Technologie

Wiederaufbereitung von E-Batterien: Deutsches Recycling-Unternehmen nimmt erste Anlage in Betrieb

Die Entsorgung von E-Batterien ist ein riesiges Problem. Ein deutsch-australisches Joint-Venture hat hierfür eine besondere Lösung entwickelt.
20.12.2021 17:36
Lesezeit: 1 min
Wiederaufbereitung von E-Batterien: Deutsches Recycling-Unternehmen nimmt erste Anlage in Betrieb
Ein aufgeschnittener Akku für ein E-Auto. (Foto: dpa) Foto: Patrick Pleul

Das deutsch-australische Gemeinschaftsunternehmen für Recycling, Primobius (PB), aus Nordrhein-Westfalen hat die erste Anlage einer Produktionsstätte in Betrieb genommen, die Lithium-Ionen-E-Batterien wieder aufbereitet. Wie der Hersteller in einer Erklärung mitgeteilt, handelt es sich dabei um eine Zerkleinerungsanlage, die über eine Kapazität von zehn Tonnen pro Tag verfügt. Der Produktionsbeginn für die gesamte Anlage soll im März 2022 erfolgen. Dann soll kommerzielles Recycling möglich sein.

Damit macht das Recycling-Unternehmen einen weiteren Schritt, um seinen Plan zu umzusetzen, in Europa eine wichtige Anlage für die Wiederaufbereitung von E-Batterien in Betrieb zu nehmen. Mitte August hatte PB eine erste Demonstrationsanlage gestartet. Damals hatten Partner aus der E-Mobilität und der Energiespeicher-Technik Material dafür zur Verfügung gestellt. PB ist ein Joint-Venture, das je zur Hälfte vom australischen Mineralkonzern Neometals und der SMS Group GmbH kontrolliert wird - einem deutschen Unternehmen für Walzwerk- und Hüttentechnik.

PB will mit einem effizienten und umweltschonenden Verfahren alle Bestandteile von Lithium-Ionen-Batterien recyceln und wiederverwenden, beispielsweise in Form von hochreinem Kathodenmaterial. Das Unternehmen plant mehrere Abläufe - beispielsweise das Schreddern der Batterien und die Auftrennung der Batteriebestandteile. Die Entsorgung ist bei den E-Batterien ein riesiges Problem, für das die Hersteller von E-Fahrzeugen noch keine richtige Lösung gefunden haben. PB beschreibt seine Anlage folgendermaßen:

„Die Lösung von Primobius ist ein energieeffizientes und flexibles System, das die Anforderungen verschiedener Branchenakteure erfüllt und einen Beitrag zum Erreichen der Nachhaltigkeitsziele leistet, da es hochreine Chemikalien zur Wiederverwendung in der nächsten Generation von Lithiumionenbatterien produziert.“

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
Anzeige
DWN
Finanzen
Finanzen Gold als strategischer Anker: Warum physische Substanz zählt

Wo sich die wirtschaftlichen Gewichte grundlegend verschieben, suchen Unternehmen sowie Privatanlegerinnen und Privatanleger nach...

DWN
Unternehmen
Unternehmen UniCredit-Chef Orcel wirbt im Übernahmekampf um Commerzbank-Mittelstand
02.11.2026

Im Übernahmeringen um die Commerzbank geht UniCredit in die Offensive: Konzernchef Andrea Orcel verspricht deutschen Firmenkunden mehr...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Welthandel zieht an: Chinas Containerboom könnte täuschen
02.11.2026

Der weltweite Containerumschlag steigt im September kräftig. Vor allem chinesische Häfen treiben den Zuwachs. Doch ein Feiertagseffekt...

DWN
Finanzen
Finanzen Rheinmetall-Aktie: Kampf um Stabilität – vor Quartalszahlen zählen Lieferungen und Cashflow
02.11.2026

Rheinmetall steht vor wichtigen Quartalszahlen. Nach dem kleinen Rückschlag zum Wochenschluss sollen sie und weitere erfüllte Aufträge...

DWN
Finanzen
Finanzen Bitcoin-Kurs aktuell: ETF-Abflüsse bremsen die Erholung
02.11.2026

Der Bitcoin-Kurs zeigt sich zum Start in die neue Börsenwoche kaum bewegt. Nach einem schwachen Ausklang der vergangenen Handelswoche...

DWN
Politik
Politik Private Krankversicherung: PKV-Beiträge 2027 steigen für mehr als die Hälfte der Privatversicherten
02.11.2026

Zum Jahreswechsel 2026/2027 drohen vielen Privatversicherten deutliche Mehrkosten. Der PKV-Verband erwartet für rund 53 Prozent der...

DWN
Immobilien
Immobilien Immobilienkauf: Für viele junge Deutsche nur mit Hilfe der Familie finanzierbar
02.11.2026

Der Kauf des eigenen Hauses oder einer Wohnung ist vor allem in den Ballungsräumen nach wie vor sehr teuer. Wer keine finanzstarke Familie...

DWN
Politik
Politik Russland-Expertin: Die Wirtschaft wird Putin nicht stoppen
02.11.2026

Die russische Wirtschaft ist ein Instrument für die politische Richtung des Kremls, kein Kompass. Der Kurs bleibt auch unter...

DWN
Politik
Politik Robert Habeck warnt vor Putins nächster Falle: „Wir dürfen nicht wieder wegsehen“
01.11.2026

Europa hat die Gefahr durch Putin lange unterschätzt. Der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck fürchtet, dass sich dieser Fehler in...