05.11.2026

Deutschland, Europa und die Welt kommen beim Klimaschutz voran, aber nicht schnell genug. Nach Berechnungen der Allianz wird das Ziel der...

DWN
Unternehmen
Unternehmen Probezeit: Was ist zu beachten?
05.11.2026

Die Stellenausschreibung wurde veröffentlicht, Vorstellungsgespräche geführt und endlich scheint derpassende Kandidat...