Finanzen

Der Staat ist reich: Steuereinnahmen auch im November deutlich gestiegen

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im November spürbar gestiegen.
21.12.2021 10:03
Lesezeit: 1 min

Die Steuereinnahmen von Bund und Ländern sind auch im November spürbar gestiegen. Sie legten um 15,4 Prozent auf 54,9 Milliarden Euro zu, wie am Dienstag aus dem Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Im Vergleich zum Vorjahr ging es etwa bei der Lohnsteuer, Umsatzsteuer, veranlagten Einkommensteuer und bei der Körperschaftsteuer zum Teil kräftig nach oben. Dies dürfte Folge der Konjunkturerholung im Frühjahr und Sommer sein, hieß es. In den ersten elf Monaten summierten sich die Steuereinnahmen von Bund und Ländern auf 649 Milliarden Euro und lagen damit 10,2 Prozent über dem Niveau vor Jahresfrist. Für das Gesamtjahr 2021 gehen Experten von einem Plus von gut neun Prozent aus.

Die inzwischen abflauende deutsche Konjunktur dürfte noch eine Weile unter Materialmangel leiden. „Die eng verzahnten globalen Lieferketten sind durch die Pandemie gestört und erholen sich nur mit Verzögerung, auch weil wiederkehrende Ausbrüche und Eindämmungsmaßnahmen Produktion und Transport weltweit zwischenzeitlich immer wieder unterbrochen haben“, so das Ministerium. So komme es etwa im Seehandel immer wieder zu neuen Unterbrechungen durch Quarantänemaßnahmen in einzelnen Häfen. „Die Lieferschwierigkeiten dürften noch über den Winter andauern und neben der Industrie potenziell auch die Geschäfte im Handel belasten“, erklärte das Ministerium.

Leichte Entspannung erwartet es an der Preisfront. „Mit dem Jahreswechsel fällt dann der Basiseffekt aus der letztjährigen Senkung der Umsatzsteuersätze weg, so dass die Inflationsrate wieder etwas niedriger liegen sollte“, heißt es im Monatsbericht. Aktuell liegt die Inflationsrate mit 5,2 Prozent so hoch wie seit fast 30 Jahren nicht mehr, doch haben die Ölpreise zuletzt wieder etwas nachgegeben.

Mehr zum Thema
Bleiben Sie über das Thema dieses Artikels auf dem Laufenden Klicken Sie auf [+], um eine E-Mail zu erhalten, sobald wir einen neuen Artikel mit diesem Tag veröffentlichen
DWN
Unternehmen
Unternehmen KI-Investition in Berlin: Google investiert 5,5 Milliarden Euro
06.03.2026

Google eröffnet in Berlin ein KI-Zentrum und bündelt Forschung, Politik und Industrie unter einem Dach. Das Projekt soll offenbar...

DWN
Politik
Politik US-Raketenbestände im Fokus: Iran-Konflikt belastet militärische Reserven
06.03.2026

Die amerikanischen Angriffe auf den Iran rücken die Belastbarkeit der US-Raketenbestände erneut in den Mittelpunkt militärischer...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Morningstar-Analyse zum Iran-Krieg: Steigender Ölpreis belastet Weltwirtschaft
05.03.2026

Die Finanzmärkte reagieren bislang gelassen auf den Krieg gegen den Iran, doch eine Morningstar-Analyse warnt vor möglichen...

DWN
Politik
Politik Geburtenrate im Sinkflug: Deutsche bekommen weniger Kinder
05.03.2026

Nicht nur der Mittelstand bricht weg, auch die Geburtenrate: Immer wenige Deutsche bekommen Kinder. Viele können sich eigene Kinder nicht...

DWN
Wirtschaft
Wirtschaft Experten schlagen Alarm: Straße von Hormus könnte monatelang blockiert werden
05.03.2026

Experten warnen, dass Iran die für den globalen Ölhandel zentrale Straße von Hormus über längere Zeit unter Druck setzen könnte. Wie...

DWN
Politik
Politik Bürgergeld-Reform beschlossen: Strengere Regeln für 5,5 Millionen Empfänger
05.03.2026

Der Bundestag zieht die Zügel beim Bürgergeld deutlich an: strengere Regeln, härtere Sanktionen, mehr Druck zur Arbeitsaufnahme....

DWN
Finanzen
Finanzen Renk-Aktie: Dividende und Ausblick unter Druck
05.03.2026

Die Renk-Aktie schwankt weiter trotz Rekordumsätzen und stabiler Dividende. Analysten sehen Chancen für Investoren in einem geopolitisch...

DWN
Politik
Politik Putin-Gas: EU wird der Hahn abgedreht, Russland prüft vorzeitiges Embargo
05.03.2026

Putin erwägt, Gaslieferungen an die EU vorzeitig zu stoppen. Ein solches Vorgehen könnte die Energiepreise massiv anheizen.